Vergangene Ausstellungen

Gute Geschäfte – Kunsthandel in Berlin 1933-1945

10/04/2011 – 31/07/2011

Unter dem Titel »Gute Geschäfte« zeigt das Aktive Museum vom 10. April bis zum 31. Juli 2011 gemeinsam mit dem Centrum Judaicum in den historischen Räumen der Neuen Synagoge eine Ausstellung über den Kunsthandel im nationalsozialistischen Berlin. Das Projekt wird vom Hauptstadtkulturfonds gefördert.

Mehr als sechzig Jahre nach dem Ende der NS-Herrschaft ist eine Darstellung des Kunsthandels in Berlin in dieser Zeit noch immer ein Desiderat der Forschung. In der »Reichshauptstadt« Berlin, in den 1920er Jahren eine der Metropolen des internationalen Kunsthandels, wurden die Maßnahmen der nationalsozialistischen Kunst- und Kunsthandelspolitik ab 1933 unmittelbar wirksam.

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Auf der Suche nach einer verlorenen Sammlung. Das Berliner Jüdische Museum 1933 – 1945

10/09/2011 – 30/12/2011

Am 24. Januar 1933 wurde in der Oranienburger Straße 31 neben der Neuen Synagoge das Berliner Jüdische Museum eröffnet. Weltweit war es das erste jüdische Museum, das nicht nur Kunstwerke und historische Zeugnisse der jüdischen Vergangenheit, sondern auch jüdische Kunst der Moderne sammelte und ausstellte. Nur eine Woche später kamen die Nationalsozialisten an die Macht, und es folgte die brutale Verdrängung der Juden aus der deutschen Gesellschaft und Kultur. Dem Jüdischen Museum als Institution der Berliner Jüdischen Gemeinde war trotz der widrigen Umstände eine enorme Wirkung innerhalb der jüdischen Gemeinschaft beschieden. So gelang es in den fünf Jahren seiner Existenz, eine Reihe von wichtigen – im damaligen Deutschland einzigartigen – Ausstellungen durchzuführen und eine außerordentliche Kunstsammlung mit Werken u.a. von Max Liebermann, Moritz Oppenheim, Lesser Ury und Marc Chagall aufzubauen. Am 10. November 1938 wurde das Berliner Jüdische Museum gewaltsam geschlossen und das gesamte Museumsinventar beschlagnahmt.

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»BERLIN-МИНСК. Unvergessene Lebensgeschichten «

27/04/2011 – 26/05/2011

Am 14. November 1941 wurden über 950 jüdische Männer, Frauen und Kinder aus Berlin in das Ghetto von Minsk deportiert. Ein zweiter Transport nach Minsk verließ die damalige Reichshauptstadt am 24. Juni 1942. SS-Mitglieder ermordeten die über 200 deportierten Berliner und Berlinerinnen direkt nach ihrer Ankunft im nahe Minsk gelegenen Vernichtungslager Malyj Trostenez. Die genaue Anzahl der Deportierten und Überlebenden, ihre Namen und Biographien sind unbekannt. Die Lebensgeschichten der deportierten Juden scheinen vernichtet und vergessen.

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„Fräulein Rabbiner Jonas“ – 75 Jahre Ordination zur Rabbinerin

04/12/2010 – 14/04/2011

„Mir war nie drum zu tun, die Erste zu sein. Ich wünschte, ich wäre die 100.000!“

Im Jahr 1992, fast sechs Jahrzehnte nach ihrer Ordination, erfuhr eine breitere Öffentlichkeit, dass die Berlinerin Regina Jonas die erste Rabbinerin der Welt war – und zwar für lange Zeit. Sie studierte an der Berliner Hochschule für die Wissenschaft des Judentums und wurde im Dezember 1935 ordiniert. 1942 wurde sie nach Theresienstadt deportiert und zwei Jahre später in Auschwitz ermordet. Ohne Kenntnis der von Regina Jonas zur Diskussion gestellten Fragen, ob Frauen das rabbinische Amt bekleiden können, wird ab den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts in den USA über die Frauenordination diskutiert. Obwohl es heute weltweit mehr als eintausend Rabbinerinnen gibt, bleiben manche der von ihr gestellten Fragen immer noch aktuell.

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Aliza Auerbach – Fotografien

30/08/2011 – 27/02/2011

Überlebende – Survivors – ניצולים

Sie kamen „von dort“ und waren nur knapp der nationalsozialistischen Mordmaschinerie entronnen: Überlebende der Schoa aus den verschiedenen Ländern Europas und Nordafrikas. Sie alle waren jung und entschlossen, nach ihrer Befreiung in Israel zu leben. Hier gründeten sie Familien und bauten ein neues Leben auf.

