Veranstaltungsarchiv

07. März 2017, 14.00 Uhr – Kuratorenführung
„Berlin lebt auf!“
Die Fotojournalistin Eva Kemlein (1909-2004)

mit Chana Schütz, Kuratorin und stellvertretende Direktorin Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

Sie war die Chronistin des Berliner Nachkriegs- und Theaterlebens. Als Bildjournalistin der Berliner Zeitung, deren erste Ausgabe 1945 die Überschrift „Berlin lebt auf!“ trug, prägten Eva Kemleins Bilder das Gedächtnis der Nachkriegszeit. Sie selbst hatte die Nazizeit als Jüdin versteckt in Berlin überstanden.
1950 dokumentierte sie das Berliner Stadtschloss vor seiner Sprengung.

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Dienstag, 28. Februar, 20.00 Uhr
Kafka geht ins Kino (II) „Nachmittag Palästinafilm“
Filmvorführung: Shiwath Zion

„Nachmittag Palästinafilm.“ liest man, datiert auf den 23. Oktober 1921, in Kafkas Notizbuch.
Auf Betreiben der zionistischen Zeitschrift „Selbstwehr“ wurde in einer geschlossenen Vor-
führung im Prager Kino „Lido-Bio“ der heroische Aufbruchsfilm „Shiwath Zion“ (Rückkehr
nach Zion) gezeigt. „Hauptsächlich gilt es ja für die Durchschnittsmasse der Juristen, dass
sie erst zu Staub zerrieben werden müssen, ehe sie nach Palästina dürfen, denn Erde braucht
Palästina, aber Juristen nicht“, schreibt Franz Kafka indes 1921 in einem Brief an Robert
Klopstock. Aber auch wenn Kafka zum Zionismus in einem ambivalenten Verhältnis stand,
so zwang ihn doch der zunehmende Antisemitismus in Prag, sich ernsthaft mit dem Ge-
danken der Auswanderung auseinanderzusetzen: „Ist es nicht selbstverständlich, dass man von
dort weggeht, wo man so gehasst wird (Zionismus oder Volksgefühl ist dafür gar nicht nötig)?“
Im Anschluss an den Film diskutiert Hanns Zischler mit Anja Siegemund, Leiterin des Centrum
Judaicum, und Stewart Tryster, ehemaliger Leiter des Steven Spielberg Jewish Film Archives,
Jerusalem.

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Montag, 27. Februar 2017
Gedenken an die »Fabrik-Aktion« und den Protest
in der Rosenstraße

Montag, 27. Februar 2017Gedenken an die »Fabrik-Aktion« und den Protest in der Rosenstraße

Am 27. Februar 1943 fand die »Fabrik-Aktion« statt, bei der Tausende Jüdinnen und Juden
an ihren Zwangsarbeitsstätten verhaftet und anschließend nach Auschwitz deportiert wurden.
In Berlin waren auch viele in sogenannter Mischehe Lebende darunter, die im Sammellager in
der Rosenstraße 2-4, dem ehemaligen Wohlfahrtsamt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin,
interniert wurden. Als ihre Angehörigen, vorwiegend Frauen, erfuhren, wo sie sich befanden,
harrten sie tagelang vor dem Gebäude aus – bis zur Freilassung der Inhaftierten.

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Sonntag, 29. Januar 2017 – „Berlin sagt Danke“
Ganztägig freier Eintritt im Centrum Judaicum

Berlin sagt Danke!

„Berlin sagt Danke!“ ist eine berlinweite Dankaktion für alle ehrenamtlich
tätigen Berlinerinnen und Berliner. Auch in diesem Jahr beteiligt sich das
Centrum Judaicum mit 90 weiteren Institutionen wieder an dem Aktionstag
und gibt allen Besucherinnen und Besuchern erneut die Möglichkeit, die
Ausstellungsräume kostenfrei zu besichtigen.

Ausführliche Informationen zum Programm erhalten Sie hier.

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12. Januar 2017
Sprachmusik
Kompositionen nach Texten von Nelly Sachs

Sachs (c) Suhrkamp-VerlagAnlässlich des 125. Geburtstages von Nelly Sachs erinnerte
die 
Freie Akademie der Künste in Hamburg in
Zusammenarbeit mit Stiftung Neue Synagoge Berlin–
Centrum Judaicum
in einer Abendveranstaltung an die

jüdische Lyrikerin und Nobelpreisträgerin.

Konzeption: Klaus Hinrich Stahmer
Mitarbeit: Paul Kersten

Centrum Judaicum – Großer Saal
Oranienburger Straße 28/30
10117 Berlin.

