Aktuelle Veranstaltungen

Montag, 27. Februar 2017
Gedenken an die »Fabrik-Aktion« und den Protest
in der Rosenstraße

Am 27. Februar 1943 fand die »Fabrik-Aktion« statt, bei der Tausende Jüdinnen und Juden
an ihren Zwangsarbeitsstätten verhaftet und anschließend nach Auschwitz deportiert wurden.
In Berlin waren auch viele in sogenannter Mischehe Lebende darunter, die im Sammellager in
der Rosenstraße 2-4, dem ehemaligen Wohlfahrtsamt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin,
interniert wurden. Als ihre Angehörigen, vorwiegend Frauen, erfuhren, wo sie sich befanden,
harrten sie tagelang vor dem Gebäude aus – bis zur Freilassung der Inhaftierten.

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Dienstag, 28. Februar, 20.00 Uhr
Kafka geht ins Kino (II) „Nachmittag Palästinafilm“
Filmvorführung: Shiwath Zion

Ort : Literarisches Kolloquiuum
         Am Sandwerder 5
         14109 Berlin

Eintritt:
8,-€ Erwachsene / 5,-€ ermäßigt

„Nachmittag Palästinafilm.“ liest man, datiert auf den 23. Oktober 1921, in Kafkas Notizbuch.
Auf Betreiben der zionistischen Zeitschrift „Selbstwehr“ wurde in einer geschlossenen Vor-
führung im Prager Kino „Lido-Bio“ der heroische Aufbruchsfilm „Shiwath Zion“ (Rückkehr
nach Zion) gezeigt. „Hauptsächlich gilt es ja für die Durchschnittsmasse der Juristen, dass
sie erst zu Staub zerrieben werden müssen, ehe sie nach Palästina dürfen, denn Erde braucht
Palästina, aber Juristen nicht“, schreibt Franz Kafka indes 1921 in einem Brief an Robert
Klopstock. Aber auch wenn Kafka zum Zionismus in einem ambivalenten Verhältnis stand,
so zwang ihn doch der zunehmende Antisemitismus in Prag, sich ernsthaft mit dem Ge-
danken der Auswanderung auseinanderzusetzen: „Ist es nicht selbstverständlich, dass man von
dort weggeht, wo man so gehasst wird (Zionismus oder Volksgefühl ist dafür gar nicht nötig)?“
Im Anschluss an den Film diskutiert Hanns Zischler mit Anja Siegemund, Leiterin des Centrum
Judaicum, und Stewart Tryster, ehemaliger Leiter des Steven Spielberg Jewish Film Archives,
Jerusalem.

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07. März 2017, 14.00 Uhr – Kuratorenführung
„Berlin lebt auf!“
Die Fotojournalistin Eva Kemlein (1909-2004)

mit Chana Schütz, Kuratorin und stellvertretende Direktorin Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

Sie war die Chronistin des Berliner Nachkriegs- und Theaterlebens. Als Bildjournalistin der Berliner Zeitung, deren erste Ausgabe 1945 die Überschrift „Berlin lebt auf!“ trug, prägten Eva Kemleins Bilder das Gedächtnis der Nachkriegszeit. Sie selbst hatte die Nazizeit als Jüdin versteckt in Berlin überstanden.
1950 dokumentierte sie das Berliner Stadtschloss vor seiner Sprengung.

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14. Mai .2017, 09.45 Uhr Studienexkursion
Mendelssohn – Orte in Berlin

Führung von Eva Ghosh, Thomas Lackmann, Claudia Malzfeldt und Sebastian Panwitz
zu Wohn-, Wirkungs- und Grabstätten der Familie Mendelssohn aus drei Jahrhunderten.

Startpunkt:    9.45 Uhr am Friedhof Große Hamburger Straße 26
Anmeldung:   reservierung@mendelssohn-remise.de

Tickets: 25,-€ pro Person /
……….. 45,-€ für Hamburger Teilnehmer , inkl. An- und Rückreise Bahnfahrt Berlin-Hamburg

Veranstalter:
Mendelssohn – Gesellschaft
Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum,
Ev. Friedhofsverband  Berlin Stadtmitte,
Institut für die Geschichte der deutschen Juden,
Fanny – und Felix-Mendelssohn-Gesellschaft Hamburg

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