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13. Juni 2013, 11 Uhr: Buchvorstellung: Marianne Awerbuch: Ausgewählte Schriften

Buchpräsentation

13. Juni 2013, 11 Uhr

Marianne Awerbuch: Ausgewählte Schriften

Unpublizierte und publizierte Texte der Berliner Historikerin für Jüdische Geschichte

Herausgegeben von Clarissa Busse und Hartmut Zinser

Berlin: AphorismA Verlag 2013

Marianne Awerbuch wurde 1917 in Berlin geboren wo sie auch im Jahre 2004 starb. Obwohl sie aus einem großbürgerlichen, ‚assimilierten‘ jüdischen Elternhaus stammte, hat sie sich zur Kennerin jüdischer Geschichte und Literatur entwickelt – dies allerdings spät und auf verschlungenem Pfade, der sie von Berlin nach Palästina/ Israel und wieder zurück nach Berlin geführt hat.

Awerbuchs wissenschaftliches Interesse hat der ‚christlich-jüdischen Beziehungsgeschichte‘ gegolten.  Es war eines ihrer  dringendsten Anliegen  zu vermitteln, dass es durch alle Zeiten eine gegenseitige Beeinflussung beider Kulturen gab.

Neben ihrer Dissertation „Über die Motivationen der burgundischen Politik im 14. und 15. Jahrhundert“ (1970), ihrer Habilitation (1974) “Christlich – jüdische Begegnungen im Zeitalter der Frühscholastik“ (1980) und einer Studie zur Geschichtsdeutung der Juden in Spanien vor der Vertreibung („Zwischen Hoffnung und Vernunft“, 1985), hat sie eine Reihe von Aufsätzen und Vorträgen geschrieben, die z.T. an entlegenen Stellen publiziert waren. Auch fanden sich in ihrem Nachlaß zwei unpublizierte und eine veröffentlichte Vorlesung zum Judentum, die ursprünglich an der Lessings Hochschule gehalten, dann auch ihrer Lehre an der Freien Universität zugrunde lagen. Neben diesen drei Texten haben Clarissa Busse und Hartmut Zinser  für den Sammelband vier Aufsätze ausgewählt, die hervorragend ihre Positionen, Ansätze, Fragestellungen und Arbeitsweise zeigen.

Bereits 2007 konnte von Hermann Simon (CJ) und Hartmut Zinser (FU Berlin) Awerbuchs „Erinnerungen aus einem streitbaren Leben. Von Berlin nach Palästina – Von Israel nach Berlin“ herausgeben werden, die auf einem Manuskript, dass sie bei ihrem Tode hinterlassen hat, beruhen.

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