Veranstaltungsarchiv

24. April 2013, 18 Uhr Buchpräsentation: „Feldrabbiner in den deutschen Streitkräften des Ersten Weltkrieges“


Buchpräsentation:
24. April 2013, 18 Uhr
Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung,
Heinrich-Mann-Allee 107, Haus 17, Eingang Friedhofsgasse,
14473 Potsdam

Viele Jahre haben die Autoren Sabine Hank, Uwe Hank und Hermann Simon an dem Buch Feldrabbiner in den deutschen Streitkräften des Ersten Weltkrieges gearbeitet. Nun ist es endlich soweit: wir freuen uns, das Buch „Feldrabbiner in den deutschen Streitkräften des Ersten Weltkrieges“, erschienen im Verlag Hentrich & Hentrich am 24. April 2013 um 18 Uhr vorstellen zu können.

Feldrabbiner widerspiegeln die Präsenz deutscher jüdischer Soldaten an den Fronten im Ersten Weltkrieg. Es entstand erstmals neben der evangelischen und katholischen auch eine institutionalisierte jüdische Feldseelsorge. Die jüdischen Gemeinden und Organisationen verbanden damit auch die Hoffnung auf eine weiter zunehmende Anerkennung der jüdischen Gemeinschaft und ihrer Religion durch die Umgebungsgesellschaft. Zu den zentralen Aufgaben der Feldrabbiner gehörten neben der eigentlichen religiösen Seelsorge die Verteilung von religiöser Lektüre und „Liebesgaben“ aus der Heimat, die Durchführung von Unterhaltungsabenden und Vorträgen und der Dienst in Lazaretten. Nach der sogenannten Judenzählung 1916 widmeten sie sich auch verstärkt dem Kampf gegen den Antisemitismus in den deutschen Streitkräften. Die Zahl von ca. 30 Feldrabbinern war der Forschung seit langem zwar bekannt, wurde aber zum größten Teil nicht mit Namen belegt. Die Tätigkeit der Feldrabbiner brachte man in der Regel mit bekannteren Persönlichkeiten, wie Leo Baeck, Bruno Italiener, Martin Salomonski, Georg Salzberger und Aron Tänzer in Verbindung. Dies insbesondere durch deren publizierte Kriegserinnerungen. Durch neueste Untersuchungen konnten nun erstmals die Namen aller Protagonisten ermittelt und ihr Leben und Wirken in biografischen Abrissen und mit Fotos/Abbildungen dargestellt werden. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf ihrer feldseelsorgerischen Tätigkeit. Dieser biographische Teil wird ergänzt durch einen editorischen, in dem die überlieferten Feldrabbinerkonferenz-Protokolle und ausgewählte Dokumente, die im Zusammenhang mit dem Wirken der einzelnen Feldrabbiner und Feldhilfsrabbiner stehen, Aufnahme finden.

Gäste: Die Autoren Sabine Hank, Hermann Simon und Uwe Hank
Sie sind herzlich dazu eingeladen!

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7. Mai 2013, 18 Uhr: Podiumsdiskussion
Die extreme Rechte in der Bundesrepublik Deutschland

Die extreme Rechte in der Bundesrepublik Deutschland
Podiumsdiskussion

mit
Petra Pau MdB
Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Kuratorin der GCJZ Berlin
Mitglied im NSU-Untersuchungsausschuss
Uwe-Karsten Heye
Staatssekretär a.D., Vorsitzender des Vorstandes von Gesicht Zeigen!
Dr. Gideon Botsch
Politikwissenschaftler am Moses-Mendelsohn Zentrum, Universität Potsdam

Dienstag I 7. Mai 2013 I 18 Uhr

Ort: Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Oranienburger Straße 28-30, 10117 Berlin

Bitte planen Sie ausreichen Zeit für die Sicherheitskontrollen ein. Parkplätze stehen nicht zur Verfügung.
Eintritt frei

