Veranstaltungsarchiv

14. September 2016, 18 Uhr
Germanija.
Wie ich in Deutschland jüdisch und erwachsen wurde
Lesung und Gespräch

Dezember 1993, Dnepropetrowsk, Ukraine. Der 22-jährige
Dmitrij Belkin nimmt drei Taschen und sechs Bücher, setzt
sich in einen Bus und fährt ins völlig Ungewisse, nach
Deutschland, wie eine Viertelmillion andere Juden aus der
Ex-UdSSR auch. Er kommt als Einwanderer in e in Land im
Umbruch: Postsowjetischer Blick trifft auf alte und neue
Bundesrepublik, in der für ihn und seine Familie eine jüdische
Selbstentdeckung möglich wird. Deutsche Zeitgeschichte
im Spiegel einer sehr persönlichen und zugleich
politischen Erzählung, die ihr Licht auch auf die heutige
turbulente Zeit der Einwanderung wirft.

Dmitrij Belkin, geboren 1971 in der Ukraine (damals UdSSR), kam
1993 als ›Kontingentflüchtling‹ nach Deutschland. In Tübingen schloss
er sein bereits in der Ukraine begonnenes Studium der Geschichte
und Philosophie mit Promotion ab. Nach Stationen am Max-Planck-
Institut für Rechtsgeschichte, beim Jüdischen Museum Frankfurt,
beim Fritz Bauer Institut und einem Jahr in den USA ist er heute als
Referent beim jüdischen Ernst Ludwig Ehrlich-Studienwerk und als
Publizist in Berlin tätig, wo er mit seiner Familie lebt.

Dmitrij Belkin im Gespräch
mit Dr. Hermann Simon
14.09.2016, 18 Uhr
Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum,
Oranienburger Str. 28/30, Berlin

Grußworte: Dr. Anja Siegemund
(Direktorin der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum)
und Jo Frank (Geschäftsführer Ernst- Ludwig-Ehrlich-Studienwerk)

Mit musikalischer Untermalung
von Stefan Graser

Flyer

11. September 2016
Mittenmang & Tolerant – 150 Jahre Neue Synagoge
Tag der Offenen Portale von 10 bis 20 Uhr

Mittenmang-tolerantJubiläumsfeier zum 150. Jahrestag der Einweihung der Neuen Synagoge Berlin

Im September jährt es sich zum 150. Mal, dass die Neue Synagoge in der Oranienburger Straße feierlich eingeweiht wurde. Dieses Jubiläum werden wir am 11. September mit einem Festtag würdig begehen, und zwar im Rahmen des Tages des Offenen Denkmals. Den 150. Jahrestag seit Gründung der Neuen Synagoge sehen wir als sehr wichtigen Anlass und als eine besondere Gelegenheit, um die Bedeutung der Neuen Synagoge für Stadt und Land zu betonen. „Tuet auf die Pforten“, fordert die hebräische Inschrift über den Portalen. Am 150. Jahrestag der Einweihung der Neuen Synagoge werden wir dem nachkommen und alle Portale zur ehemaligen Synagoge weit öffnen.

Auf dem Programm stehen:

  • Open-Air-Konzertauftritte, in Kooperation mit dem Louis Lewandowski Festival
  • Lesungen und Filmvorführungen
  • „Mittenmang & Tolerant“ – Eine Ausstellung zur 150-jährigen Geschichte der Neuen Synagoge
  • Freier Eintritt zu den Ausstellungsflächen
  • Führungen durch die Dauerausstellung

Das komplette Programm als PDF

11. Mai bis 30. Juni 2016
Filmpräsentation – The Rescue:
José Castellanos, Retter von tausenden Juden

The Rescue, Kanada 2016, Englisch mit deutschen Untertiteln
Laufzeit: 23 Minuten

Plakat_Castellanos_Web

THE RESCUE ist ein Kurzfilm über die Geschichte eines Diplomaten namens José Arturo Castellanos aus dem zentralamerikanischen Staat El Salvador. Er nutzte seinen Diplomatenstatus, um während der Shoah tausende Juden zu retten. Dennoch ist José Castellanos heute annähernd unbekannt.

