Ausstellungen

„Charterflug in die Vergangenheit –
50 Jahre Besuchsprogramm
des Berliner Senats für NS-Verfolgte“
13.10.2019-08.12.2019


1969 rief der West-Berliner Senat ein Programm ins Leben, um frühere Bürgerinnen und Bürger der Stadt Berlin, die durch die NS-Verfolgung ins Exil vertrieben worden waren, für eine Woche einzuladen. Im Lauf der Jahrzehnte folgten etwa 35.000 – zumeist wegen ihrer jüdischen Herkunft verfolgte – Menschen der Einladung nach Berlin. Mit dazu zählen Begleitpersonen, denn jeweils eine wird mit eingeladen. Auch in anderen deutschen Städten gab und gibt es entsprechende Programme, jedoch in kleinerem Umfang.

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07.11.2019 bis 06.01.2020
?!ANGEKOMMEN!?

In den Jahren 1991 bis 2004 wanderten ca. 200.000 sowjetische Juden als sogenannte „Kontingentflüchtlinge“ in die Bundesrepublik Deutschland ein. Für die Einwander*innen war es Flucht vor institutionellem Antisemitismus und politischer sowie wirtschaftlicher Unterdrückung. Für die Bundesrepublik bedeutete es die Möglichkeit, die durch die Shoah fast vollkommen ausgelöschten jüdischen Gemeinden zu „revitalisieren“.

Nach dem sogenannten Königssteiner Schlüssel wurden Migrant*innen auf die Bundesländer verteilt, ohne allerdings darauf zu achten, ob in den jeweiligen Regionen überhaupt noch jüdische Gemeinden und Strukturen bestanden. Die Frage der „Integration“ in die deutschsprachige Mehrheitsgesellschaft sowie in das religiöse jüdische Leben, das in der Sowjetunion unterdrückt wurde, blieb im Allgemeinen den jüdischen Gemeinden überlassen. Dies bedeutete eine enorme Herausforderung in Anbetracht der Anzahl und der großen Verschiedenartigkeit der Zuwander*innen. Soziale Ungewissheit, sprachliche und berufliche Barrieren sowie auch Erfahrungen mit Ausgrenzung bestimmten und bestimmen häufig das Leben vieler jüdischer Migrant*innen.

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Mai 2020 Robert Capa – Berlin Sommer 1945

Kunstausstellung Robert Capa – Berlin Sommer 1945

Robert Capa (1913-1954) ist einer der größten Kriegsfotografen des 20. Jahrhunderts: seine Bilder haben unser visuelles Gedächtnis geprägt. Weitgehend unbekannt blieben die über 500 Fotos, die Robert Capa im Sommer 1945, in US-amerikanischer Uniform, in Berlin aufnahm: Ein Blick auf die befreite, zerstörte Stadt und ihre Menschen, auf alliierte Soldaten, Berlinerinnen und Berliner und immer wieder auf Kinder. 1931 hatte in Berlin die Karriere des ungarisch-jüdischen Flüchtlings, ihren Anfang genommen. Die Tage im Sommer 1945, bedeuteten eine Wende in seiner Karriere wie in seinem Leben.

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AUSGEWIESEN! Berlin, 28.10.1938
Die Geschichte der „Polenaktion“
08.07. – 28.02.2019

Eine Ausstellung des Aktiven Museums Faschismus und Widerstand in Berlin e.V. und des Osteuropa-Instituts der Freien Universität Berlin

Am 28. und 29. Oktober 1938 verhafteten die Nationalsozialisten im Rahmen der „Polenaktion“
rund 17.000 jüdische Menschen und schoben sie in das Nachbarland Polen ab, weil sie polnische
Staatsangehörige waren. In Berlin wurden mehr als 1.500 jüdische Bewohnerinnen und Bewohner
in ihren Wohnungen oder auf der Straße verhaftet und an die deutsch-polnische Grenze transportiert.
Die meisten von ihnen mussten zu Fuß die Grenze überqueren und erreichten die polnische
Kleinstadt Zbąszyń (Bentschen).
Insgesamt kamen am 28. und 29. Oktober über 8.000 ausgewiesene Jüdinnen und Juden in diesem
Ort an. Rund zehn Monate mussten sie in improvisierten Notunterkünften in Zbąszyń ausharren.
Einigen wenigen wurde die Rückreise ins Reichsgebiet gestattet, anderen gelang die rettende
Emigration ins Ausland oder sie durften zu Verwandten ins Landesinnere Polens weiterreisen.
Nach dem Einmarsch der Deutschen Wehrmacht gerieten sie hier in die Fänge der Besatzer.
Viele von ihnen wurden in den Ghettos und Lagern ermordet.

