Aktuelle Veranstaltungen

11. Dezember 2019 / 18.00 Uhr
Jüdisch Literarisches Rondeel

Start einer neuen Reihe

Thema: Das Schreiben der eigenen Familienbiographie


Zu Gast:
Maxim Leo: „Wo wir zu Hause sind“. Die Geschichte meiner verschwundenen Familie.

In seinem „großen Lebensroman“ (Martin Doerry, Literaturspiegel) spürt Maxim Leo der Geschichte seiner weitverzweigten jüdischen Familie nach, die auf der Flucht vor den Nazis in alle Winde zerstreut wurde. Auf der Suche nach dieser Vergangenheit entdeckt er eine Zusammengehörigkeit, die keine Grenzen kennt. Und auch seine Cousins und Cousinen spüren eine seltsame Verbindung zu ihrer verlorenen Heimat. Es zieht sie zurück nach Berlin, in die Stadt ihrer Vorfahren, die sie neu entdecken und erfahren.

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Veranstaltungshinweis
15. Dezember 2019 / 11.00 –13.00 Uhr
Der Aufstand gegen die Nazigeneration
[1967–1968]

Aus der Reihe:
Der Skandal als vorlauter Bote.
Die großen deutschen Geschichtsdebatten 1956 bis 2014

Zwei Jahrzehnte nach dem Ende des „Dritten Reiches“ stellte ein Aufstand der Generation, die erst im Krieg oder kurz danach geboren worden war, das Verhalten der eigenen Eltern ab 1933 wie deren Umgang damit nach dem 8. Mai 1945 radikal in Frage. Hatten die Eltern ihre Nachkriegsidentität durch Auslöschung der Nazizeit aus der Erinnerung gewonnen, so begründeten ihre Söhne und Töchter eine neue Identität, indem sie die Verbrechen des NS-Regimes und deren Leugnung nach dem Krieg zum Angelpunkt der deutschen Geschichte erklärten und die Kritik daran zur Bedingung für das Entstehen einer demokratischen Kultur in der BRD machten. Der Historiker Saul Friedländer hat diesen Epochenbruch wie dessen Akteure präzise benannt: „Die Studenten stellten zum ersten Mal die Frage: ‚Wo warst du, Vater?‛“ // Film von Hannes Heer, WDR 1988.

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16.01.2020 /18.00 Uhr
»Endzeit in Ostpreußen« –
Lesung mit Johanna Wokalek

Januar 1945: Hunderttausende ostpreußische Zivilisten sind auf der überstürzten
Flucht 
vor der Roten Armee. Gleichzeitig löst die SS die Außenlager des KZ Stutthof
auf und sammelt 
etwa 13.000 Häftlinge in Königsberg. Am 26. Januar werden bei
starkem Frost bis zu 
7.500 zumeist jüdische Frauen aus Polen und Ungarn an die
Ostseeküste bei Palmnicken 
getrieben und Tausende in der Nacht des 31. Januar
am Strand erschossen. Den Todesmarsch 
und das anschließende Massaker
überleben nur 30 Personen – eine von ihnen ist Maria Blitz 
(1918 – 2016) aus
Krakau. 55 Jahre später schreibt sie ihre Erinnerungen über Verfolgung 
und
Gefangenschaft zwischen 1939 und 1945 sowie ihr Leben nach dem Krieg unter
dem 
Titel My Holocaust in ihrer neuen Heimat USA nieder.
Anlässlich des 75. Jahrestages würdigt 
die Veranstaltung die Opfer der größten
Massenerschießung auf deutschem Boden.

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