THE RESCUE ist kein gewöhnlicher Dokumentarfilm, sondern eine sehr persönliche Geschichte, mit der die beiden Enkel von José Castellanos den Namen ihres Großvaters vor dem Vergessen bewahren wollen. Die Filmemacher Alvaro und Boris Castellanos zeigen in ihrem Film die Herausforderungen, denen sich ihr Großvater mit seiner großen Rettungsmission stellte. Sie führen Gespräche mit jenen, die durch José Castellanos vor der Shoah gerettet wurden, und auch mit deren Nachkommen, die heute über die ganze Welt verstreut leben.

Der Film zeigt das mutige Handeln eines Einzelnen, der nicht über das Schicksal anderer hinwegsah, sondern Zivilcourage und persönlichen Einsatz bewies, obwohl er Sanktionen zu befürchten hatte.

José Arturo Castellanos Contreras (1891-1977) war ab 1938 Konsul von El Salvador in Hamburg. Bereits zu diesem Zeitpunkt bat er seine Vorgesetzten, darunter den Außenminister El Salvadors, um Erlaubnis, Visa für Juden ausstellen zu dürfen. Diese sollten ihnen ermöglichen, Deutschland zu verlassen. Die Erlaubnis wurde ihm jedoch verweigert.

Von 1941 bis Oktober 1945 Generalkonsul von El Salvador in Genf, beschloss Castellanos, sich nicht an die Anweisungen seiner Vorgesetzten zu halten. In der Folgezeit bestätigte er die angebliche salvadorianische Staatsbürgerschaft für tausende europäische Juden. Die Staatsangehörigkeitspapiere eines neutralen Landes boten Schutz und waren daher lebensrettend. Diese Rettungsoperationen führte Castellanos zusammen mit seinem Freund Gyorgy Mandl durch; ein ungarischer Jude, den Castellanos unter dem Namen George Mandl-Mantello zum Konsulatssekretär El Salvadors in Genf ernannte und damit vor der Verfolgung schützte. Mantello bestätigte mit dem Einverständnis Castellanos die salvadorianische Staatsbürgerschaft für Juden in ganz Europa. Erst im Mai 1944 erhielt Castellanos die Unterstützung seiner Vorgesetzten für die Rettungsaktionen.

José Castellanos wurde im Jahr 2010 von der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem als Gerechter unter den Völkern anerkannt.

Die Rettung | The Rescue, Kanada 2016, Englisch mit deutschen Untertiteln
Der Film wird vom 11. Mai bis zum 30. Juni 2016 innerhalb  der regulären Öffnungszeiten des Museums durchgehend im Centrum Judaicum gezeigt.

 
Bilder der Abendveranstaltung vom 10.05.2016 zu Ehren von José Arturo Castellanos im Auswärtigen Amt
Filmvorführung und Gesprächsrunde:
Rettungsaktionen für Juden während der Shoah, Zivilcourage und Einsatz (kostenfrei für Schulklassen)

weitere Informationen

Veranstaltungshinweis – 21. April 2016, 18 Uhr
The Jewish Experience and the Entangled Web of Orientalism
Vortrag von Prof. Dr. Steven Aschheim

Ort:
Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, Raum 0.01
Sophienstraße 22a
10178 Berlin

Much of the modern Jewish experience can be framed as one of multiple (and at times contradictory) negotiations with Orientalist and Occidentalist discourses that were constructed by, for and against the Jews. The Orientalist web was and remains a kind of all-enveloping thematic
in which nearly all the permutations of modern Jewish history have been played. This lecture will probe these entanglements and analyse not only their ironic and debilitating but also their creative moments from the Enlightenment through to its central role within present-day Israeli political reality.

STEVEN E. ASCHHEIM
is Emeritus Professor of History at the Hebrew University, Jerusalem and held the Vigevani Chair of European Studies.
He also acted as the Director of the Franz Rosenzweig Research Centre for German Literature and Cultural History.

Veranstalter:
Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Berlin und der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

Information:
Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg
030 / 20 93 – 66 311
info@zentrum-juedische-studien.de
www.zentrum-juedische-studien.de

 

 

7. April 2016, 19 Uhr
Grenzen. Jüdische Erfahrungen
Präsentation des neuen Jüdischen Almanachs der
Leo Baeck Institute

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Grenzen Cover© Suhrkamp Verlag.

