Ausstellungen, Vergangene Ausstellungen

04. Mai 2017 – 25. Februar 2018
Berlin 1937 – Im Schatten von morgen
Märkisches Museum

„Gebt mir vier Jahre Zeit“ – so lautete in Anlehnung an ein Hitler-Zitat von 1933 der Titel einer Ausstellung, die 1937 in den Berliner Messehallen zu sehen war.

1937 hatte dann die nationalsozialistische Diktatur den Alltag in Deutschland nachhaltig durchdrungen. Das Jahr zuvor war geprägt vom deutschen Einmarsch ins entmilitarisierte Rheinland und von den Olympischen Spielen. Schon bald folgten der „Anschluss“ Österreichs, die Sudetenkrise und das Novemberpogrom. Doch 1937 herrschte eine Phase trügerischer Ruhe – auch in Berlin.

Wie präsentierte sich die Metropole den Menschen zwischen Wohnung, Schule und Arbeitsplatz, zwischen Kirche und Synagoge, zwischen Luftschutzübung und Tanzvergnügen? Was änderte sich unter der NS-Herrschaft, was blieb wie es war? Welche Konsequenzen ergaben sich daraus für Einzelne und für Gesellschaftsgruppen? Und: Wie deutlich war der verbrecherische Charakter des Systems schon vor Krieg und Holocaust erkennbar?

Einzigartige, erstmals ausgestellte Originalobjekte, historische Fotos, Dokumente, Tonaufnahmen und Filmausschnitte zeigen die scheinbare Normalität unter dem NS-Regime. Aus ganz unterschiedlichen Perspektiven geben sie mit multimedialer Unterstützung tiefe Einblick in das damalige Leben der Stadt.

Vom 4. Mai 2017 bis zum 25. Februar 2018 präsentiert die Stiftung Stadtmuseum in Kooperation mit der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum im Märkischen Museum die Ausstellung Berlin 1937 – Im Schatten von morgen.

Das Buch zur Ausstellung Berlin 1937 – Im Schatten von morgen mit Beiträgen von Chana Schütz und Hermann Simon erscheint im Verlag M mit der ISBN 978-3-939254-43-0 zum Preis von 18,90 €.

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