Vergangene Ausstellungen

Der Gelbe Schein. Mädchenhandel 1860 bis 1930

18/08/2012 – 30/12/2012 – VERLÄNGERT bis 27. JANUAR 2013

Eine Ausstellung der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum und des Deutschen Auswandererhauses Bremerhaven (27.8.2012-28.02.2013) – ermöglicht durch die Kulturstiftung des Bundes.

Millionen Mädchen und junge Frauen aus Europa verlassen in den Jahren um 1900 ihre Heimat: Sie reisen aus Hessen nach Kalifornien, aus Russland nach New York oder aus Galizien nach Buenos Aires, um dort ihr Glück und eine neue Existenz zu suchen. Für Zehntausende von ihnen führt der Weg in die Prostitution.

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Moses Mendelssohn: Freunde, Feinde und Familie

26/11/2012 – 07/04/2013

Man nannte ihn den „Philosophen von Deutschland“ und kaum ein auf seine Reputation bedachter Gelehrter versäumte die Gelegenheit, die Bekanntschaft Mendelssohns zu machen oder zumindest in Korrespondenz mit ihm zu stehen. Die Bewunderung galt dem Universalgelehrten, der zugleich wie selbstverständlich als orthodoxer Jude lebte u n d die jüdische Tradition in ihrer Integrität auf die Höhe der – aufgeklärten – Zeit zu heben sich bemühte. Doch das Bild der Freunde und Sympathisanten Mendelssohns bliebe unvollständig ohne die Erwähnung seiner entschiedenen Widersacher, die hinsichtlich ihrer Motive und Ziele kaum gegensätzlicher vorstellbar sind.

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„Mir bleibt keine andere Wahl.“ Eine Ausstellung zum 100. Geburtstag von Raoul Wallenberg

10.10.2012 – 11.11.2012

Verfolgung, Fremdenfeindlichkeit oder Antisemitismus – viele Menschen müssen sich auch heute dagegen zur Wehr setzen. Aber kann das Engagement eines Einzelnen angesichts übermächtiger Strukturen von Unterdrückung und Verfolgung etwas bewirken

Der schwedische Diplomat Raoul Wallenberg, der am 4. August 100 Jahre alt geworden wäre, hat darauf eine klare Antwort gegeben und gezeigt, wie Kraft und Entschlossenheit eines Einzelnen von großer Wirkung sein können: In einer beispiellosen Aktion gelang es ihm im Jahr 1944, zehntausende Juden in Budapest vor der Vernichtung durch die Nationalsozialisten zu retten. Sein Einsatz kann auch heute Vorbild für Zivilcourage und Verantwortung sein.

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Synagogen und Tempel – 200 Jahre jüdische Reformbewegung und ihre Architektur“

23/05/2012 – 08/07/2012

Die Ausstellung zeigt die Anfänge der Reformsynagogen und -tempel im Spiegel der allgemeinen jüdischen Reformbewegung, verdeutlicht so den einstigen Reichtum dieser heute zumeist verlorenen Architektur und macht Synagogen als wichtige Baudenkmale und wesentlichen Bestandteil des deutsch-jüdischen kulturellen Erbes erfahrbar:

12 detailreiche Holzmodelle beispielhafter Synagogenbauten verdeutlichen die Entwicklung von den in Hinterhöfen versteckten Bauwerken des Barock über die ersten im Städtebild sichtbaren klassizistischen und späteren eklektizistischen Bauten bis hin zu den monumentalen Bauwerken der Moderne. Text- und Bildtafeln informieren anschaulich über ihre Geschichte und architekturhistorische Bedeutung im Kontext der frühen jüdischen Reformbewegung.

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„Kulmhof – das unbekannte Vernichtungslager“

08/12/2011 – 29/02/2012

Ab dem 8. Dezember 1941 – vor 70 Jahren – ermordete die SS in Kulmhof am Ner (Chełmno nad Nerem) Menschen durch Motorabgase. Dieser Tag markiert den Beginn der nationalsozialistischen Massentötung an den europäischen Juden durch Giftgas. Die Ausstellung widmet sich dieser unbekannten Vernichtungsstätte und dem Gedenken an die mehr als 150.000 Opfer, darunter über 2.600 Juden aus Berlin. Sie zeigt auch, welche Spuren noch heute zu entdecken sind.

Programm:

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Gute Geschäfte – Kunsthandel in Berlin 1933-1945

10/04/2011 – 31/07/2011

Unter dem Titel »Gute Geschäfte« zeigt das Aktive Museum vom 10. April bis zum 31. Juli 2011 gemeinsam mit dem Centrum Judaicum in den historischen Räumen der Neuen Synagoge eine Ausstellung über den Kunsthandel im nationalsozialistischen Berlin. Das Projekt wird vom Hauptstadtkulturfonds gefördert.