Der Beginn des Prozesses zu den NSU-Morden ist uns Anlass, aber nicht alleiniger Grund zu fragen: Woher kommt der rechte Terror? Er ist kein Phänomen des letzten Jahrzehnts! Seit mehr als vierzig Jahren gibt es Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik Deutschland: Von den Alt-Nazis über die „Fascho-Skins“ zum „Nationalsozialistischen Untergrund“ – Entstehung und Entwicklung des Neonazismus in Ostdeutschland – Was verbindet christlichen Fundamentalismus und Antisemitismus mit hartem Rechtsextremismus und „germanischheidnischer“ Religion – Nützen Verbote rechtsextremer Vereinigungen etwas? Diese und weitere aktuelle und brisante Fragen wollen die Gäste auf dem Podium miteinander und mit dem Publikum diskutieren – nach einer kurzen Einführung von Dr. Gideon Botsch (vgl. „Die extreme Rechte in der Bundesrepublik Deutschland seit 1949 bis heute“, WBG-Verlag 2012).

Wer sich vorinformieren möchte, sei u.a. auf die TV-Dokumentationen (alle auch auf youtube) verwiesen:
„Propaganda, Hass, Mord – Die Spur des rechten Terrors in Europa“ (Wiederholung: MDR-TV, 17.4.2013, 20.45 Uhr),
„Blinder Terror – Rechter Staat“ Frontal21-Dokumentation über das Leben und die Taten der NSU-Terroristen (ZDF-Mediathek),
„Nach Hitler. Radikale Rechte rüsten auf“ (als DVD-Video erhältlich).

Anmeldung erwünscht
GCJZ-Geschäftstelle Telefon: 030 – 821 66 83 / Fax: 030-8270 1961 / E-Mail: gcjz.berlin@t-online.de

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3. Juni 2013, 19 Uhr
Buchvorstellung: Berlin–Минск. Unvergessene Lebensgeschichten. Ein Gedenkbuch zur Erinnerung an die nach Minsk deportierten Berliner Jüdinnen und Juden

Buchvorstellung:
Berlin–Минск. Unvergessene Lebensgeschichten

Ein Gedenkbuch zur Erinnerung an die nach Minsk deportierten Berliner Jüdinnen und Juden

Montag, 3. Juni 2013, 19.00 Uhr
Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Oranienburger Str. 28/30
10117 Berlin

Begrüßung:
Dr. Hermann Simon, Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Einführung:
Prof. Dr. Michael Wildt, Professor für Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt im Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität zu Berlin
Felix Lipski, Überlebender des Ghettos Minsk
Vorstellung des Gedenkbuches und Lesung:
Anja Reuss und Kristin Schneider, Herausgeberinnen und Autorinnen

Am 14. November 1941 deportierten die Nationalsozialisten 1000 jüdische Frauen, Männer und Kinder aus Berlin in das Ghetto von Minsk, Ende Juni 1942 wurden weitere 200 Jüdinnen und Juden aus Berlin vermutlich über Königsberg in die Vernichtungsstätte Maly Trostinez nahe Minsk verschleppt und dort ermordet. Heute scheinen diese Opfer vergessen. Die 59 biografischen Texte des Gedenkbuches rufen nun die Lebensgeschichten von 127 Menschen in Erinnerung. Jede von ihnen ist einzigartig und erzählt von individuellen Lebenswegen und Schicksalen. Hintergrundtexte erläutern den historischen Kontext und rücken den bisher wenig beachteten Deportationsort Minsk ins Bewusstsein.

Anja Reuss | Kristin Schneider (Hrsg.)
Berlin–Минск. Unvergessene Lebensgeschichten
Ein Gedenkbuch zur Erinnerung an die nach Minsk deportierten Berliner Jüdinnen und Juden
Metropol Verlag 2013 | ISBN: 978-3-86331-116-2 | ca. 500 Seiten | 24,– Euro

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5. / 6. Juni 2013, 19.30 Uhr
Überleben im Versteck II
ÜBERLEBENDE JÜDISCHE KINDER DES HOLOCAUST
BIOGRAFISCHES THEATER MIT JUGENDLICHEN UND ZEITZEUGEN

5. / 6. Juni 2013, 19.30 Uhr, Überleben im Versteck II
ÜBERLEBENDE JÜDISCHE KINDER DES HOLOCAUST
BIOGRAFISCHES THEATER  MIT JUGENDLICHEN UND ZEITZEUGEN

Eine Kooperation zwischen:
THEATERTEAM Berlin und des Käthe Kollwitz Gymnasiums
mit Unterstützung der Zeitzeugin Andrée Leusink.

