Publikationen

Rabbi Wolff (DVD)

Ein Film von Britta Wauer
Preis: 15,00 €

RabbiWollf_DVDTon: Original mit Untertiteln (Dolby Digital 2.0/Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch (für Hörgeschädigte), Englisch, Russisch
Extras: Entfallene Szenen, Booklet, Kino-Trailer, Audiokommentar
Laufzeit: 91 Minuten
Bildformat: 16/9
Produktionsjahr: 2016

William Wolff ist Ende 80 und der wohl ungewöhnlichste Rabbiner der Welt. Der kleine Mann mit Hut wurde in Berlin geboren, hat einen britischen Pass und wohnt in einem Häuschen in der Nähe von London. Immer Mitte der Woche fliegt er nach Hamburg, steigt dort in den Zug und pendelt zu seinen Jüdischen Gemeinden nach Schwerin und Rostock. Samstags nach dem Gottesdienst geht es zurück nach London – es sei denn, er ist bei Verwandten in Jerusalem, auf Fastenkur in Bad Pyrmont oder beim Pferderennen in Ascot. Denn das Leben muss vor allem Spaß machen, findet Willy Wolff.

Mit seiner unkonventionellen Art und seinem herzhaften Lachen begeisterte der Landesrabbiner von Mecklenburg-Vorpommern die Zuschauer bereits in Britta Wauers Publikumshit Im Himmel, unter der Erde (2011), einem Dokumentarfilm über den Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee. Wauers neuer Film zeigt nun den turbulenten Alltag von Willy Wolff und beleuchtet seine bewegte Vergangenheit: Bevor er Rabbiner wurde, war er politischer Korrespondent in London; als Kind floh er mit seiner Familie aus Nazideutschland.

Rabbi Wolff ist nicht nur das Porträt einer faszinierenden Persönlichkeit – eines tief religiösen Menschen, der sich voller Lebensfreude über Konventionen hinwegsetzt. Der Film führt auch auf mitreißende Weise in die Welt des Judentums ein und präsentiert uns einen ganz besonderen deutschen Lebenslauf.

„Berlin lebt auf!“
Die Fotojournalistin Eva Kemlein (1909-2004)

Kemlein Katalog

Anna Fischer (Hg.), Chana Schütz (Hg.)
„Berlin lebt auf!“. Die Fotojournalistin Eva Kemlein (1909–2004)
Sprache: Deutsch
128 Seiten, Klappenbroschur
80 Abbildungen
ISBN: 978-3-95565-181-7
14,90 €

 

 

 

Eva Kemlein (1909–2004) war die Chronistin des Berliner Nachkriegs und des Berliner Theaterlebens. Als Bildjournalistin für die „Berliner Zeitung“, deren erste Ausgabe 1945 die Überschrift trug: „Berlin lebt auf!“, prägten ihre Bilder von Überlebenden – sie selbst hatte die Nazizeit als Jüdin versteckt überstanden – das Gedächtnis der Nachkriegszeit. Immer Grenzgängerin zwischen den Welten, fotografierte sie an den Bühnen Ost-Berlins und lebte im Westen der Stadt. So entstand in Kooperation mit der Stiftung Stadtmuseum Berlin die Schau eines außergewöhnlichen Lebens zwischen Ost und West.

Mit Beiträgen von Jenny Erpenbeck, John Erpenbeck, Anna Fischer, Irina Liebmann, Karl-Heinz Noack, Lothar Schirmer, Chana Schütz, Hermann Simon, Paul Spieß, Martina Weinland

Rabbi Wolff und die Dinge des Lebens

Rabbi Wolff

Britta Wauer
Rabbi Wolff und die Dinge des Lebens
Erinnerungen und Einsichten
Sprache: Deutsch
118 Seiten, Klappenbroschur
27 Abbildungen
ISBN: 978-3-95565-154-1
12,90 €

 

 

 

Das Buch zum neuen Film von Britta Wauer

Er war der Star von „Im Himmel, unter der Erde“, dem Dokumentarfilm über den Jüdischen Friedhof Weißensee: Rabbiner William Wolff. Jetzt hat die preisgekrönte Regisseurin Britta Wauer einem der ungewöhnlichsten Rabbiner der Welt einen eigenen Film gewidmet und für dieses Buch Erinnerungen, Betrachtungen und Einsichten einer bezaubernden Persönlichkeit zusammengestellt – spannend, unterhaltsam und inspirierend.

Willy Wolff hat mit über 80 seinen Wohnsitz und seinen Arbeitsplatz in zwei verschiedenen Ländern: Als Rabbiner arbeitet er in Norddeutschland und schreibt für die Londoner Times. Er ist britischer Staatsbürger mit deutschen Wurzeln und trägt seine Predigten auf Russisch vor. Außerdem liebt er Yoga, Weihnachtslieder und Pferdewetten.