Veranstaltungsort
Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, Großer Saal
Oranienburger Strasse 28-30, 10117 Berlin

Um Anmeldung wird gebeten unter info@centrumjudaicum.de

Begrüßung:
Dr. Anja Siegemund (Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum)
Moderation:
Gisela Dachs (Publizistin, Tel Aviv)
Als Gäste nehmen folgende Autoren teil:
Prof. Joachim Schlör (University of Southampton)
Assaf Uni (Journalist, Tel Aviv/Berlin)
Gadi Goldberg (Literaturübersetzer, Berlin)

Grenzen bestehen immer und fast überall, sie trennen, blockieren und bremsen, schützen und beschränken. Sie funktionieren als Trennwände, Übergänge oder Nahtstellen. Deren Unüberwindbarkeit hat für Juden in der Vergangenheit aber auch oft den Tod bedeutet. Ihr Dasein als Minderheit und transnational vernetzte Diaspora, die einer spezifischen Tradition verpflichtet war, begründete viele Generationen lang den besonderen Status der Juden in Europa.
In dem Bestreben, als gleichberechtige Bürger dazuzugehören, d.h. in die jeweiligen Mehrheitsgesellschaften aufgenommen zu werden, mussten gesellschaftliche Schranken gesprengt werden. Wer dabei aber seine Identität(en) nicht aufgeben wollte, stand zugleich noch vor einer weiteren Herausforderung: die Bewahrung der eigenen Tradition, was wiederum Abgrenzung bedeutete. In diesem Almanach geht es um die Sichtung und Bedeutung dieser verschiedenen Grenzlinien – innere und äußere, psychologische und mentale, soziale, politische und geographische.

Eine Kooperationsveranstaltung des Leo Baeck Instituts Jerusalem, des Jüdischen Verlags im Suhrkamp Verlag und der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum.

Grenzen. Jüdischer Almanach der Leo Baeck Institute.
Herausgegeben von Gisela Dachs im Auftrag des Leo Baeck Instituts Jerusalem.
Berlin: Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag 2015.

14. März 2016, 18 Uhr
Das Tagebuch der Rywka Lipszyc
Lesung und Gespräch

Veranstaltungsort
Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, Großer Saal
Oranienburger Straße 28-30
10117 Berlin

Anmeldung bis 11. März 2016 erbeten unter info@centrumjudaicum.de

Im Getto Litzmannstadt schreibt die damals 14-jährige Rywka Lipszyc Tagebuch. Während ihre Familie und die Welt um sie herum auseinanderbrechen, versucht Rywka ihrem Leben einen Sinn zu geben. Von Oktober 1943 bis April 1944 notiert sie teils auf Polnisch und teils auf Jiddisch Neuigkeiten, Empfindungen, Träume und Gefühle. Das Tagebuch wurde im Frühjahr 1945 nach der Befreiung des deutschen nationalsozialistischen Konzentrationslagers Auschwitz gefunden und verschwand im Nachlass einer russischen Ärztin. Wie durch ein Wunder wurde es 1995 in den USA wieder entdeckt und erscheint jetzt erstmals auf Deutsch. Von Rywka Lipszyc fehlt bis heute jede Spur.

Aus dem Buch:
Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll. Ach, es ist so schwer … In meiner Fantasie sehe ich verschiedene Bilder, verschiedene, und selbst wenn ein gutes darunter ist, in dem ich etwas Trost finde, dann finde ich erst recht keinen Platz für mich. Ich bin so erschöpft … Schreiben! Nur schreiben! Dann vergesse ich das Essen und alles andere, alles Leid.

PROGRAMM
Begrüßung:
Dr. Anja Siegemund (Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum)
Katarzyna Wielga-Skolimowska (Polnisches Institut Berlin)
Lesung: Kathrin Angerer
Dr. Ingo Loose erläutert den Zusammenhang dieses einzigartigen historischen Dokuments.

Die Einladungskarte als pdf

Eine Gemeinschaftsveranstaltung des Polnischen Instituts Berlin, der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, der Stiftung Topographie des Terrors und des Jüdischen Verlags im Suhrkamp Verlag.

In der „Topographie des Terrors“ ist die Ausstellung
Das Gesicht des Gettos. Bilder jüdischer Photographen aus dem Getto Litzmannstadt 1940-1944
noch bis 28. März 2016 zu sehen.

