Veranstaltungsarchiv

Veranstaltungshinweis 24.November 2016
Jüdische Frauen im Ersten Weltkrieg

Am Donnerstag, dem 24. November 2016, werden in einem Werkstattgespräch in der Katholischen Akademie
Jüdische Frauen im Ersten Weltkrieg im Mittelpunkt stehen.

Paula Glück, Juliane Hermann und Helene Mayer mussten sich in ihren verschiedenen Positionen,
wie im Verband der deutschen Juden oder in der Kriegshilfskommission der Jüdischen Gemeinde in einer von Männern dominierten Gesellschaft behaupten.

Die Autoren Sabine und Uwe Hank werden die Biographien dieser Frauen vorstellen. An dem Werkstattgespräch nimmt außerdem
Hermann Simon, Gründungsdirektor
des Centrum Judaicum und Herausgeber der Reihe „Jüdische Miniaturen“ teil.

Im Rahmen der Reihe werden die Biographien im Januar 2017 veröffentlicht.

24. November 2016
18:00 Uhr
Katholische Akademie – Hannoversche Straße 5 , 10115 Berlin

Einladung

Veranstaltungshinweis
3. Internationaler Kongress zu Jüdischer Architektur

Bei dem 3. Internationalen Kongress zu Jüdischer Architektur (TU Braunschweig, 21. bis 23. November 2016)

zum Thema „Synagogue and Museum“ ,wird das Centrum Judaicum durch Dr. Chana Schütz,

Kuratorin und stellvertretende Direktorin, vertreten sein.

Der Kongress wird veranstaltet von BET TIFLA Technische Universität Braunschweig ,

in Kooperation mitder Hochschule für jüdische Studien Heidelberg.

Programmheft

06. November 2016, 19.00 Uhr
Pluralisierung des Judentums in Deutschland –
Chance und Herausforderung
Leo Baeck als Wegweiser für ein Judentum in Vielfalt

Im Rahmen der Veranstaltung „Leo Baeck als Wegweiser für ein Judentum in Vielfalt“
zum 60. Todestag des Rabbiners, wurde am 06.11.2016 das vom Deutschen Kulturrat erstellte Dossier
„Koscher, Kippa, Klezmer? – Judentum und Kultur“ durch den Geschäftsführer Olaf Zimmermann
im Centrum Judaicum vorgestellt.
Bei der von der Leo Baeck Foundation organisierten Abendveranstaltung, wurde in diversen Redebeiträgen
u.a. duch die Präsidentin der IKG München und Oberbayern Frau Charlotte Knobloch,
der Staatssekretärin des MWFK Land Brandenburg Frau Dr. Ulrike Gutheil und
der Staatssekretärin und Bevöllmächtigten des Landes Berlin Frau Hella Dunger-Löper,
dem Leben und Werk Leo Baecks gedenkt.
In der anschließenden Podiumsdiskussion wurde die Plurailierung des Judentums in Deutschland näher betrachtet.

In Kooperation mit:
Leo Baeck Foundation
Allgemeine Rabbinerkonferenz
Deutscher Kulturrat
Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

Flyer

26. September 2016
Abendvortrag (in englischer Sprache)
Missing in Translation
von Prof. Dr. Ismar Schorsch

Missing in Translation:
The Fate of the Talmud in the
Struggle of German Jewry for Equality
and Integration

am Montag, den 26. September 2016
um 20 Uhr

im Centrum Judaicum
Oranienburger Straße 28/30
10117 Berlin.

Beachten Sie bitte die Sicherheitskontrollen.

In Kooperation mit:
Abraham Geiger Kolleg
Zentrum Jüdische Studien
School of Jewish Theology

Flyer zur Veranstaltung

14. September 2016, 18 Uhr
Germanija.
Wie ich in Deutschland jüdisch und erwachsen wurde
Lesung und Gespräch

Dezember 1993, Dnepropetrowsk, Ukraine. Der 22-jährige
Dmitrij Belkin nimmt drei Taschen und sechs Bücher, setzt
sich in einen Bus und fährt ins völlig Ungewisse, nach
Deutschland, wie eine Viertelmillion andere Juden aus der
Ex-UdSSR auch. Er kommt als Einwanderer in e in Land im
Umbruch: Postsowjetischer Blick trifft auf alte und neue
Bundesrepublik, in der für ihn und seine Familie eine jüdische
Selbstentdeckung möglich wird. Deutsche Zeitgeschichte
im Spiegel einer sehr persönlichen und zugleich
politischen Erzählung, die ihr Licht auch auf die heutige
turbulente Zeit der Einwanderung wirft.

