Allgemein

geraubt und genutzt. Bücher von verfolgten und ermordeten Juden in Berliner Bibliotheken

Maria Winkler, 5,90 €

20140526_090334-kl1
In den deutschen Bibliotheken befinden sich noch immer Bücher, die ihren Eigentümern während der NS-Herrschaft geraubt wurden.
Das Thema NS-Raubgut wird in der öffentlichen Diskussion meist nur mit Rückgaben von wertvollen Gemälden in Verbindung gebracht. Geraubte Bücher hingegen scheinen wertlos – für die Beraubten und deren Familien sind sie jedoch unersetzliche, ja unschätzbare Erinnerungsstücke.
Nach den Deportationen blieben die Bücher meist in den verlassenen Wohnungen zurück, wurden zusammen mit dem übrigen Hausrat beschlagnahmt und danach verwertet. Auch die Bibliotheken verbotener Parteien, Logen und Vereine wurden von den NS-Behörden eingezogen. In den besetzten Ländern plünderten Rauborganisationen systematisch. Deutsche Bibliotheken profitierten davon unmittelbar, indem sie das Raubgut wie selbstverständlich in ihre Bestände einfügten.
Der Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung zeigt an ausgewählten Beispielen die Wege geraubter Bücher und erzählt die Geschichten ihrer rechtmäßigen Eigentümer und deren Nachkommen. Zudem gibt der Band einen Einblick in das noch junge Arbeitsfeld der Provenienz-Recherche zu NS-Raubgut in deutschen Bibliotheken.

weiterlesen

Moses Mendelssohn – Freunde, Feinde & Familie

Eva-Maria Thimme (Hg.), 14,90 €

mendelssohnMoses Mendelssohn – an ihm schieden und scheiden sich, wie kaum an einer anderen Persönlichkeit der neueren jüdischen Geschichte, die Geister.
Verehrten ihn die einen als Wegbereiter von Emanzipation und bürgerlicher Gleichberechtigung der deutschen Juden sowie deren Teilhabe am kulturellen, intellektuellen und politischen Leben ihres Landes, so verachteten ihn die anderen als Totengräber des traditionellen Judentums, seiner Identität und Wertevorstellungen.
Im Rückblick zeigt sich, dass Mendelssohn den schmalen Grat zwischen gesetzestreuem Judentum und säkularer bürgerlicher Existenz beschritt – nicht alle vermochten ihm auf diesem Weg zu folgen.

weiterlesen

Abgesagt!
Mittwoch, 12. März 2014, 18 Uhr
Vortrag von Emmanuel Nahshon – Gesandter des Staates Israel

NACH DER „WIEDERGUTMACHUNG“: VERSÖHNUNG UND ERLÖSUNG – ZIEL UND INSTRUMENT DES DEUTSCH – JÜDISCHEN DIALOGS

Bitte beachten:

Diese Veranstaltung wurde leider abgesagt!

Veranstalter:

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin

Bitte nehmen Sie sich Zeit für die Sicherheitskontrolle. Parkplätze stehen nicht zur Verfügung.

Der Völkermord, den Nazi-Deutschland an den Juden Europas verübte, ist eine offene Wunde, die möglicherweise niemals verheilen wird. Die Lehren, die Deutsche und Juden aus dieser Zeit ziehen, unterscheiden sich fundamental. Und trotzdem entwickelte sich in den vergangenen Jahren ein Dialog zwischen Deutschen und Juden, der auf zwei Ebenen stattfindet.

weiterlesen

Rosch Haschana

Rosch Haschana 5774_2013

»relativ jüdisch. Albert Einstein – Jude, Zionist, Nonkonformist«

Christian Dirks und Hermann Simon( Hrsg.), 14,90 €

Der Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum nimmt den jüdischen Aspekt der Einstein’schen Biografie in den Blick.