Mehr als sechzig Jahre nach dem Ende der NS-Herrschaft ist eine Darstellung des Kunsthandels in Berlin in dieser Zeit noch immer ein Desiderat der Forschung. In der »Reichshauptstadt« Berlin, in den 1920er Jahren eine der Metropolen des internationalen Kunsthandels, wurden die Maßnahmen der nationalsozialistischen Kunst- und Kunsthandelspolitik ab 1933 unmittelbar wirksam.

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Auf der Suche nach einer verlorenen Sammlung. Das Berliner Jüdische Museum 1933 – 1945

10/09/2011 – 30/12/2011

Am 24. Januar 1933 wurde in der Oranienburger Straße 31 neben der Neuen Synagoge das Berliner Jüdische Museum eröffnet. Weltweit war es das erste jüdische Museum, das nicht nur Kunstwerke und historische Zeugnisse der jüdischen Vergangenheit, sondern auch jüdische Kunst der Moderne sammelte und ausstellte. Nur eine Woche später kamen die Nationalsozialisten an die Macht, und es folgte die brutale Verdrängung der Juden aus der deutschen Gesellschaft und Kultur. Dem Jüdischen Museum als Institution der Berliner Jüdischen Gemeinde war trotz der widrigen Umstände eine enorme Wirkung innerhalb der jüdischen Gemeinschaft beschieden. So gelang es in den fünf Jahren seiner Existenz, eine Reihe von wichtigen – im damaligen Deutschland einzigartigen – Ausstellungen durchzuführen und eine außerordentliche Kunstsammlung mit Werken u.a. von Max Liebermann, Moritz Oppenheim, Lesser Ury und Marc Chagall aufzubauen. Am 10. November 1938 wurde das Berliner Jüdische Museum gewaltsam geschlossen und das gesamte Museumsinventar beschlagnahmt.

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»BERLIN-МИНСК. Unvergessene Lebensgeschichten «

27/04/2011 – 26/05/2011

Am 14. November 1941 wurden über 950 jüdische Männer, Frauen und Kinder aus Berlin in das Ghetto von Minsk deportiert. Ein zweiter Transport nach Minsk verließ die damalige Reichshauptstadt am 24. Juni 1942. SS-Mitglieder ermordeten die über 200 deportierten Berliner und Berlinerinnen direkt nach ihrer Ankunft im nahe Minsk gelegenen Vernichtungslager Malyj Trostenez. Die genaue Anzahl der Deportierten und Überlebenden, ihre Namen und Biographien sind unbekannt. Die Lebensgeschichten der deportierten Juden scheinen vernichtet und vergessen.

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„Fräulein Rabbiner Jonas“ – 75 Jahre Ordination zur Rabbinerin

04/12/2010 – 14/04/2011

„Mir war nie drum zu tun, die Erste zu sein. Ich wünschte, ich wäre die 100.000!“

Im Jahr 1992, fast sechs Jahrzehnte nach ihrer Ordination, erfuhr eine breitere Öffentlichkeit, dass die Berlinerin Regina Jonas die erste Rabbinerin der Welt war – und zwar für lange Zeit. Sie studierte an der Berliner Hochschule für die Wissenschaft des Judentums und wurde im Dezember 1935 ordiniert. 1942 wurde sie nach Theresienstadt deportiert und zwei Jahre später in Auschwitz ermordet. Ohne Kenntnis der von Regina Jonas zur Diskussion gestellten Fragen, ob Frauen das rabbinische Amt bekleiden können, wird ab den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts in den USA über die Frauenordination diskutiert. Obwohl es heute weltweit mehr als eintausend Rabbinerinnen gibt, bleiben manche der von ihr gestellten Fragen immer noch aktuell.

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Aliza Auerbach – Fotografien

30/08/2011 – 27/02/2011

Überlebende – Survivors – ניצולים

Sie kamen „von dort“ und waren nur knapp der nationalsozialistischen Mordmaschinerie entronnen: Überlebende der Schoa aus den verschiedenen Ländern Europas und Nordafrikas. Sie alle waren jung und entschlossen, nach ihrer Befreiung in Israel zu leben. Hier gründeten sie Familien und bauten ein neues Leben auf.

Heute sind sie alt, viele von ihnen Urgroßmütter und Urgroßväter. Die Fotografin Aliza Auerbach hat sie besucht, einzeln und als Paare fotografiert, und sie haben ihre ganz persönliche Geschichte erzählt. Alle Lebensberichte sind geprägt von den Erfahrungen von Verlust, Erniedrigung und Hunger, vom Überlebenskampf in den Lagern und vom Tod nächster Angehöriger. Doch am Ende bleibt die feste Überzeugung, dass allein die Gründung einer eigenen – mitunter neuen – Familie die Antwort auf Hitlers Vernichtungsversuch darstellt, in dem sich der Überlebenswillen und das Wunder der Kontinuität manifestieren.

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