Veranstaltungen, Veranstaltungsarchiv

26. April 2017
Konferenz Stolpersteine 2017

Seit dem Jahr 2013 bietet die Konferenz Stolpersteine im Roten Rathaus zahlreichen Ehrenamtlichen und Initiativen sowie einem nationalen und internationalen Fachpublikum einmal im Jahr die Gelegenheit, sich über das Erreichte und die künftigen Perspektiven der Stolpersteine auszutauschen.

Der Vorgang des Erinnerns selbst ist verankert in der jüdischen Tradition. In Deutschland hat sich in den letzten Jahrzehnten eine Erinnerungskultur ausgebildet, die zum Fundament der Republik gehört und von Juden und Nichtjuden getragen wird. Wir sind heute in einem Prozess, in dem die kollektive Gedenkkultur an die Shoah immer mehr durch eine „Individualisierung der Erinnerung“ ergänzt oder auch ersetzt wird, oder sogar beides miteinander in Konkurrenz tritt.

Wie sind individuelle Erinnerung und Gedenkkultur an die Shoah aufeinander bezogen? Sind dies tatsächlich Antagonismen? Gibt es dabei spezifisch jüdische Perspektiven? Werden diese immer mehr obsolet – oder gerade nicht? Was bedeutet es für die zukünftige Erinnerungskultur, dass die Generation der Täter und der Überlebenden ausstirbt?

Einführung und Moderation: Dr. Anja Siegemund, Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

Mit Dr. Elke Gryglewski, Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannseekonferenz
und Dr. Yael Kupferberg, School of Jewish Theology

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