Heute sind sie alt, viele von ihnen Urgroßmütter und Urgroßväter. Die Fotografin Aliza Auerbach hat sie besucht, einzeln und als Paare fotografiert, und sie haben ihre ganz persönliche Geschichte erzählt. Alle Lebensberichte sind geprägt von den Erfahrungen von Verlust, Erniedrigung und Hunger, vom Überlebenskampf in den Lagern und vom Tod nächster Angehöriger. Doch am Ende bleibt die feste Überzeugung, dass allein die Gründung einer eigenen – mitunter neuen – Familie die Antwort auf Hitlers Vernichtungsversuch darstellt, in dem sich der Überlebenswillen und das Wunder der Kontinuität manifestieren.

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One room of memories

29/08/2010 – 30/09/2010

„One room of memories“ ist der Titel einer multimedialen Rauminstallation, die sich dem Thema der Migrationen des jüdischen Volks künstlerisch nähert. Sie ist die Krönung eines komplexen Schöpfungsprozesses, der mit den im Januar im Jüdischen Gemeindehaus aufgeführten Performances in Gang gesetzt wurde und an dem 13 jüdische Frauen mit Migrationshintergrund teilgenommen haben.

Der Kern dieses umfänglichen Kunstwerkes besteht aus einer Videoinstallation, die in Form eines bewegten Triptychons Bilder der gefilmten Performances zeigt. Ergänzt wird diese Installation von einer Reihe großformatiger Porträts der Teilnehmerinnen.

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Das Verhängnis der Mark Brandenburg – der Berliner Hostienschändungsprozess von 1510

21/06/2010 – 30/01/2011

Ort: Zitadelle – Zeughaus, Am Juliusturm 64, 13599 Berlin

Im Jahr 2010 jährt sich zum 500. Mal der Berliner Hostienschändungsprozess von 1510, in dem der Diebstahl einer Monstranz und zweier Hostien aus der Dorfkirche von Knobloch (Havelland) verhandelt wurde. Der Dieb gab unter der Folter an, eine Hostie an den Juden Salomon in Spandau verkauft zu haben, der sie mit anderen Juden geschändet haben soll. In einem großen Schauprozess wurden 40 Juden und der Dieb verurteilt und am Ort des heutigen Strausberger Platzes hingerichtet.

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Vom Bosprous an die Spree: Türkische Juden in Berlin

04/02/2010 – 15/08/2010

Mit der Entwicklung Berlins zur Großstadt im 19. Jahrhundert ließen sich immer mehr Juden in Berlin nieder. Seit 1890 waren unter den Zuwanderern auch Juden, die aus dem Osmanischen Reich stammten, die meisten von ihnen aus der späteren Türkei. Deutschland und die Türkei unterhielten gute politische und wirtschaftliche Beziehungen und beide Länder förderten gegenseitige Migration.

Um 1920 lebten ungefähr 500 Juden türkischer Staatsangehörigkeit in Berlin: Schon 1911 hatten sie ihre eigene Synagoge gegründet, in der Gottesdienste in der Tradition der ursprünglich aus Spanien stammenden Juden abgehalten wurden.

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…auf dem Dienstweg. Die Verfolgung von Beamten, Angestellten und Arbeitern der Stadt Berlin 1933 bis 1945.

20/01/2010 – 31/03/2010

Die Stadt Berlin war im Jahr 1933 mit etwa 100.000 Beschäftigten der größte Arbeitgeber in der damaligen Reichshauptstadt. Gleich nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten und in den Folgejahren wurden unerwünschte Bedienstete, vor allem Juden, Sozialdemokraten und Kommunisten, in der Haupt- sowie den Bezirksverwaltungen und den zahlreichen städtischen Betrieben versetzt, zwangspensioniert oder entlassen; oft hatte dies fatale Folgen für die Betroffenen und ihre Familien. Im NS-Jargon hieß das „Aufräumarbeiten“; die frei gemachten Stellen übernahmen in der Regel „alte Kämpfer“ der NSDAP.

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Lotte Cohn – Baumeisterin im Land Israel

29/08/2009 – 18/10/2009

„Meine Arbeit war, und ist bis auf den heutigen Tag, im buchstäblichen Sinne das, was damals das Schlagwort war: Bnjan Haarez (Aufbau des Landes)“. Lotte Cohn

Lotte Cohn (1893–1983) war eine Pionierin. In Berlin geboren, gehörte sie zu den ersten Architekturabsolventinnen der TH Charlottenburg und mit ihrem für eine Frau ihrer Zeit untypischen Bildungsweg zu den Avantgardistinnen ihres Berufes. Ihr zionistisches Ideal führte sie 1921 in das Mandatsgebiet Palästina, wo sie als erste graduierte Architektin des Landes maßgeblich am architektonischen Aufbau des modernen Israel beteiligt war. Dabei entfaltete sie eine Formensprache, die sowohl von der Suche nach einem „jüdischen National- bzw. Heimatstil“ als auch von der Architektur des Neuen Bauens und des Bauhauses bestimmt war.

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