 

Hier der Radiobeitrag von Maria Ossowski zur Präsentation des Tagebuchs am 14. März im Centrum Judaicum:

Tagebuch Rywka Lipszyc – Beitrag von Maria Ossowski

 

10. März 2016, 14 Uhr
Öffentliche Präsentation einer NS-Raub- und Beutegutdatenbank

10. März 2016, 14 bis 16 Uhr

Repräsentantensaal der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Oranienburger Str. 28-30, 10117 Berlin.
Um Anmeldung wird gebeten unter info@centrumjudaicum.de

Eine Datenbank über Raub- und Beutegut aus der Zeit des Nationalsozialismus wird am 10. März vorgestellt. Präsentiert wird die interaktive Sammlung Looted Cultural Assets in der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum gemeinsam von Sebastian Finsterwalder (Mitarbeiter Referat Provenienzforschung der Zentral- und Landesbibliothek Berlin) und Sina Latza (Mitarbeiterin Stabsstelle NS-Raub- und Beutegut der Universitätsbibliothek der Freien Universität). Die Veranstaltung eröffnet der Gründungsdirektor der Stiftung Neue Synagoge Berlin, Dr. Hermann Simon. Medienvertreter und andere Interessierte können den Zugang zur Datenbank im Rahmen der Veranstaltung testen und die Ausstellung »Geraubt und genutzt« – Bücher von verfolgten und ermordeten Juden in Berliner Bibliotheken besuchen. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei.
Aufgrund der Sicherheitskontrollen wird empfohlen den Einlass von 13.30 Uhr an zu nutzen.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie in der Pressemitteilung.

3. März 2016, 19.00 Uhr
Überlebende und ihre Nachkommen
Gespräche mit der zweiten Generation

©Helena Schätzle für AMCHA Deutschland e.V.

©Helena Schätzle für AMCHA Deutschland e.V.


Ein persönliches Gespräch mit der zweiten Generation über die innerfamiliären Herausforderungen, moderiert von der Filmemacherin Britta Wauer.

Mit Gabriel Berger, Nea Weissberg und Marguerite Marcus.

Ort:
Neue Synagoge Berlin, Großer Saal (3.OG)
Oranienburger Str. 28-30, 10117 Berlin.


Anmeldung bis zum 2. März 2016 erbeten unter:
veranstaltung@amcha.de

Kinder von Überlebenden verinnerlichen oftmals die unterdrückten Gefühle der Eltern im Prozess der transgenerationellen Übertragung. Sie tragen die Last des Holocaust und der für die Eltern damit verbundenen Trauer in sich. Sie zeigen eine Mischung aus besonderen Stärken und extremer Verwundbarkeit in belastenden Situationen.
Wie wirkt sich die traumatisierende Vergangenheit der Eltern oder Großeltern auf die nachfolgenden Generationen aus? Dieser Frage geht Britta Wauer in einem persönlichen Gespräch nach.

Die Einladungskarte als pdf.

Eine Veranstaltung von AMCHA Deutschland e.V. und der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum im Rahmen der Ausstellung „Leben nach dem Überleben. Überlebende des Holocaust und ihre Familien in Israel“ vom 29. Januar bis 9. März 2016 im Lichthof des Auswärtigen Amts.
Montag-Freitag, 10.00-19.00 Uhr, Eintritt frei.

Montag, 29. Februar 2016
Gedenken an die »Fabrik-Aktion« und den Protest in der Rosenstraße

Am 27. Februar 1943 fand die »Fabrik-Aktion« statt, bei der Tausende Jüdinnen und Juden an ihren Zwangsarbeitsstätten verhaftet und anschließend nach Auschwitz deportiert wurden. In Berlin waren auch viele in sogenannter Mischehe Lebende darunter, die im Sammellager in der Rosenstraße 2-4, dem ehemaligen Wohlfahrtsamt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, interniert wurden. Als ihre Angehörigen, vorwiegend Frauen, erfuhren, wo sie sich befanden, harrten sie tagelang vor dem Gebäude aus – bis zur Freilassung der Inhaftierten.

