Publikationen

„all meine pfade rangen mit der nacht
jakob van hoddis / hans davidsohn“

Irene Stratenwerth und
Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum (Hg.), 20,40 €

hoddis
Begleitband zur Ausstellung
ISBN: 3 – 87877 – 016 – 2
256 Seiten, kartoniert
Erschienen im Stroemfeld Verlag

abgedreht! Bühnenwelten – Lebenswelten.
Stage Designs – Living Spaces. Chaim Heinz Fenchel (1906–1988)

Chana Schütz(Hg.), 14,90 €

fenchelZum ersten Mal, nach fast 80 Jahren, wieder in Deutschland: Originalentwürfe und Standfotografien eines Künstlers, dessen Karriere im Berlin der Weimarer Republik begann und in Israel ihre Vollendung fand.

Als der Berliner Heinz Fenchel im Februar 1937 in Haifa an Land ging, konnte er auf eine bemerkenswerte Karriere im deutschen und internationalen Filmgeschäft zurückschauen: Er hatte die Sets für insgesamt 45 Filmproduktionen – von Großstadtkomödien bis zu Actionfilmen – geschaffen.

In der Weimarer Republik ein vielbeschäftigter und erfolgreicher Filmset-Designer, durfte Heinz Fenchel seit 1933 als Jude in Deutschland nicht mehr arbeiten. Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen entschied sich Heinz Fenchel, nach Palästina auszuwandern, in ein Land ohne nennenswerte Filmindustrie. Hier nutzte er seine Erfahrungen aus der Filmbranche und seine zeichnerische Begabung und schuf Kaffeehäuser, Bars und elegante Geschäfte für die aufblühende Metropole Tel Aviv. Später waren es private Residenzen und luxuriöse Hotels nicht nur in Israel, sondern auch in Afrika, mit denen er Lebenswelten schuf, die von den Bühnenwelten seiner Filmsets nicht zu trennen sind.

ISBN: 978-3-95565-128-2

Regina Jonas – Die erste Rabbinerin der Welt (DVD)

Dokumentarfilm, 2013, D/H/GB, 63 Min., 14,90 €
Drehbuch & Regie: Diana Groo

mendelssohnPoetischer Dokumentarfilm, der nur auf einem Foto beruht

Regina Jonas, geboren 1902, wächst als Tochter eines orthodoxen jüdischen Hausierers im Berliner Scheunenviertel auf, und studiert ab 1924 an der liberalen Hochschule für die Wissenschaft des Judentums. 1935 wird sie zur Rabbinerin ordiniert. Im Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg emigrieren viele Rabbiner aus Deutschland, während in Berlin Regina Jonas mit Hingabe und Mut die verfolgten deutschen Juden unterstützt. 1942 wird sie nach Theresienstadt deportiert und zwei Jahre später in Auschwitz ermordet.

Das visuelle Konzept des Films beruht auf einer ungewöhnlichen, lyrischen Behandlung des Archivmaterials vom jüdischen Leben in Berlin, welche dem Film eine ganz eigene Qualität verleiht. Martina Gedeck gibt Regina Jonas ihre Stimme und schafft dadurch eine Verbindung zwischen dem Bild der Rabbinerin, dem zeitgeschichtlichem Material und den Zuschauern. In der englischen Version spricht Rachel Weisz die junge Rabbinerin aus Berlin.

geraubt und genutzt. Bücher von verfolgten und ermordeten Juden in Berliner Bibliotheken

Maria Winkler, 5,90 €

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In den deutschen Bibliotheken befinden sich noch immer Bücher, die ihren Eigentümern während der NS-Herrschaft geraubt wurden.
Das Thema NS-Raubgut wird in der öffentlichen Diskussion meist nur mit Rückgaben von wertvollen Gemälden in Verbindung gebracht. Geraubte Bücher hingegen scheinen wertlos – für die Beraubten und deren Familien sind sie jedoch unersetzliche, ja unschätzbare Erinnerungsstücke.
Nach den Deportationen blieben die Bücher meist in den verlassenen Wohnungen zurück, wurden zusammen mit dem übrigen Hausrat beschlagnahmt und danach verwertet. Auch die Bibliotheken verbotener Parteien, Logen und Vereine wurden von den NS-Behörden eingezogen. In den besetzten Ländern plünderten Rauborganisationen systematisch. Deutsche Bibliotheken profitierten davon unmittelbar, indem sie das Raubgut wie selbstverständlich in ihre Bestände einfügten.
Der Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung zeigt an ausgewählten Beispielen die Wege geraubter Bücher und erzählt die Geschichten ihrer rechtmäßigen Eigentümer und deren Nachkommen. Zudem gibt der Band einen Einblick in das noch junge Arbeitsfeld der Provenienz-Recherche zu NS-Raubgut in deutschen Bibliotheken.

Moses Mendelssohn – Freunde, Feinde & Familie

Eva-Maria Thimme (Hg.), 14,90 €

mendelssohnMoses Mendelssohn – an ihm schieden und scheiden sich, wie kaum an einer anderen Persönlichkeit der neueren jüdischen Geschichte, die Geister.
Verehrten ihn die einen als Wegbereiter von Emanzipation und bürgerlicher Gleichberechtigung der deutschen Juden sowie deren Teilhabe am kulturellen, intellektuellen und politischen Leben ihres Landes, so verachteten ihn die anderen als Totengräber des traditionellen Judentums, seiner Identität und Wertevorstellungen.
Im Rückblick zeigt sich, dass Mendelssohn den schmalen Grat zwischen gesetzestreuem Judentum und säkularer bürgerlicher Existenz beschritt – nicht alle vermochten ihm auf diesem Weg zu folgen.