Mehr als drei Jahre begleitete die Regisseurin Britta Wauer den Landesrabbiner von Mecklenburg-Vorpommern mit der Kamera. In zahlreichen Gesprächen blickt Willy Wolff auf sein bewegtes Leben, erzählt von seiner Kindheit in Berlin und Amsterdam, von seiner Karriere als politischer Journalist in England und von seinem lebenslangen Wunsch, Rabbiner zu werden.

Neben dem Film über ihn, der im Frühjahr 2016 in die Kinos kommt, hat die preisgekrönte Filmemacherin für dieses Buch Erinnerungen, Betrachtungen und Einsichten einer bezaubernden Persönlichkeit zusammengestellt – spannend, unterhaltsam und inspirierend.

Mit einem Vorwort von Rabbiner William Wolff

„all meine pfade rangen mit der nacht
jakob van hoddis / hans davidsohn“

Irene Stratenwerth und
Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum (Hg.), 20,45 €

hoddis
Begleitband zur Ausstellung
ISBN: 3 – 87877 – 016 – 2
256 Seiten, kartoniert
Erschienen im Stroemfeld Verlag

abgedreht! Bühnenwelten – Lebenswelten.
Stage Designs – Living Spaces. Chaim Heinz Fenchel (1906–1988)

Chana Schütz(Hg.), 14,90 €

fenchelZum ersten Mal, nach fast 80 Jahren, wieder in Deutschland: Originalentwürfe und Standfotografien eines Künstlers, dessen Karriere im Berlin der Weimarer Republik begann und in Israel ihre Vollendung fand.

Als der Berliner Heinz Fenchel im Februar 1937 in Haifa an Land ging, konnte er auf eine bemerkenswerte Karriere im deutschen und internationalen Filmgeschäft zurückschauen: Er hatte die Sets für insgesamt 45 Filmproduktionen – von Großstadtkomödien bis zu Actionfilmen – geschaffen.

In der Weimarer Republik ein vielbeschäftigter und erfolgreicher Filmset-Designer, durfte Heinz Fenchel seit 1933 als Jude in Deutschland nicht mehr arbeiten. Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen entschied sich Heinz Fenchel, nach Palästina auszuwandern, in ein Land ohne nennenswerte Filmindustrie. Hier nutzte er seine Erfahrungen aus der Filmbranche und seine zeichnerische Begabung und schuf Kaffeehäuser, Bars und elegante Geschäfte für die aufblühende Metropole Tel Aviv. Später waren es private Residenzen und luxuriöse Hotels nicht nur in Israel, sondern auch in Afrika, mit denen er Lebenswelten schuf, die von den Bühnenwelten seiner Filmsets nicht zu trennen sind.

ISBN: 978-3-95565-128-2

Regina Jonas – Die erste Rabbinerin der Welt (DVD)

Dokumentarfilm, 2013, D/H/GB, 63 Min., 14,90 €
Drehbuch & Regie: Diana Groo

mendelssohnPoetischer Dokumentarfilm, der nur auf einem Foto beruht

Regina Jonas, geboren 1902, wächst als Tochter eines orthodoxen jüdischen Hausierers im Berliner Scheunenviertel auf, und studiert ab 1924 an der liberalen Hochschule für die Wissenschaft des Judentums. 1935 wird sie zur Rabbinerin ordiniert. Im Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg emigrieren viele Rabbiner aus Deutschland, während in Berlin Regina Jonas mit Hingabe und Mut die verfolgten deutschen Juden unterstützt. 1942 wird sie nach Theresienstadt deportiert und zwei Jahre später in Auschwitz ermordet.

Das visuelle Konzept des Films beruht auf einer ungewöhnlichen, lyrischen Behandlung des Archivmaterials vom jüdischen Leben in Berlin, welche dem Film eine ganz eigene Qualität verleiht. Martina Gedeck gibt Regina Jonas ihre Stimme und schafft dadurch eine Verbindung zwischen dem Bild der Rabbinerin, dem zeitgeschichtlichem Material und den Zuschauern. In der englischen Version spricht Rachel Weisz die junge Rabbinerin aus Berlin.

geraubt und genutzt. Bücher von verfolgten und ermordeten Juden in Berliner Bibliotheken