»Die Gemeinde ist eine Organisation zur Übung ritueller Formen, die meinem Sinne fern liegen«, schrieb Albert Einstein 1921 an die Jüdische Gemeinde zu Berlin. Einstein selbst bezeichnete sich zwar als »konfessionslos«, war aber zugleich tief im Judentum und dessen sozialen Traditionen verwurzelt. Seit seinen Berliner Jahren setzte sich Einstein intensiv mit jüdischen Themen auseinander. So wurde er zur prominenten Stimme der deutschen Zionisten. Gegen Ende seines Lebens bezeichnete er sein Verhältnis »zum jüdischen Volke« als »die stärkste menschliche Bindung«, die er jemals eingegangen ist.

weiterlesen

Gute Geschäfte – Kunsthandel in Berlin 1933-1945

10/04/2011 – 31/07/2011

Unter dem Titel »Gute Geschäfte« zeigt das Aktive Museum vom 10. April bis zum 31. Juli 2011 gemeinsam mit dem Centrum Judaicum in den historischen Räumen der Neuen Synagoge eine Ausstellung über den Kunsthandel im nationalsozialistischen Berlin. Das Projekt wird vom Hauptstadtkulturfonds gefördert.

Mehr als sechzig Jahre nach dem Ende der NS-Herrschaft ist eine Darstellung des Kunsthandels in Berlin in dieser Zeit noch immer ein Desiderat der Forschung. In der »Reichshauptstadt« Berlin, in den 1920er Jahren eine der Metropolen des internationalen Kunsthandels, wurden die Maßnahmen der nationalsozialistischen Kunst- und Kunsthandelspolitik ab 1933 unmittelbar wirksam.

weiterlesen

Hallo Welt!

Willkommen zur deutschen Version von WordPress. Dies ist der erste Artikel. Du kannst ihn bearbeiten oder löschen. Um Spam zu vermeiden, geh doch gleich mal in den Pluginbereich und aktivier die entsprechenden Plugins. So, und nun genug geschwafelt – jetzt nichts wie ran ans Bloggen!

Lotte Cohn – Baumeisterin im Land Israel

29/08/2009 – 18/10/2009

„Meine Arbeit war, und ist bis auf den heutigen Tag, im buchstäblichen Sinne das, was damals das Schlagwort war: Bnjan Haarez (Aufbau des Landes)“. Lotte Cohn

Lotte Cohn (1893–1983) war eine Pionierin. In Berlin geboren, gehörte sie zu den ersten Architekturabsolventinnen der TH Charlottenburg und mit ihrem für eine Frau ihrer Zeit untypischen Bildungsweg zu den Avantgardistinnen ihres Berufes. Ihr zionistisches Ideal führte sie 1921 in das Mandatsgebiet Palästina, wo sie als erste graduierte Architektin des Landes maßgeblich am architektonischen Aufbau des modernen Israel beteiligt war. Dabei entfaltete sie eine Formensprache, die sowohl von der Suche nach einem „jüdischen National- bzw. Heimatstil“ als auch von der Architektur des Neuen Bauens und des Bauhauses bestimmt war.

weiterlesen

Es brennt!

16/08/2008 – 02/01/2009

Antijüdischer Terror im November 1938

2008 jährt sich zum siebzigsten Mal der antijüdische Terror der Nationalsozialisten von November 1938. Ab dem 6. November 2008 wird die Ausstellung bisher wenig bekannte Fotografien aus den Jahren 1938 und 1939 zeigen. Unter den Bildern befinden sich auch Aufnahmen, die als Beweismittel in Justizverfahren der Nachkriegszeit dienten. Sie verdeutlichen das Ausmaß der Gewalt und öffentlichen Demütigungen der Juden im Deutschen Reich. Die Ausstellung nimmt dabei Bezug auf den Raum, in dem sie gezeigt wird. Die Vorhalle der Neuen Synagoge war der Ort der Begegnung und des Austausches von Beterinnen und Betern vor und nach den Gottesdiensten. Die Ausstellung bringt hier – im übertragenen Sinn – ihre Stimmen erneut zu Gehör: Audiostationen präsentieren frühe biographischen Zeugnisse der Erfahrungen deutscher Juden im November 1938.

weiterlesen

Seite 2 von 212