Einladung
Pressemeldung

Programm:

Musik I
Klaus Hinrich Stahmer Inschrift der Vergänglichkeit für Klavier solo (2016)
Einführung 
Nelly Sachs rezitiert In der Flucht (CD)
Interpretation Paul Kersten In der Flucht (Video)
Musik II
Peter Ruzicka ausgeweidet die zeit… drei nachtstücke für Klavier solo (1969)
Interpretation  
Paul Kersten zur Frage der Vertonung von Gedichten Nelly Sachs‘ (Video)
Musik III
Walter Steffens Völker der Erde für eine Singstimme und Klavier (1985)
Hermann Reutter Chassidim tanzen aus: Vier Lieder nach Gedichten von Nelly Sachs (1972)
Musik IV
Annette Schlünz, Teil II aus „Abschieds-Schaukel“ für zwei Singstimmen und Klavier (1985/2016) UA
Interpretation Paul Kersten zur Persönlichkeit von Nelly Sachs (Video)
Musik V
Alexander Muno Vier Grabschriften von Nelly Sachs für Sopran und Klavier (2016) 
Wolfgang Rihm Drei Gedichte von Nelly Sachs für Mezzosopran und Klavier (2016) 

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Veranstaltungshinweis
Louis Lewandowski Festival
15. bis 18. Dezember 2016

Das diesjährige Festival ist der Zeit vor Louis Lewandowski gewidmet,
der jüdischen Renaissance und dem Barock in der Synagogalmusik.
Neben Chören aus Basel, Leipzig und  Johannesburg sind natürlich
auch Berliner Chöre wieder vertreten.

Flyer

Programm

Weitere Informationen und Tickets erhalten Sie hier .

07. Dezember 2016
Gesprächsrunde (in englischer Sprache)
Jewish Women in Europe – Creating Alternatives

mit Anna Makówka-Kwapisiewicz (Krakau), Barbara Pendzich (Breslau), Dragana Stojanović (Belgrad)

Moderation: Tanja Berg & Lara Dämmig

Im September 2016 fand die 8. Bet Debora Tagung in Wrocław/Breslau zum Thema
„Jewish Women in Europe – Creating Alternatives“ statt. 

Die Gesprächsrunde, zu der Referentinnen und Organisatorinnen der Tagung eingeladen
waren, 
griff die Debatten der Tagung auf und regte dazu an, Ideen zur Gestaltung eines
zeitgemäßen Judentums auch in Berlin zu diskutieren.

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Veranstaltungshinweis – 8. Dezember 2016
ACHAVA „Hört die Zeugen“
Un-er-setz-bar – Begegnung mit Überlebenden

Ausstellungseröffnung und Podiumsgespräch

Ort:   Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund
Moh
renstraße 64, 10117 Berlin

Einladung_Hört_die_Zeugen

Un-er-setz-bar_Flyer_download 22.07.02

Crowdfundingaktion von
Filmarchiv Austria, Film und Gesellschaft, Wien
22. Oktober bis 10. Dezember 2016

Im Oktober 2015 entdeckte ein französischer Sammler auf einem Pariser Flohmarkt altes Filmmaterial. Es stellte sich heraus, dass es sich hier um die bisher lang gesuchten, fehlenden Teile des vielleicht wichtigsten österreichischen Stummfilms DIE STADT OHNE JUDEN (A 1924) handelte.

Der Film wurde nach einer Romanvorlage des jüdischen Schriftstellers und Journalisten Hugo Bettauer 1924 in Wien gedreht und zeigt in beklemmender Voraussicht die kulturelle und wirtschaftliche Verarmung einer Stadt nach Vertreibung der jüdischen Bevölkerung.

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Veranstaltungshinweis 24. November 2016
Jüdische Frauen im Ersten Weltkrieg

In einem Werkstattgespräch in der Katholischen Akademie standen Jüdische Frauen im Ersten Weltkrieg im Mittelpunkt.

Paula Glück, Juliane Hermann und Helene Mayer mussten sich in ihren verschiedenen Positionen, wie im Verband der deutschen Juden oder in der Kriegshilfskommission der Jüdischen Gemeinde, in einer von Männern dominierten Gesellschaft behaupten.

Die Autoren Sabine Hank und Uwe Hank stellten die Biographien dieser Frauen vor. An dem Werkstattgespräch nahm außerdem Hermann Simon, Gründungsdirektor des Centrum Judaicum und Herausgeber der Reihe „Jüdische Miniaturen“ teil.

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