Dmitrij Belkin, geboren 1971 in der Ukraine (damals UdSSR), kam
1993 als ›Kontingentflüchtling‹ nach Deutschland. In Tübingen schloss
er sein bereits in der Ukraine begonnenes Studium der Geschichte
und Philosophie mit Promotion ab. Nach Stationen am Max-Planck-
Institut für Rechtsgeschichte, beim Jüdischen Museum Frankfurt,
beim Fritz Bauer Institut und einem Jahr in den USA ist er heute als
Referent beim jüdischen Ernst Ludwig Ehrlich-Studienwerk und als
Publizist in Berlin tätig, wo er mit seiner Familie lebt.

Dmitrij Belkin im Gespräch
mit Dr. Hermann Simon
14.09.2016, 18 Uhr
Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum,
Oranienburger Str. 28/30, Berlin

Grußworte: Dr. Anja Siegemund
(Direktorin der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum)
und Jo Frank (Geschäftsführer Ernst- Ludwig-Ehrlich-Studienwerk)

Mit musikalischer Untermalung
von Stefan Graser

Flyer

11. September 2016
Mittenmang & Tolerant – 150 Jahre Neue Synagoge
Tag der Offenen Portale von 10 bis 20 Uhr

Mittenmang-tolerantJubiläumsfeier zum 150. Jahrestag der Einweihung der Neuen Synagoge Berlin

Im September jährt es sich zum 150. Mal, dass die Neue Synagoge in der Oranienburger Straße feierlich eingeweiht wurde. Dieses Jubiläum werden wir am 11. September mit einem Festtag würdig begehen, und zwar im Rahmen des Tages des Offenen Denkmals. Den 150. Jahrestag seit Gründung der Neuen Synagoge sehen wir als sehr wichtigen Anlass und als eine besondere Gelegenheit, um die Bedeutung der Neuen Synagoge für Stadt und Land zu betonen. „Tuet auf die Pforten“, fordert die hebräische Inschrift über den Portalen. Am 150. Jahrestag der Einweihung der Neuen Synagoge werden wir dem nachkommen und alle Portale zur ehemaligen Synagoge weit öffnen.

Auf dem Programm stehen:

  • Open-Air-Konzertauftritte, in Kooperation mit dem Louis Lewandowski Festival
  • Lesungen und Filmvorführungen
  • „Mittenmang & Tolerant“ – Eine Ausstellung zur 150-jährigen Geschichte der Neuen Synagoge
  • Freier Eintritt zu den Ausstellungsflächen
  • Führungen durch die Dauerausstellung

Das komplette Programm als PDF

11. Mai bis 30. Juni 2016
Filmpräsentation – The Rescue:
José Castellanos, Retter von tausenden Juden

The Rescue, Kanada 2016, Englisch mit deutschen Untertiteln
Laufzeit: 23 Minuten

Plakat_Castellanos_Web

THE RESCUE ist ein Kurzfilm über die Geschichte eines Diplomaten namens José Arturo Castellanos aus dem zentralamerikanischen Staat El Salvador. Er nutzte seinen Diplomatenstatus, um während der Shoah tausende Juden zu retten. Dennoch ist José Castellanos heute annähernd unbekannt.

THE RESCUE ist kein gewöhnlicher Dokumentarfilm, sondern eine sehr persönliche Geschichte, mit der die beiden Enkel von José Castellanos den Namen ihres Großvaters vor dem Vergessen bewahren wollen. Die Filmemacher Alvaro und Boris Castellanos zeigen in ihrem Film die Herausforderungen, denen sich ihr Großvater mit seiner großen Rettungsmission stellte. Sie führen Gespräche mit jenen, die durch José Castellanos vor der Shoah gerettet wurden, und auch mit deren Nachkommen, die heute über die ganze Welt verstreut leben.

