Veranstaltungsarchiv

24. April 2014
„Von Berlin nach Buenos Aires.
Ellen Marx – deutsch-jüdische Emigrantin und Mutter der Plaza de Mayo“
Buchpräsentation und Lesung

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1939 gelang Ellen Marx mit ihrer jüdischen Pfadfindergruppe die Flucht nach Argentinien, wo sie eine Familie gründete und ihr Leben in der wachsenden jüdischen Gemeinde von Buenos Aires verbrachte. Als nach dem Putsch der Militärs 1976 ihre 28-jährige Tochter Nora verschwand, begann für sie eine lebenslange Suche.

Jeanette Erazo Heufelder (Potsdam) stellte die Geschichte dieser Gründerfigur der deutsch-jüdischen Gemeinde von Buenos Aires vor, aus der eine „Mutter der Plaza de Mayo“ wurde. Der Menschenrechtsanwalt Wolfgang Kaleck (European Center for Constitutional and Human Rights e.V.), der eng mit Ellen Marx zusammenarbeitete, sprach ergänzend über die Fälle des „Verschwindenlassens“ von Nachkommen deutsch-jüdischer Flüchtlinge, die er als Sprecher der Koalition gegen Straflosigkeit 1999 im Auftrag ihrer Angehörigen bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg Fürth einreichte.
Moderator: Carsten Hueck

Die Lesung fand im Rahmen des Jubiläums der 20-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Buenos Aires statt.

Weitere Veranstalter, neben dem Centrum Judaicum, waren der Metropol Verlag in Berlin sowie das European Center for Constitutional and Human Rights.

 

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