Maria Winkler, 5,90 €

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In den deutschen Bibliotheken befinden sich noch immer Bücher, die ihren Eigentümern während der NS-Herrschaft geraubt wurden.
Das Thema NS-Raubgut wird in der öffentlichen Diskussion meist nur mit Rückgaben von wertvollen Gemälden in Verbindung gebracht. Geraubte Bücher hingegen scheinen wertlos – für die Beraubten und deren Familien sind sie jedoch unersetzliche, ja unschätzbare Erinnerungsstücke.
Nach den Deportationen blieben die Bücher meist in den verlassenen Wohnungen zurück, wurden zusammen mit dem übrigen Hausrat beschlagnahmt und danach verwertet. Auch die Bibliotheken verbotener Parteien, Logen und Vereine wurden von den NS-Behörden eingezogen. In den besetzten Ländern plünderten Rauborganisationen systematisch. Deutsche Bibliotheken profitierten davon unmittelbar, indem sie das Raubgut wie selbstverständlich in ihre Bestände einfügten.
Der Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung zeigt an ausgewählten Beispielen die Wege geraubter Bücher und erzählt die Geschichten ihrer rechtmäßigen Eigentümer und deren Nachkommen. Zudem gibt der Band einen Einblick in das noch junge Arbeitsfeld der Provenienz-Recherche zu NS-Raubgut in deutschen Bibliotheken.

Moses Mendelssohn – Freunde, Feinde & Familie

Eva-Maria Thimme (Hg.), 14,90 €

mendelssohnMoses Mendelssohn – an ihm schieden und scheiden sich, wie kaum an einer anderen Persönlichkeit der neueren jüdischen Geschichte, die Geister.
Verehrten ihn die einen als Wegbereiter von Emanzipation und bürgerlicher Gleichberechtigung der deutschen Juden sowie deren Teilhabe am kulturellen, intellektuellen und politischen Leben ihres Landes, so verachteten ihn die anderen als Totengräber des traditionellen Judentums, seiner Identität und Wertevorstellungen.
Im Rückblick zeigt sich, dass Mendelssohn den schmalen Grat zwischen gesetzestreuem Judentum und säkularer bürgerlicher Existenz beschritt – nicht alle vermochten ihm auf diesem Weg zu folgen.

ISBN: 978-3-95565-038-4

Untergetaucht – Eine junge Frau überlebt in Berlin 1940-1945

Marie Jalowicz Simon
Gebundene Ausgabe: 22,99 €
Taschenbuch: 10,99 €

untergetauchtBerlin 1942: Die Verhaftung durch die Gestapo steht unmittelbar bevor. Die junge Marie Jalowicz will leben und taucht unter.

Über 50 Jahre danach erzählt Marie Jalowicz Simon erstmals ihre ganze Geschichte. 77 Tonbänder entstehen – sie sind die Grundlage dieses einzigartigen Zeitdokuments.
Offen und schonungslos schildert Marie Jalowicz, was es heißt, sich Tag für Tag im nationalsozialistischen Berlin durchzuschlagen: Sie braucht falsche Papiere, sichere Verstecke und sie braucht Menschen, die ihr helfen. Vergeblich versucht sie, durch eine Scheinheirat mit einem Chinesen zu entkommen oder über Bulgarien nach Palästina zu fliehen. Sie findet Unterschlupf im Artistenmilieu und lebt mit einem holländischen Fremdarbeiter zusammen. Immer wieder retten sie ihr ungewöhnlicher Mut und ihre Schlagfertigkeit – der authentische Bericht einer außergewöhnlichen jungen Frau, deren unbedingter Lebenswille sich durch nichts brechen ließ.

Mit einem Nachwort von Hermann Simon, Sohn von Marie Jalowicz Simon, Historiker und Gründungsdirektor der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, der bei Bestellung im Centrum Judaicum vor dem Versand auf Wunsch das Buch gern persönlich signiert.

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Feldrabbiner in den deutschen Streitkräften des Ersten Weltkrieges

Sabine Hank, Uwe Hank, Hermann Simon, 48,00 €

Feldrabbiner spiegeln die Präsenz deutscher jüdischer Soldaten an den Fronten des Ersten Weltkriegs wider. Die jüdischen Gemeinden und Organisationen verbanden damit die Hoffnung auf eine weiter zunehmende Anerkennung der jüdischen Gemeinschaft und ihrer Religion durch die Umgebungsgesellschaft. Zu den zentralen Aufgaben der Feldrabbiner gehörten, neben der eigentlichen religiösen Seelsorge, die Verteilung von religiöser Lektüre und „Liebesgaben“ aus der Heimat, die Durchführung von Unterhaltungsabenden und Vorträgen und der Dienst in Lazaretten. Nach der sogenannten Judenzählung 1916 widmeten sie sich auch verstärkt dem Kampf gegen den Antisemitismus in den deutschen Streitkräften. In diesem Buch werden erstmals die durch umfassende Recherchen ermittelten Feldrabbiner und Feldhilfsrabbiner der deutschen Streitkräfte mit ihren Biographien vorgestellt sowie umfangreiche Dokumente ihrer Tätigkeit abgebildet und kommentiert. weiterlesen »
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