Der Film zeigt das mutige Handeln eines Einzelnen, der nicht über das Schicksal anderer hinwegsah, sondern Zivilcourage und persönlichen Einsatz bewies, obwohl er Sanktionen zu befürchten hatte.

José Arturo Castellanos Contreras (1891-1977) war ab 1938 Konsul von El Salvador in Hamburg. Bereits zu diesem Zeitpunkt bat er seine Vorgesetzten, darunter den Außenminister El Salvadors, um Erlaubnis, Visa für Juden ausstellen zu dürfen. Diese sollten ihnen ermöglichen, Deutschland zu verlassen. Die Erlaubnis wurde ihm jedoch verweigert.

Von 1941 bis Oktober 1945 Generalkonsul von El Salvador in Genf, beschloss Castellanos, sich nicht an die Anweisungen seiner Vorgesetzten zu halten. In der Folgezeit bestätigte er die angebliche salvadorianische Staatsbürgerschaft für tausende europäische Juden. Die Staatsangehörigkeitspapiere eines neutralen Landes boten Schutz und waren daher lebensrettend. Diese Rettungsoperationen führte Castellanos zusammen mit seinem Freund Gyorgy Mandl durch; ein ungarischer Jude, den Castellanos unter dem Namen George Mandl-Mantello zum Konsulatssekretär El Salvadors in Genf ernannte und damit vor der Verfolgung schützte. Mantello bestätigte mit dem Einverständnis Castellanos die salvadorianische Staatsbürgerschaft für Juden in ganz Europa. Erst im Mai 1944 erhielt Castellanos die Unterstützung seiner Vorgesetzten für die Rettungsaktionen.

José Castellanos wurde im Jahr 2010 von der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem als Gerechter unter den Völkern anerkannt.

Die Rettung | The Rescue, Kanada 2016, Englisch mit deutschen Untertiteln
Der Film wird vom 11. Mai bis zum 30. Juni 2016 innerhalb  der regulären Öffnungszeiten des Museums durchgehend im Centrum Judaicum gezeigt.

 
Bilder der Abendveranstaltung vom 10.05.2016 zu Ehren von José Arturo Castellanos im Auswärtigen Amt
Filmvorführung und Gesprächsrunde:
Rettungsaktionen für Juden während der Shoah, Zivilcourage und Einsatz (kostenfrei für Schulklassen)

weitere Informationen

Veranstaltungshinweis – 21. April 2016, 18 Uhr
The Jewish Experience and the Entangled Web of Orientalism
Vortrag von Prof. Dr. Steven Aschheim

Ort:
Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, Raum 0.01
Sophienstraße 22a
10178 Berlin

Much of the modern Jewish experience can be framed as one of multiple (and at times contradictory) negotiations with Orientalist and Occidentalist discourses that were constructed by, for and against the Jews. The Orientalist web was and remains a kind of all-enveloping thematic
in which nearly all the permutations of modern Jewish history have been played. This lecture will probe these entanglements and analyse not only their ironic and debilitating but also their creative moments from the Enlightenment through to its central role within present-day Israeli political reality.

STEVEN E. ASCHHEIM
is Emeritus Professor of History at the Hebrew University, Jerusalem and held the Vigevani Chair of European Studies.
He also acted as the Director of the Franz Rosenzweig Research Centre for German Literature and Cultural History.

Veranstalter:
Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Berlin und der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

Information:
Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg
030 / 20 93 – 66 311
info@zentrum-juedische-studien.de
www.zentrum-juedische-studien.de

 

 

7. April 2016, 19 Uhr
Grenzen. Jüdische Erfahrungen
Präsentation des neuen Jüdischen Almanachs der
Leo Baeck Institute

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Grenzen Cover© Suhrkamp Verlag.

