Ausstellungen

EMOP-European Month of Photography
ROMAN VISHNIAC
Ein Bild aus Zbąszyń, November 1938
An Image that saved Life
11.10.2018 – 31.12.2018

Eine Installation in der Ausstellung „Ausgewiesen! Berlin, 28. Oktober 1938.
Die Geschichte der Polenaktion“, Sitfung Neue Synagoge Berlin-Centrum Judaicum.

Ein Mädchen liegt auf einer Pritsche in einer Massenunterkunft und schaut in die
Kamera. Sie ist eine von tausenden in Deutschland lebenden Juden polnischer
Nationalität, die mit ihren Familien am 28. Oktober 1938 von den deutschen Be-
hörden nach Polen abgeschoben wurde und in der Grenzstadt Zbaczyn gestrandet ist.

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Es war einmal in Jerusalem.
A Very Personal View. Zeichnungen / Drawings
Gabriella Rosenthal
Palestine-Israel, 1938-1955
10.10.2018 – 27.03.2019

 
Die Zeichnungen von Gabriella Rosenthal (1913-1975) sind ihr ganz
persönlicher Blick auf das Alltägliche im ethnisch, religiös und sozial
vielfältigen Jerusalem vor der Gründung des Staates Israel:
Zeugnisse aus einer vergangenen Zeit, in der trotz wachsender
Spannungen und Gewalt ein Nebeneinander im Heiligen Land noch
möglich war.

Kuratiert von Dr. Chana Schütz

AUSGEWIESEN! Berlin, 28.10.1938
Die Geschichte der „Polenaktion“
08.07. – 30.12.2018

Am 28. und 29. Oktober 1938 verhafteten die Nationalsozialisten im Rahmen der „Polenaktion“
rund 17.000 jüdische Menschen und schoben sie in das Nachbarland Polen ab, weil sie polnische
Staatsangehörige waren. In Berlin wurden mehr als 1.500 jüdische Bewohnerinnen und Bewohner
in ihren Wohnungen oder auf der Straße verhaftet und an die deutsch-polnische Grenze transportiert.
Die meisten von ihnen mussten zu Fuß die Grenze überqueren und erreichten die polnische
Kleinstadt Zbąszyń (Bentschen).
Insgesamt kamen am 28. und 29. Oktober über 8.000 ausgewiesene Jüdinnen und Juden in diesem
Ort an. Rund zehn Monate mussten sie in improvisierten Notunterkünften in Zbąszyń ausharren.
Einigen wenigen wurde die Rückreise ins Reichsgebiet gestattet, anderen gelang die rettende
Emigration ins Ausland oder sie durften zu Verwandten ins Landesinnere Polens weiterreisen.
Nach dem Einmarsch der Deutschen Wehrmacht gerieten sie hier in die Fänge der Besatzer.
Viele von ihnen wurden in den Ghettos und Lagern ermordet.

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13. September 2017 – 26. Oktober 2017
#BABEL 21
Migration und jüdische Gemeinschaft

 Kuratiert von Dr. Dmitrij Belkin, ELES

Die Ausstellung porträtiert zwölf junge Menschen mit ihren vielfältigen, internationalen Migrationsbiographien.
Die Porträtierten erzählen von ihren unterschiedlichen Herkünften und Identitäten und reflektieren zugleich über
ihr jüdisches Selbstverständnis in Deutschland und in Europa.

So etwa Akiva Weingarten, der in einer streng orthodoxen chassidischen Familie in New York aufgewachsen
ist, Greta Zelener, die mit sechs Jahren von Odessa nach Berlin zog, oder Mo’men Ahmed, der 2014 aus dem
Irak nach Europa floh.

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04. Mai 2017 – 25. Februar 2018
Berlin 1937 – Im Schatten von morgen
Märkisches Museum

„Gebt mir vier Jahre Zeit“ – so lautete in Anlehnung an ein Hitler-Zitat von 1933 der Titel einer Ausstellung, die 1937 in den Berliner Messehallen zu sehen war.

1937 hatte dann die nationalsozialistische Diktatur den Alltag in Deutschland nachhaltig durchdrungen. Das Jahr zuvor war geprägt vom deutschen Einmarsch ins entmilitarisierte Rheinland und von den Olympischen Spielen. Schon bald folgten der „Anschluss“ Österreichs, die Sudetenkrise und das Novemberpogrom. Doch 1937 herrschte eine Phase trügerischer Ruhe – auch in Berlin.

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6. September 2016 – 15. April 2018
Mittenmang & Tolerant –
150 Jahre Neue Synagoge

Kuratiert von Diana Schulle und Hermann Simon
AusstellungMittenmang-tolerant

Eine Zierde der Stadt

Um den Anforderungen der schnell wachsenden Jüdischen Gemeinde Berlins gerecht zu werden, baut Eduard Knoblauch 1856 die „Große Synagoge“ in der Heidereutergasse 1856 um.

