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18. August – 02. März 2014
Bleiben?! Juden im befreiten Berlin


Im Mai 1945 wurden in Berlin etwa 8 000 Überlebende der nationalsozialistischen Verfolgung befreit. Die wichtigsten Fragen drehten sich um die Beschaffung von Nahrung und Obdach. In ehemaligen Gemeindeeinrichtungen schufen Überlebende Suppenküchen und bemühten sich um gegenseitige Hilfe.
Bereits wenige Tage nach der Befreiung fanden sich an verschiedenen Orten Menschen zu gemeinsamen Gottesdiensten zusammen. Bis Ende September 1945 entstand aus diesen Initiativen die Jüdische Gemeinde zu Berlin mit Hauptsitz in der Oranienburger Straße 28.

Später kamen noch einige Zehntausend jüdische Displaced Persons für kurze Zeit in die Stadt, von denen einige Hundert blieben.

Kaum jemand konnte sich vorstellen, dass nur ein einziger dieser befreiten jüdischen Menschen in der Stadt bleiben würde, in der der millionenfache Massenmord befohlen wurde. Jeder einzelne jüdische Überlebende hatte Verwandte und Freunde verloren, viele waren die einzigen ihrer Familien, die noch am Leben waren.

In 15 Stationen erzählt die Ausstellung mit Bildern, Dokumenten und Objekten die Situation der Überlebenden und ihre Versuche einen Weg ins Leben zurück zu finden. Es werden Menschen vorgestellt, deren Lebensläufe veranschaulichen, wie sehr die Entscheidungen für oder gegen ein Leben in Berlin von den persönlichen Erfahrungen und Möglichkeiten beeinflusst wurden.

Eintritt: 3,00€, ermäßigt 2,50€

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