Veranstaltungsort
Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, Großer Saal
Oranienburger Strasse 28-30, 10117 Berlin

Um Anmeldung wird gebeten unter info@centrumjudaicum.de

Begrüßung:
Dr. Anja Siegemund (Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum)
Moderation:
Gisela Dachs (Publizistin, Tel Aviv)
Als Gäste nehmen folgende Autoren teil:
Prof. Joachim Schlör (University of Southampton)
Assaf Uni (Journalist, Tel Aviv/Berlin)
Gadi Goldberg (Literaturübersetzer, Berlin)

Grenzen bestehen immer und fast überall, sie trennen, blockieren und bremsen, schützen und beschränken. Sie funktionieren als Trennwände, Übergänge oder Nahtstellen. Deren Unüberwindbarkeit hat für Juden in der Vergangenheit aber auch oft den Tod bedeutet. Ihr Dasein als Minderheit und transnational vernetzte Diaspora, die einer spezifischen Tradition verpflichtet war, begründete viele Generationen lang den besonderen Status der Juden in Europa.
In dem Bestreben, als gleichberechtige Bürger dazuzugehören, d.h. in die jeweiligen Mehrheitsgesellschaften aufgenommen zu werden, mussten gesellschaftliche Schranken gesprengt werden. Wer dabei aber seine Identität(en) nicht aufgeben wollte, stand zugleich noch vor einer weiteren Herausforderung: die Bewahrung der eigenen Tradition, was wiederum Abgrenzung bedeutete. In diesem Almanach geht es um die Sichtung und Bedeutung dieser verschiedenen Grenzlinien – innere und äußere, psychologische und mentale, soziale, politische und geographische.

Eine Kooperationsveranstaltung des Leo Baeck Instituts Jerusalem, des Jüdischen Verlags im Suhrkamp Verlag und der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum.

Grenzen. Jüdischer Almanach der Leo Baeck Institute.
Herausgegeben von Gisela Dachs im Auftrag des Leo Baeck Instituts Jerusalem.
Berlin: Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag 2015.

14. März 2016, 18 Uhr
Das Tagebuch der Rywka Lipszyc
Lesung und Gespräch

Veranstaltungsort
Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, Großer Saal
Oranienburger Straße 28-30
10117 Berlin

Anmeldung bis 11. März 2016 erbeten unter info@centrumjudaicum.de

Im Getto Litzmannstadt schreibt die damals 14-jährige Rywka Lipszyc Tagebuch. Während ihre Familie und die Welt um sie herum auseinanderbrechen, versucht Rywka ihrem Leben einen Sinn zu geben. Von Oktober 1943 bis April 1944 notiert sie teils auf Polnisch und teils auf Jiddisch Neuigkeiten, Empfindungen, Träume und Gefühle. Das Tagebuch wurde im Frühjahr 1945 nach der Befreiung des deutschen nationalsozialistischen Konzentrationslagers Auschwitz gefunden und verschwand im Nachlass einer russischen Ärztin. Wie durch ein Wunder wurde es 1995 in den USA wieder entdeckt und erscheint jetzt erstmals auf Deutsch. Von Rywka Lipszyc fehlt bis heute jede Spur.

Aus dem Buch:
Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll. Ach, es ist so schwer … In meiner Fantasie sehe ich verschiedene Bilder, verschiedene, und selbst wenn ein gutes darunter ist, in dem ich etwas Trost finde, dann finde ich erst recht keinen Platz für mich. Ich bin so erschöpft … Schreiben! Nur schreiben! Dann vergesse ich das Essen und alles andere, alles Leid.

PROGRAMM
Begrüßung:
Dr. Anja Siegemund (Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum)
Katarzyna Wielga-Skolimowska (Polnisches Institut Berlin)
Lesung: Kathrin Angerer
Dr. Ingo Loose erläutert den Zusammenhang dieses einzigartigen historischen Dokuments.

Die Einladungskarte als pdf

Eine Gemeinschaftsveranstaltung des Polnischen Instituts Berlin, der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, der Stiftung Topographie des Terrors und des Jüdischen Verlags im Suhrkamp Verlag.

In der „Topographie des Terrors“ ist die Ausstellung
Das Gesicht des Gettos. Bilder jüdischer Photographen aus dem Getto Litzmannstadt 1940-1944
noch bis 28. März 2016 zu sehen.

 

Hier der Radiobeitrag von Maria Ossowski zur Präsentation des Tagebuchs am 14. März im Centrum Judaicum:

Tagebuch Rywka Lipszyc – Beitrag von Maria Ossowski

 

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