Bald stellt sich jedoch heraus, dass die Plätze noch immer nicht reichen. Erneut wird Knoblauch beauftragt, diesmal mit dem Bau einer „Neuen Synagoge“ in der nahe gelegenen Oranienburger Straße. Sie soll  den „veränderten Verhältnissen, der Größe, der Bedeutung und dem Reichthum der Jüdischen Gemeinde Berlins“ entsprechen.

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7. Oktober 2016 – 16. Juli 2017
„Berlin lebt auf!“
Die Fotojournalistin Eva Kemlein (1909-2004)

Kuratiert von Chana Schütz und Anna Fischer
Begleitpublikation

 ©Stiftung Stadtmuseum Berlin

Eva Kemlein, Berlin, Sommer 1945, Foto Eva Kemlein © Stiftung Stadtmuseum Berlin

©Stiftung Stadtmuseum Berlin

Schwarzmarkt, Berlin, Sommer 1945, Foto Eva Kemlein © Stiftung Stadtmuseum Berlin

 

Sie war die Chronistin des Berliner Nachkriegs- und Theaterlebens. Als Bildjournalistin der Berliner Zeitung, deren erste Ausgabe 1945 die Überschrift „Berlin lebt auf!“ trug, prägten Eva Kemleins Bilder das Gedächtnis der Nachkriegszeit. Sie selbst hatte die Nazizeit als Jüdin versteckt in Berlin überstanden.
1950 dokumentierte sie das Berliner Stadtschloss vor seiner Sprengung.

Fast 50 Jahre lang, seit Sommer 1945 bis kurz vor ihrem Tod im August 2004, fotografierte Eva Kemlein das Theaterleben in Berlin, vor allem die Inszenierungen am Deutschen Theater. Unerreicht sind ihre Porträtaufnahmen von Ernst Busch, Heiner Müller und Helene Weigel als „Mutter Courage“ in Bertolt Brechts Berliner Ensemble.

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8. Juli bis 4. September 2016
SEIN.ANTLITZ.KÖRPER.
THE REPETITION OF THE GOOD. THE REPETITION OF THE BAD.

Kuratiert von Alexander Ochs

Alle monotheistischen Religionen kennen in ihren Riten Bittgebete um ein gedeihliches Leben auf Erden. Gott wird von den Beterinnen und Betern angerufen in physischer Not, aber auch in schierer Angst, die die Psyche angreift. Wie viele Menschen, die unendliches Leid durch Flucht und Vertreibung erfahren haben, können davon Klagelieder singen? In der hebräischen Bibel, im Neuen Testament und im Koran geht es stets darum, die für die jeweilige Tradition bedeutsame Vergangenheit so zu erinnern, dass sie dem kulturellen Gedächtnis der Menschen nicht verloren geht.

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11. Mai bis 30. Juni 2016
Filmpräsentation – The Rescue:
José Castellanos, Retter von tausenden Juden

Regie Alvaro und Boris Castellanos
The Rescue, Kanada 2016, Englisch mit deutschen Untertiteln
Laufzeit: 23 Minuten

Plakat_Castellanos_Web

THE RESCUE ist ein Kurzfilm über die Geschichte eines Diplomaten namens José Arturo Castellanos aus dem zentralamerikanischen Staat El Salvador. Er nutzte seinen Diplomatenstatus, um während der Shoah tausende Juden zu retten. Dennoch ist José Castellanos heute annähernd unbekannt.

THE RESCUE ist kein gewöhnlicher Dokumentarfilm, sondern eine sehr persönliche Geschichte, mit der die beiden Enkel von José Castellanos den Namen ihres Großvaters vor dem Vergessen bewahren wollen. Die Filmemacher Alvaro und Boris Castellanos zeigen in ihrem Film die Herausforderungen, denen sich ihr Großvater mit seiner großen Rettungsmission stellte. Sie führen Gespräche mit jenen, die durch José Castellanos vor der Shoah gerettet wurden, und auch mit deren Nachkommen, die heute über die ganze Welt verstreut leben.

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2. Oktober 2015 bis 29. Mai 2016
abgedreht! Bühnenwelten-Lebenswelten
Chaim Heinz Fenchel 1906-1988

2. Oktober 2015 bis 29. Mai 2016abgedreht! Bühnenwelten-LebensweltenChaim Heinz Fenchel 1906-1988

Kuratiert von Chana Schütz
Begleitpublikation

Heinz Fenchel in Tel Aviv, Foto privat

Heinz Fenchel in Tel Aviv, Foto privat

Im Februar 1937 ging in Haifa der Berliner Heinz Fenchel von Bord eines Einwandererschiffes. Im Kofferraum seines Fiats unzählige Zeichnungen aus der Frühzeit des deutschen Ton-Films: eigenhändige Entwürfe und Fotografien für Kulissen und Bühnen von Liebes- und Actionfilmen, von Kriminalfilmen, wie den ersten deutschen Edgar Wallace Verfilmungen, sowie witziger Großstadt-Komödien, häufig im Revuetheater-Milieu spielend.

Für alle diese Produktionen schuf Heinz Fenchel die Räume; Bühnen, auf denen die Schauspieler agierten und die ihn zu einem vielbeschäftigten und erfolgreichen Filmset-Designer der Weimarer Republik machten.

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