 Am 5. / 6. Juni 2013 wird in der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum das Theaterstück

Überleben im Versteck aufgeführt, das von der Schauspielerin/Regisseurin Nadja Tenge (Theaterteam Berlin) in Zusammenarbeit mit  Schülern der 11. Klasse des Käthe Kollwitz Gymnasiums Berlin entstanden ist.

AUSGANGSPUNKT ist das Schicksal versteckter jüdischer Kinder im Nationalsozialismus, die zu Tausenden gezwungen waren, sich, getrennt von ihren Eltern lebend, unter schmerzvollen Entbehrungen zu verstecken. Der Theaterarbeit liegen authentische Berichte zu Grunde: Überleben im Versteck von Raphael Delpard, Versteckte Kinder von Dr. Kerstin Muth sowie Zeitzeugen-Berichte der Online-Ausstellung Hidden Children des Holocaust Memorial Museum (USA).

DIE INSZENIERUNG ist eine Collage aus erzähltem Text, improvisierten Szenen, Choreographie und Sound. Die Aufführung sowie die gegenwartsbezogene Rahmenhandlung des Stückes wurden vorwiegend von den Schülern selbst entwickelt. Die Jugendlichen konfrontieren sich über die Einzelschicksale mit historischem Unrecht und ergründen so Motive für Krieg, Gewalt, Intoleranz, Rassismus und Antisemitismus. Eine wesentliche Rolle hierbei spielt die Begegnung und Zusammenarbeit mit der Zeitzeugin Andreé Leusink. Als verstecktes jüdisches Kind hat sie den Holocaust in Frankreich und der Schweiz überlebt. Ihre Schilderungen lieferten den Schülern entscheidende Details bei der Erarbeitung der Charaktere und Szenen.

ÜBERLEBEN IM VERSTECK schildert eindringliche Momente, in denen couragiertes Handeln von Menschen Leben rettete, wo kaum noch Hoffnung bestand. Es vergegenwärtigt die Bedeutung der persönlichen Verantwortung eines Jeden für ein gewaltloses, menschenwürdiges Miteinander – auch in der heutigen Zeit.

Nach jeder Aufführung findet eine moderierte Diskussion statt. Das Publikum kann an das Theaterteam, an die Zeitzeugin sowie an die jugendlichen DarstellerInnen Fragen stellen.

TERMINE:
Vorstellungen:  Mittwoch, 5. Juni 2013 und Donnerstag, 6. Juni 2013
Beginn:                  19.30 Uhr
Eintritt:                   6,00 Euro, ermäßigt 4,00 Euro
ORT:
Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Oranienburgerstr. 28-30
10117 Berlin-Mitte

Bitte planen Sie ausreichend Zeit ein für die Sicherheitskontrollen
und beachten Sie bitte,dass keine Parkplätze zur Verfügung stehen.

VORVERKAUF / RESERVIERUNGEN:
Ticket-Hotline:030 – 880 28 316
E-Mail: theaterteam@freenet.de

KONTAKT:
Nadja Tenge
Tel.      030- 312 86 10
Mobil:  0176/312 12 109
E-Mail: ntenge@freenet.de

TEAM:
Künstlerische Leitung: Nadja Tenge
Darsteller: Schüler der 11. Klasse des Käthe Kollwitz Gymnasiums, Berlin

GEFÖRDERT VON:
Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“

MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG VON:
Stiftung Neue Synagoge Berlin  – Centrum Judaicum,
Theaterhaus Mitte

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16. März 2013: Lange Nacht der Museen


16. März 2013, 19 – 2 Uhr
Lange Nacht der Museen

19:04 Uhr: Hawdala-Zeremonie zum Schabbat-Ausgang mit Kantor Jochen Fahlenkamp

20.30 Uhr Vortrag: Dr. Hans-Jürgen Zacher: “Vern – ich suchte einen Zeitzeugen und fand einen Freund”. Erzählung einer Freundschaft. In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Christlich -Jüdische Zusammenarbeit Berlin

ab 19:30 Uhr Führungen

Nur an diesen Abend zu sehen:

Wechselausstellungen:

Aus Kinder wurden Briefe. Die Rettung jüdischer Kinder aus Nazi-Deutschland

“… auf dem Dienstweg. Die Verfolgung der Beamten, Angestellten und Arbeitern der Stadt Berlin 1933 – 1945

“Fräulein Rabbiner Jonas”. 75 Jahre Ordination zur Rabbinerin

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Buchvorstellung: Monika Schwarz-Friesel & Jehuda Reinharz »Die Sprache der Judenfeindschaft im 21. Jahrhundert«

Mittwoch 6. Februar 2013, 17.00 Uhr

Buchvorstellung: Monika Schwarz-Friesel und Jehuda Reinharz, »Die Sprache der Judenfeindschaft im 21. Jahrhundert«

Wie artikuliert sich im 21. Jahrhundert judenfeindliches Gedankengut? Und wann ist eine Äußerung antisemitisch? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die Sprach und Kognitionswissenschaftlerin Monika Schwarz-Friesel und der Historiker Jehuda Reinharz anhand einer datenreichen Untersuchung des aktuellen judenfeindlichen Sprachgebrauchs. Die detaillierte Analyse der diversen Manifestationsformen
von direktem und indirektem Verbal-Antisemitismus zeigt, welche geistigen Konzepte und emotionalen Ressentiments judeophoben Einstellungen zugrundeliegen. Diese äußern sich in uralten Klischees und Verschwörungstheorien ebenso wie in neuen, israelbezogenen Stereotypen. Die Studie zeigt, wie Juden als Juden verbal ausgegrenzt und beleidigt, belehrt, ermahnt und bedroht werden,
und dass judenfeindliche Äußerungen von vielen Menschen artikuliert werden, als hätte es den Holocaust und seine intensive Aufarbeitung nie gegeben.

Begrüßung
Dr. Sven Fund, Geschäftsführer De Gruyter

Einführende Bemerkungen
Inge Deutschkron

Vorstellung des Buches
Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel, Autorin

Anschließend Fragen und Diskussion

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Buchvorstellung und Lesung: Katharina Stegelmann: Bleib immer ein Mensch

                  12. Februar 2013, 19 Uhr Buchvorstellung und Lesung: Katharina Stegelmann: Bleib immer ein Mensch. Heinz Drossel. Ein stiller Held 1916 – 2008. Die Spiegel-Redakteurin Katharina Stegelmann erzählt die Geschichte eines Mannes, für den von Jugend an Menschlichkeit über allem stand. Heinz, als einziges Kind des Kaufmanns Paul Drossel und seiner Frau Elfriede in Berlin geboren,  ließ sich durch die NS-Diktatur nicht verbiegen. Bis 1939 studierte er Jura. Im Krieg machte ihn die Folterung und Ermordung von Juden, vor allem die Erschießung eines kleinen Jungen, fassungslos und wütend. Er ließ sowjetische  Kriegsgefangene entkommen und engagierte sich als Verteidiger von straffällig gewordenen deutschen Soldaten vor Kriegsgerichten. Marianne, eine junge Jüdin, bewahrte er 1942 vor dem Selbstmord, und im Januar 1945 organisierte er mit Unterstützung seiner Eltern, die seit der Liquidation ihres  Wäschegeschäfts in Senzig (bei Königs Wusterhausen) wohnten, für Günter Fontheim und drei andere Juden ein Versteck. Drossel scheute kein Risiko, wenn er das Leben anderer gefährdet sah. Marianne wurde 1946 seine Frau, Günter sein bester Freund. Der Neubeginn war schwer. Heinz Drossel erkrankte an Tuberkulose. Sein Vater, 1947 in Senzig zum Bürgermeister gewählt, wollte sich den Maximen der SED nicht unterordnen und wurde wegen „Wirtschaftsvergehen“ zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Marianne blieb in der frühen Bundesrepublik als Jüdin eine Außenseiterin. Mit weiter amtierenden früheren NS-Richtern konnte sich Heinz Drossel nicht arrangieren. Er ließ sich von Westberlin nach Baden-Württemberg versetzen, wo er es zum Präsident des Sozialgerichts in Freiburg brachte. Drossel schwieg lange über seine Taten, verletzt durch die schrecklichen Erlebnisse und die „Nicht-Aufarbeitung“ in der Nachkriegszeit. Der in Ann Arbor/Michigan (USA) lebende Physiker Ernest Günther Fontheim regte die Ehrung von Heinz und dessen Eltern als „Gerechte unter den Völkern“ in Yad Vashem im Jahr 2000 an. Auch mit der Verleihung des  Bundesverdienstkreuzes 2001wurden Drossels Taten als Rettungswiderstand gewürdigt. Der immer bescheiden und warmherzig auftretende Zeitzeuge gab bis zu seinem Tod im Jahr 2008 die Botschaft, die ihm einst sein Vater anlässlich der Kommunion mit auf den Weg gegeben hatte, an Schüler weiter: „Mein Junge, bleib immer ein anständiger Mensch, auch wenn Du mal in Schwierigkeiten kommst.“ Katharina Stegelmann zeigt auch anhand von Bildern und Dokumenten, was Heinz Drossel zu Zivilcourage befähigte und warum die deutsche Gesellschaft Menschen, die Widerstand gegen das NS-Unrechtsregime, gegen den Krieg und gegen die Judenmorde geleistet hatten, erst nach Jahrzehnten ehrte. Programm: Begrüßung: Hermann Simon (Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum) Lesung mit Katharina Stegelmann Gespräch Katharina Stegelmann und Ingo Way (Journalist) Katharina Stegelmann, Bleib immer ein Mensch. Heinz Drossel.  Ein stiller Held 1916─2008. Berlin 2013, 256 S., Aufbau Verlag, 19,99 €

