Aktuelle Veranstaltungen

06. Mai 2019, 17.00 Uhr
„Es war einmal in Jerusalem..“
Präsentation des Begleitband und Podiumsdiskussion zur Ausstellung

Gabriella Rosenthal

Es war einmal in Jerusalem

Programm:

17:00 Uhr – „Intro Rabbiner Tovia Ben-Chorin“
17:05 Uhr –  Begrüßung: Dr. Anja Siegemund,
17:10 Uhr –  Zur Ausstellung und zum Begleitband,
————– Dr. Chana Schütz, Kuratorin der Ausstellung,
17:15 Uhr – Podiumsdiskussion:
—————— Dr. Chana Schütz,
—————— Rabbinner Tovia Ben-Chorin,
—————— Atalya Laufer, Künstlerin

18:00 Uhr – Führung durch die Ausstellung mit Rabbinner Ben-Chorin

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Ringvorlesung zur jüdischen Geschichte
09. April bis 02. Juli 2019

zu Ehren von Dr. Dr. h.c. Hermann Simon
anlässlich seines 70. Geburtstages

Hermann Simon, der an der Humboldt-
Universität als Student 
und Promovend
seinen wissenschaftlichen Weg begonnen
hat, 
war seit ihrer Gründung 1988 bis
zum Jahr 2015 Direktor der Stiftung 
Neue
Synagoge Berlin – Centrum Judaicum.
In diesen Jahrzehnten 
initiierte, kuratierte
und leitete er eine Vielzahl von Aus-
stellungen zu 
verschiedensten Themen
jüdischer Geschichte in Berlin, er ver-
öffentlichte 
zahlreiche wissenschaftliche
Forschungen und formte die Neue 
Synagoge Berlin zu einem der bedeutendsten Orte
jüdischen 
Gedächtnisses.
Anlässlich seines 70. Geburtstages wird Hermann 
Simons
Lebensleistung auf dem Gebiet der Erforschung und Präsen
tation
jüdischer Lebenswelten mit dieser Vorlesungsreihe gewürdigt.

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23. Mai 2019, 18.00 Uhr
Nur wer sich mit der Vergangenheit auseinandersetzt, kann die Zukunft gestalten.
Zeitzeugengespräch mit Tamar Dreifuss

Ort:  Oranienburger Straße 28-30, 10117 Berlin
        Großer Saal

Programm

18.00 Uhr Begrüßung Anja Siegemund
18.10 Uhr Historische Einführung Uwe Neumärker
18.20 Uhr Gespräch mit Tamar Dreifuss und Shelly Kupferberg

Biografisches:

Tamar Dreifuss wurde 1938 in Wilna geboren. Vor dem zweiten Weltkrieg lebten dort 80.000 Juden, etwa ein Drittel der Bevölkerung. Deshalb wurde die Stadt auch als „Jerusalem Litauens“ bezeichnet. Tamar wuchs bei ihren Eltern auf. Ihre Mutter, Jetta Schapiro, hatte ein kleines Geschäft. Nach dem Beginn des Krieges 1939 flohen viele Menschen in Richtung Osten. So war Wilna im Herbst 1940 eine der größten jüdischen Gemeinden Europas. Die jüdische Familie Schapiro wurde gezwungen, ihre Wohnung in Wilna zu verlassen. Sie fanden Unterkunft in Ponar, einem nahe gelegenen Ort. Hier wurden sie ein Jahr später, nach dem Einmarsch der Deutschen, Zeugen von Massenerschießungen. Zu den Opfern gehörte auch Tamars Großmutter. Später gelangte die Familie auf schwierigen Wegen in das neugeschaffene Ghetto von Wilna und versuchte dort zu überleben. Im September 1943 sah Tamar ihren Vater, Jascha Schapiro, zum letzten Mal. Gemeinsam mit ihrer Mutter wurde sie in einem Viehwaggon in das Durchgangslager Tauroggen deportiert. Wie durch ein Wunder konnte Jetta Schapiro mit ihrer Tochter fliehen: Nach einer angeordneten Gemeinschaftsdusche besorgte sie für sich und Tamar ordentliche Kleidung und passierte mit dem Kind an der Hand selbstbewusst den diensthabenden Wachmann, als seien sie nur Besucherinnen gewesen. Nach der geglückten Flucht brachte die Mutter sich und ihre Tochter als Arbeiterin auf Bauernhöfen durch. Dabei lebte sie in ständiger Angst, als Jüdin erkannt zu werden. Am 13. Juli 1944 wurde Wilna durch die Rote Armee befreit. Tamar und ihre Mutter kehrten dorthin zurück und erfuhren, dass der Vater im KZ ermordet worden war. Jetta Schapiro heiratete nach dem Krieg Siegmund Rosenzweig. Zusammen mit Tamar wanderten sie 1948 nach Israel aus. Dort machte Tamar eine Ausbildung zur Erzieherin. Nach ihrer Heirat im Jahr 1959 zog sie mit ihrem Mann Harry nach Deutschland und arbeitete als Religionslehrerin und Pädagogin. Tamar übersetzte die Lebensgeschichte ihrer Mutter Jetta Schapiro-Rosenzweig aus dem jiddischen Original ins Deutsche. Es wurde unter dem Titel „Sag niemals, das ist dein letzter Weg“ veröffentlicht.

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