Programm:

16.00 Uhr
Stilles Gedenken am Mahnmal Große Hamburger Straße, Berlin-Mitte
El Male Rachamin: Kantor Simon Zkorenblut, Kantor der Jüdischen Gemeinde zu Berlin
Kaddisch: Rabbiner Jonah Sievers, Gemeinderabbiner der Jüdischen Gemeinde zu Berlin
Anschließend Schweigemarsch zur Rosenstraße

16.40 Uhr
Gedenkfeier vor der Skulptur von Ingeborg Hunzinger, Rosenstraße, Berlin-Mitte
Gedenkode: Kantorin Esther Hirsch, Kantorin der Synagoge Sukkat Schalom
Begrüßung: Prof. Dr. Günter Morsch, Vorsitzender der Ständigen Konferenz 2016 und Direktor der Stiftung brandenburgische Gedenkstätten
Worte des Gedenkens/Grußworte: Dr. Christian Hanke, Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte und
Dr. Anja Siegemund, Direktorin der Stiftung Neue Synagoge Berlin ─ Centrum Judaicum
Hebräischer Gebetsgesang: Kantorin Esther Hirsch, Kantorin der Synagoge Sukkat Schalom
Merkwort: Dr. Mario Offenberg, Israelitische Synagogen-Gemeinde (Adass Jisroel) zu Berlin
El Male Rachamin und Kaddisch: Rabbiner Yaacov Zinvirt, Rabbiner der Jüdischen Gemeinde in Berlin

17.15 Uhr

Zeitzeugengespräch mit Ruth Winkelmann und Schülerinnen und Schülern der Berlin British School
im Instituto Cervantes, Rosenstraße 18, Berlin-Mitte

Im Instituto Cervantes stehen warme Getränke bereit.

Initiativkreis:
Anne Frank Zentrum; Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA); Bet Debora e.V.; Bezirksamt Mitte von Berlin; Deutsch-Israelische Gesellschaft; Frauenarbeit der Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz; Frauenseelsorge im Erzbistum Berlin; Gedenkstätte Stille Helden; Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.; Israelitische Synagogen-Gemeinde (Adass Jisroel) zu Berlin; Jüdische Gemeinde zu Berlin; Ständige Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum; Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum; Stiftung Topographie des Terrors; Überparteiliche Fraueninitiative Berlin – Stadt der Frauen e.V.

Mit freundlicher Unterstützung des Instituto Cervantes Berlin.

Einladungskarte zur Gedenkfeier Rosenstraße 2016

23. Februar 2016, 18.00 Uhr
Buchpräsentation
Edition »Judenverfolgung 1933–1945«
Band 8: Sowjetunion mit annektierten Gebieten II

Veranstaltungsort
Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Oranienburger Str. 28–30, 10117 Berlin

Anmeldung bis zum 19. Februar erbeten unter: ejv@ifz-muenchen.de

PROGRAMM
Begrüßung: Dr. Anja Siegemund, Direktorin der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Einführung: Prof. Dr. Ulrich Herbert
Lesung: Anette Daugardt, Schauspielerin
Gespräch: Katja Petrowskaja, Buchautorin (Ingeborg-Bachmann-Preis 2013) mit Prof. Dr. Wolfgang Eichwede
Diskussion: Prof. Dr. Ulrich Herbert, Dr. Bert Hoppe, Katja Petrowskaja, Prof. Dr. Andreas Wirsching

Der deutsche Angriff auf die Sowjetunion jährt sich im Juni 2016 zum 75. Mal. Die deutsch besetzten sowjetischen Gebiete gehörten zu den zentralen Tatorten des Holocaust: Hier weiteten die Einheiten der SS, der Polizei und der Wehrmacht den antijüdischen Terror zum Völkermord aus und ermordeten insgesamt mehr als zwei Millionen Juden. Trotz des gewaltigen Ausmaßes dieser Massaker war aber lange Zeit nur wenig über sie bekannt.
Der neu erschienene Band 8 der Edition »Judenverfolgung 1933–1945« dokumentiert mit fast 300 zum überwiegenden Teil erstmals veröffentlichten Dokumenten die Verfolgung der Juden in Weißrussland und der Ukraine während des Krieges.

Eine Veranstaltung des Instituts für Zeitgeschichte, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum in Kooperation mit dem Verlag De Gruyter.

Die Einladungskarte als pdf

Band 8_Sowjetunion mit annektierten GebietenDie Verfolgung und Ermordung
der europäischen Juden durch
das nationalsozialistische
Deutschland 1933 – 1945
Band 8: Sowjetunion mit
annektierten
Gebieten II
Die Quellenedition erscheint im Verlag
De Gruyter und wird herausgegeben
von Susanne Heim, Ulrich Herbert,
Michael Hollmann, Horst Möller, Dieter
Pohl, Simone Walther und Andreas
Wirsching.

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