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Wie Kohlestücke in den Flammen des Schreckens« – Zeitzeugengespräch mit Naftali Fürst

24. Januar 2013, 18 Uhr

Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, Oranienburger Straße 28–30, 10117 Berlin

Naftali Fürst (*1932) wurde 1942 gemeinsam mit seinen Eltern und seinem Bruder aus seiner Heimatstadt, dem slowakischen Pressburg, in das Lager Sered und später nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Anfang 1945 erreichte er nach einem ›Todesmarsch‹ Buchenwald, wo ihn die Frauen des Lagerbordells pflegten. Einige Tage nach der Befreiung fertigte der Amerikaner Harry Miller am 16. April im dortigen ›Kleinen Lager‹, einer Sterbebaracke, eine Fotografie von ausgemergelten Häftlingen an. Dieses Bild, das bereits nach wenigen Tagen um die ganze Welt gegangen war und heute als Bildikone der Befreiung der Lager gilt, zeigt auch den zwölfjährigen Naftali Fürst, der später dazu sagte:»Ich war schon fast auf der anderen Seite.« Er wanderte 1949 nach Israel aus.

PROGRAMM

Begrüßung

Dr. Hermann Simon, Direktor Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

Grußwort

S. E. Igor Slobodník, Botschafter der Slowakischen Republik

Gespräch

Naftali Fürst und Fritz Pleitgen

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Buchvorstellung: Christoph Kreutzmüller Ausverkauf. Die Vertreibung jüdischer Gewerbetreibender aus Berlin 1933 – 1945

Sehr geehrte Damen und Herren,

zur Vorstellung des Buches von Christoph Kreutzmüller

“Ausverkauf – Die Vernichtung der jüdischen Gewerbetätigkeit in Berlin 1930-1945″

laden wir herzlich am 20. November 2012, um 19:30 Uhr

in den Großen Saal des Centrum Judaicum ein.

Begrüßung:

Dr. Hermann Simon, Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

Prof. Dr. Michael Wildt, Professor für Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert an der Humboldt-Universität zu Berlin

Vortrag:

Dr. Christoph Kreutzmüller, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität zu Berlin

Kaspar Nürnberg liest: Das Schicksal des Hutfedernhändlers Max Kulies

Im Anschluss laden wir Sie herzlich zu einem kleinen Empfang ein.

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