ISBN: 978-3-95565-038-4

Untergetaucht – Eine junge Frau überlebt in Berlin 1940-1945

Marie Jalowicz Simon, 22,99 €

untergetauchtBerlin 1942: Die Verhaftung durch die Gestapo steht unmittelbar bevor. Die junge Marie Jalowicz will leben und taucht unter.

Über 50 Jahre danach erzählt Marie Jalowicz Simon erstmals ihre ganze Geschichte. 77 Tonbänder entstehen – sie sind die Grundlage dieses einzigartigen Zeitdokuments.
Offen und schonungslos schildert Marie Jalowicz, was es heißt, sich Tag für Tag im nationalsozialistischen Berlin durchzuschlagen: Sie braucht falsche Papiere, sichere Verstecke und sie braucht Menschen, die ihr helfen. Vergeblich versucht sie, durch eine Scheinheirat mit einem Chinesen zu entkommen oder über Bulgarien nach Palästina zu fliehen. Sie findet Unterschlupf im Artistenmilieu und lebt mit einem holländischen Fremdarbeiter zusammen. Immer wieder retten sie ihr ungewöhnlicher Mut und ihre Schlagfertigkeit – der authentische Bericht einer außergewöhnlichen jungen Frau, deren unbedingter Lebenswille sich durch nichts brechen ließ.

Mit einem Nachwort von Hermann Simon, Sohn von Marie Jalowicz Simon, Historiker und Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, der bei Bestellung im Centrum Judaicum vor dem Versand auf Wunsch das Buch gern persönlich signiert.

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Feldrabbiner in den deutschen Streitkräften des Ersten Weltkrieges

Sabine Hank, Uwe Hank, Hermann Simon, 48,00 €

Feldrabbiner spiegeln die Präsenz deutscher jüdischer Soldaten an den Fronten des Ersten Weltkriegs wider. Die jüdischen Gemeinden und Organisationen verbanden damit die Hoffnung auf eine weiter zunehmende Anerkennung der jüdischen Gemeinschaft und ihrer Religion durch die Umgebungsgesellschaft. Zu den zentralen Aufgaben der Feldrabbiner gehörten, neben der eigentlichen religiösen Seelsorge, die Verteilung von religiöser Lektüre und „Liebesgaben“ aus der Heimat, die Durchführung von Unterhaltungsabenden und Vorträgen und der Dienst in Lazaretten. Nach der sogenannten Judenzählung 1916 widmeten sie sich auch verstärkt dem Kampf gegen den Antisemitismus in den deutschen Streitkräften. In diesem Buch werden erstmals die durch umfassende Recherchen ermittelten Feldrabbiner und Feldhilfsrabbiner der deutschen Streitkräfte mit ihren Biographien vorgestellt sowie umfangreiche Dokumente ihrer Tätigkeit abgebildet und kommentiert. weiterlesen »

Max Liebermann – Impressionistischer Maler – Gründer der Berliner Secession

Chana Schütz, 6,90 €
Der Maler Max Liebermann (1847–1935) war eine der zentralen Persönlichkeiten in der deutschen Kunst der Kaiserzeit und der Weimarer Republik. Er war der führende Kopf jener Berliner Secession, deren Anhänger zum Ende des 19. Jahrhunderts neue Wege in der Kunst betraten und auf diese Weise Berlin zu einem Schauplatz der Moderne machten. In der Weimarer Republik verkörperte er wie kein anderer das künstlerische und geistige Establishment. 1920 bis 1932 amtierte er als Präsident der Preußischen Akademie der Künste; 1932 wurde er deren Ehrenpräsident. weiterlesen »

Zwischen Bleiben und Gehen

Andreas Weigelt / Hermann Simon (Hrsg.), 16,90 €

Juden in Ostdeutschland 1945-1956 – Zehn Biographien

Die wenigen überlebenden Juden in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands und im Sowjetischen Sektor Berlins gerieten bald nach ihrer Befreiung zwischen die Fronten des Kalten Krieges. Wurde schon der Tatsache, dass sie während der nationalsozialistischen Verfolgung überlebt hatten, häufig mit Misstrauen begegnet, so erschienen sie durch ihre Forgderung nach Entschädigung, ihr Eintreten für den Staat Israel oder auch nur durch ihre „bürgerliche Lebensweise“ in den Augen der sowjetischen Besatzungsmacht und der SED-Führung als fremde oder sogar „feindliche Elemente“.

Verlag: text.verlag edition berlin
ISBN: 978-3-938414-48-4

Berliner Juden 1941 – Namen und Schicksale

Hartmut Jäckel / Hermann Simon (Hrsg.), 22,00 €

Das letzte AMTLICHE FERNSPRECHBUCH der Reichsdirektion Berlin

Allen jüdischen Bürgern deutscher Staatsangehörigkeit würde Ende Juli 1940 der Fernsprechanschluss entzogen. Dennoch sind im Berliner Telefonbuch von 1941, dem letzten, das in der Hauptstadt des Dritten Reichs erschienen ist, noch über fünfhundert Juden darunter Rabbiner Leo Baeck und der letzte Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Moritz Henschel namentlich verzeichnet. Ihnen war auf Antrag ein Telefonanschluss wieder zuerkannt worden. weiterlesen »

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