Vergangene Ausstellungen

One room of memories

29/08/2010 – 30/09/2010

„One room of memories“ ist der Titel einer multimedialen Rauminstallation, die sich dem Thema der Migrationen des jüdischen Volks künstlerisch nähert. Sie ist die Krönung eines komplexen Schöpfungsprozesses, der mit den im Januar im Jüdischen Gemeindehaus aufgeführten Performances in Gang gesetzt wurde und an dem 13 jüdische Frauen mit Migrationshintergrund teilgenommen haben.

Der Kern dieses umfänglichen Kunstwerkes besteht aus einer Videoinstallation, die in Form eines bewegten Triptychons Bilder der gefilmten Performances zeigt. Ergänzt wird diese Installation von einer Reihe großformatiger Porträts der Teilnehmerinnen.

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Das Verhängnis der Mark Brandenburg – der Berliner Hostienschändungsprozess von 1510

21/06/2010 – 30/01/2011

Ort: Zitadelle – Zeughaus, Am Juliusturm 64, 13599 Berlin

Im Jahr 2010 jährt sich zum 500. Mal der Berliner Hostienschändungsprozess von 1510, in dem der Diebstahl einer Monstranz und zweier Hostien aus der Dorfkirche von Knobloch (Havelland) verhandelt wurde. Der Dieb gab unter der Folter an, eine Hostie an den Juden Salomon in Spandau verkauft zu haben, der sie mit anderen Juden geschändet haben soll. In einem großen Schauprozess wurden 40 Juden und der Dieb verurteilt und am Ort des heutigen Strausberger Platzes hingerichtet.

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Vom Bosprous an die Spree: Türkische Juden in Berlin

04/02/2010 – 15/08/2010

Mit der Entwicklung Berlins zur Großstadt im 19. Jahrhundert ließen sich immer mehr Juden in Berlin nieder. Seit 1890 waren unter den Zuwanderern auch Juden, die aus dem Osmanischen Reich stammten, die meisten von ihnen aus der späteren Türkei. Deutschland und die Türkei unterhielten gute politische und wirtschaftliche Beziehungen und beide Länder förderten gegenseitige Migration.

Um 1920 lebten ungefähr 500 Juden türkischer Staatsangehörigkeit in Berlin: Schon 1911 hatten sie ihre eigene Synagoge gegründet, in der Gottesdienste in der Tradition der ursprünglich aus Spanien stammenden Juden abgehalten wurden.

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…auf dem Dienstweg. Die Verfolgung von Beamten, Angestellten und Arbeitern der Stadt Berlin 1933 bis 1945.

20/01/2010 – 31/03/2010

Die Stadt Berlin war im Jahr 1933 mit etwa 100.000 Beschäftigten der größte Arbeitgeber in der damaligen Reichshauptstadt. Gleich nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten und in den Folgejahren wurden unerwünschte Bedienstete, vor allem Juden, Sozialdemokraten und Kommunisten, in der Haupt- sowie den Bezirksverwaltungen und den zahlreichen städtischen Betrieben versetzt, zwangspensioniert oder entlassen; oft hatte dies fatale Folgen für die Betroffenen und ihre Familien. Im NS-Jargon hieß das „Aufräumarbeiten“; die frei gemachten Stellen übernahmen in der Regel „alte Kämpfer“ der NSDAP.

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Lotte Cohn – Baumeisterin im Land Israel

29/08/2009 – 18/10/2009

„Meine Arbeit war, und ist bis auf den heutigen Tag, im buchstäblichen Sinne das, was damals das Schlagwort war: Bnjan Haarez (Aufbau des Landes)“. Lotte Cohn

Lotte Cohn (1893–1983) war eine Pionierin. In Berlin geboren, gehörte sie zu den ersten Architekturabsolventinnen der TH Charlottenburg und mit ihrem für eine Frau ihrer Zeit untypischen Bildungsweg zu den Avantgardistinnen ihres Berufes. Ihr zionistisches Ideal führte sie 1921 in das Mandatsgebiet Palästina, wo sie als erste graduierte Architektin des Landes maßgeblich am architektonischen Aufbau des modernen Israel beteiligt war. Dabei entfaltete sie eine Formensprache, die sowohl von der Suche nach einem „jüdischen National- bzw. Heimatstil“ als auch von der Architektur des Neuen Bauens und des Bauhauses bestimmt war.