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EMOP-European Month of Photography
ROMAN VISHNIAC
Ein Bild aus Zbąszyń, November 1938
An Image that saved Life
11.10.2018 – 31.12.2018

Eine Installation in der Ausstellung „Ausgewiesen! Berlin, 28. Oktober 1938.
Die Geschichte der Polenaktion“, Sitfung Neue Synagoge Berlin-Centrum Judaicum.

Ein Mädchen liegt auf einer Pritsche in einer Massenunterkunft und schaut in die
Kamera. Sie ist eine von tausenden in Deutschland lebenden Juden polnischer
Nationalität, die mit ihren Familien am 28. Oktober 1938 von den deutschen Be-
hörden nach Polen abgeschoben wurde und in der Grenzstadt Zbaczyn gestrandet ist.

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8. bis 28. November 2018
Von Innen nach Außen
Die Novemberpogrome 1938 in Diplomatenberichten aus Deutschland

Zum Gedenken an die Pogrome von 1938 vor 80 Jahren wird die erfolgreiche
Ausstellung 
im Lichthof des Auswärtigen Amtes gezeigt.

Die Ausstellung basiert auf den langjährigen Recherchen von Dr. Hermann Simon, Gründungsdirektor des Centrum Judaicum. Sie wird nach Stationen in Deutschland (2013) und Polen (2014/15) erneut in einer aktualisierten und erweiterten Version einem breiten Berliner Publikum zugänglich gemacht.

Die Ausstellung widmet sich den Berichten ausländischer Diplomaten über die Ereignisse im November 1938. Die beeindruckenden Dokumente der Diplomaten zeichnen viele unbekannte Details der Pogrome und haben nichts von ihrer Eindringlichkeit verloren.

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Es war einmal in Jerusalem.
A Very Personal View. Zeichnungen / Drawings
Gabriella Rosenthal
Palestine-Israel, 1938-1955
10.10.2018 – 22.10.2019

Gabriella Rosenthal

Es war einmal in Jerusalem

Die Zeichnungen von Gabriella Rosenthal (1913-1975) sind ihr ganz
persönlicher Blick auf das Alltägliche im ethnisch, religiös und sozial
vielfältigen Jerusalem vor und nach der Gründung des Staates Israel 1948:
Bilder aus einer aus einer vergangenen Zeit, die an der Möglichkeit eines
sozialen Nebeneinander in der mulikulturellen und spannungsreichen
Gesellschaft des Heiligen Landes festhielten. 

Kuratiert von Dr. Chana Schütz

13. September 2017 – 26. Oktober 2017
#BABEL 21
Migration und jüdische Gemeinschaft

 Kuratiert von Dr. Dmitrij Belkin, ELES

Die Ausstellung porträtiert zwölf junge Menschen mit ihren vielfältigen, internationalen Migrationsbiographien.
Die Porträtierten erzählen von ihren unterschiedlichen Herkünften und Identitäten und reflektieren zugleich über
ihr jüdisches Selbstverständnis in Deutschland und in Europa.

So etwa Akiva Weingarten, der in einer streng orthodoxen chassidischen Familie in New York aufgewachsen
ist, Greta Zelener, die mit sechs Jahren von Odessa nach Berlin zog, oder Mo’men Ahmed, der 2014 aus dem
Irak nach Europa floh.

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04. Mai 2017 – 25. Februar 2018
Berlin 1937 – Im Schatten von morgen
Märkisches Museum

„Gebt mir vier Jahre Zeit“ – so lautete in Anlehnung an ein Hitler-Zitat von 1933 der Titel einer Ausstellung, die 1937 in den Berliner Messehallen zu sehen war.

1937 hatte dann die nationalsozialistische Diktatur den Alltag in Deutschland nachhaltig durchdrungen. Das Jahr zuvor war geprägt vom deutschen Einmarsch ins entmilitarisierte Rheinland und von den Olympischen Spielen. Schon bald folgten der „Anschluss“ Österreichs, die Sudetenkrise und das Novemberpogrom. Doch 1937 herrschte eine Phase trügerischer Ruhe – auch in Berlin.

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6. September 2016 – 15. April 2018
Mittenmang & Tolerant –
150 Jahre Neue Synagoge

Kuratiert von Diana Schulle und Hermann Simon
AusstellungMittenmang-tolerant

Eine Zierde der Stadt

Um den Anforderungen der schnell wachsenden Jüdischen Gemeinde Berlins gerecht zu werden, baut Eduard Knoblauch 1856 die „Große Synagoge“ in der Heidereutergasse 1856 um.

Bald stellt sich jedoch heraus, dass die Plätze noch immer nicht reichen. Erneut wird Knoblauch beauftragt, diesmal mit dem Bau einer „Neuen Synagoge“ in der nahe gelegenen Oranienburger Straße. Sie soll  den „veränderten Verhältnissen, der Größe, der Bedeutung und dem Reichthum der Jüdischen Gemeinde Berlins“ entsprechen.

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