Aktuelle Ausstellungen

FAMILY BUSINESS
Erinnern als künstlerisches Motiv
22. Januar – 29. März 2020

Eröffnung: Mittwoch, 22. Januar 2020, 18.00 Uhr
(Eintritt frei, Einlass bis 19:30 Uhr)

  • Begrüßung: Dr. Anja Siegemund, Direktorin Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
  • Grußworte: Gerry Woop, Staatssekretär für Europa, Berlin
  • Eröffnungsvortrag: Dr. Eckhart J. Gillen, Kunsthistoriker und Kurator, Berlin
  • Text-Performance: Arnold Dreyblatt, Künstler, Berlin

 

„Ich wusste, dass es meine Aufgabe war, etwas dafür zu tun, dass diese verschwundene Welt nicht ganz der Vergessenheit anheimfallen würde“, schrieb Roman Vishniac im Vorwort zu seinem Fotoband A Vanished World (New York 1983). Wie viel Unbewusstes, Ungewusstes tragen wir – persönlich oder kollektiv – auf inneren Schultern durch die Zeit? Wie viele solcher dem Vergessen entrissenen Leerstellen könnten zu Lehrstellen einer Verständigung werden? Wie ist die Vergangenheit im Heute präsent und wie beeinflusst sie uns?

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AUSGEWIESEN! Berlin, 28.10.1938
Die Geschichte der „Polenaktion“
08.07. – 28.02.2019

Eine Ausstellung des Aktiven Museums Faschismus und Widerstand in Berlin e.V. und des Osteuropa-Instituts der Freien Universität Berlin

Am 28. und 29. Oktober 1938 verhafteten die Nationalsozialisten im Rahmen der „Polenaktion“
rund 17.000 jüdische Menschen und schoben sie in das Nachbarland Polen ab, weil sie polnische
Staatsangehörige waren. In Berlin wurden mehr als 1.500 jüdische Bewohnerinnen und Bewohner
in ihren Wohnungen oder auf der Straße verhaftet und an die deutsch-polnische Grenze transportiert.
Die meisten von ihnen mussten zu Fuß die Grenze überqueren und erreichten die polnische
Kleinstadt Zbąszyń (Bentschen).
Insgesamt kamen am 28. und 29. Oktober über 8.000 ausgewiesene Jüdinnen und Juden in diesem
Ort an. Rund zehn Monate mussten sie in improvisierten Notunterkünften in Zbąszyń ausharren.
Einigen wenigen wurde die Rückreise ins Reichsgebiet gestattet, anderen gelang die rettende
Emigration ins Ausland oder sie durften zu Verwandten ins Landesinnere Polens weiterreisen.
Nach dem Einmarsch der Deutschen Wehrmacht gerieten sie hier in die Fänge der Besatzer.
Viele von ihnen wurden in den Ghettos und Lagern ermordet.

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