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Heinz Koppel

29/08/2009 – 15/01/2010

Der in Berlin geborene jüdische Künstler Heinz Koppel gehörte mit anderen jüdischen Künstlern, denen in den 1930er Jahren die Flucht von Deutschland nach Großbritannien gelungen war, zu einer Gruppe von Malern, die mit ihren am Expressionismus und Surrealismus der 1920er Jahre orientierten Bildern die britische Kunstszene beeinflussten und prägten.

Neu: Zwischen dem 15. November bis zum 13. Dezember 2009 bietet das Centrum Judaicum jeden Sonntag um 15.00 Uhr eine öffentliche Führung „Wer ist Heinz Koppel?“ mit Anna Monk – Leiterin des Ausstellungsbüros „Heinz Koppel“ – an. Die Führung ist in deutscher Sprache.

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Vergessene Rekorde

05/07/2009 – 22/08/2009

Jüdische Leichtathletinnen in Deutschland (1920-1938)

In der Schau „Vergessene Rekorde“, die vom 22. Juni bis 23. August 2009 im Centrum Judaicum in Berlin aus Anlass der Leichtathletik Weltmeisterschaft 2009 präsentiert wird, stehen die Biografien der drei jüdischen Ausnahmetalente Lilli Henoch (Berliner SC), Gretl Bergmann (Schild Stuttgart) sowie Martha Jacob (SC Charlottenburg) im Vordergrund.

Hierbei wird zum einen an ihre sportlichen Erfolge erinnert, die heute weitgehend „vergessene Rekorde“ sind, jedoch die Blütezeit des jüdischen Sports in Deutschland spiegeln. Zum anderen zeigen die Schicksale der drei Athletinnen exemplarisch die systematische Zerschlagung und Verfolgung jüdischen Lebens im Sport während des NS-Regimes.

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Feldrabbiner in den deutschen Streitkräften des Ersten Weltkrieges

05/07/2009 – 29/08/2009

Feldrabbiner widerspiegeln die Präsenz deutscher jüdischer Soldaten an den Fronten im Ersten Weltkrieg. Es entstand erstmals neben der evangelischen und katholischen auch eine institutionalisierte jüdische Feldseelsorge. Die jüdischen Gemeinden und Organisationen verbanden damit auch die Hoffnung auf eine weiter zunehmende Anerkennung der jüdischen Gemeinschaft und ihrer Religion durch die Umgebungsgesellschaft.

Synagogenbauten in Polen

13/11/2008 – 02/03/2009

Wojciech Wilczyk, „Czy tu byla synagoga?“

Jeckes. Die deutsch-sprachigen Juden in Israel

13/10/2008 – 30/12/2008

Eine Ausstellung anlässlich des 60. Jahrestages der Gründung des Staates Israel des Museums der deutschsprachigen Juden – Kulturzentrum der Jeckes, Tefen/Israel und der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum.

Wesentlichen Anteil am Aufbau des Staates Israel zu einer modernen Demokratie hatten die Jeckes, die deutschsprachigen Einwanderer, die in den Jahren 1933 bis 1939 als Flüchtlinge aus dem nationalsozialistischen Deutschland in das damalige britische Mandatsgebiet Palästina kamen. Viele von ihnen kamen nicht aus zionistischer Überzeugung, im Gegenteil, „sie kamen aus Deutschland“, wie manche damals über diese Neueinwanderer spotteten. Sie hatten bürgerliche Berufe, waren Ärzte, Lehrer, Beamte, Rechtsanwälte und Architekten. Nun mussten sie neu anfangen, konnten oft nicht in ihren gelernten Berufen weiterarbeiten, um den Lebensunterhalt für sich und ihre Familien zu verdienen. Aber sie brachten ihre Erfahrungen, ihre Bildung und die Kultur der Weimarer Republik nach Eretz Israel und legten damit gemeinsam mit vielen anderen den Grundstein für einen jüdischen Staat: in Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung, im Rechtswesen, in der Architektur, in der Medizin und in der Kunst.

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