Publikationen

Berlin 1937 – Im Schatten von morgen

Stiftung Stadtmuseum Berlin, Paul Spies und Gernot Schualinski (HG)

1937 hatte die nationalsozialistische Diktatur den Alltag in
Deutschland vollends durchdrungen. Berlin erlebte in
diesem Jahr eine Phase trügerischer Ruhe.
In der heutigen Wahrnehmung des »Dritten Reichs«
wird Berlin überwiegend als die Zentrale eines politisch-
militärischen Apparates wahrgenommen. Hinter den
erschütternden Dimensionen der nationalsozialistischen
Verbrechen verblassen Alltagserfahrungen aus der Zeit
vor Pogrom, Weltkrieg und Holocaust. Dabei ermöglicht die
Betrachtung des Jahres 1937 gewinnbringende Einblicke
in die Funktionsweisen und Konsequenzen der Diktatur
am Beispiel einer Stadtgesellschaft, die Wirkungsmechanismen
eines menschen verachtenden Systems werden sichtbar.

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„Berlin lebt auf!“
Die Fotojournalistin Eva Kemlein (1909-2004)

Kemlein Katalog

Anna Fischer und Chana Schütz (Hg.)
„Berlin lebt auf!“ Die Fotojournalistin Eva Kemlein (1909–2004)
Sprache: Deutsch
128 Seiten, Klappenbroschur
80 Abbildungen
ISBN: 978-3-95565-181-7
14,90 €

Ausstellung 07. Oktober 2016 bis 30. Juni 2017

Eva Kemlein (1909–2004) war die Chronistin des Berliner Nachkriegs und des Berliner Theaterlebens. Als Bildjournalistin für die „Berliner Zeitung“, deren erste Ausgabe 1945 die Überschrift trug: „Berlin lebt auf!“, prägten ihre Bilder von Überlebenden – sie selbst hatte die Nazizeit als Jüdin versteckt überstanden – das Gedächtnis der Nachkriegszeit. Immer Grenzgängerin zwischen den Welten, fotografierte sie an den Bühnen Ost-Berlins und lebte im Westen der Stadt. So entstand in Kooperation mit der Stiftung Stadtmuseum Berlin die Schau eines außergewöhnlichen Lebens zwischen Ost und West.

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abgedreht! Bühnenwelten – Lebenswelten.
Stage Designs – Living Spaces. Chaim Heinz Fenchel (1906–1988)

Chana Schütz (Hg.), 14,90 €

fenchelZum ersten Mal, nach fast 80 Jahren, wieder in Deutschland: Originalentwürfe und Standfotografien eines Künstlers, dessen Karriere im Berlin der Weimarer Republik begann und in Israel ihre Vollendung fand.

Als der Berliner Heinz Fenchel im Februar 1937 in Haifa an Land ging, konnte er auf eine bemerkenswerte Karriere im deutschen und internationalen Filmgeschäft zurückschauen: Er hatte die Sets für insgesamt 45 Filmproduktionen – von Großstadtkomödien bis zu Actionfilmen – geschaffen.

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Momente einer einzigartigen Beziehung-
50 Jahre Deutschland und Israel

Chana Schütz (Hg.)

Begleitpublikation zur gleichnamigen Ausstellung der Stiftung Neue Synagoe Berlin – Centrum Judaicum und des Auswärtigen Amts Berlin aus Anlass des 50. Jahrestages der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Staat Israel, 2015

Ausstellung

Kostenfrei erhältlich beim Auswärtigen Amt Berlin

„My own private Germany“
Journey through the past and the present

Hentrich&Hentrich (Hg.)
My own private Germany
Journey through the past and the present Sprache: Englisch 128 Seiten, Broschur 21 Abbildungen ISBN: 978-3-95565-184-8 14,90 €

Essays

In this second volume of essays written by the alumni of Germany Close Up, the young Jewish North American former participants reflect on their diverse personal experiences in Germany and use these to explore broader questions of remembrance and identity.

Edited by Dagmar Pruin and Anja Siegemund
With forewords by Sigmar Gabriel and Frank-Walter Steinmeier

„all meine pfade rangen mit der nacht
jakob van hoddis / hans davidsohn“

Irene Stratenwerth und
Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum (Hg.), 20,45 €

hoddis
Begleitband zur Ausstellung
ISBN: 3 – 87877 – 016 – 2
256 Seiten, kartoniert
Erschienen im Stroemfeld Verlag

geraubt und genutzt. Bücher von verfolgten und ermordeten Juden in Berliner Bibliotheken

Maria Winkler, 5,90 €

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In den deutschen Bibliotheken befinden sich noch immer Bücher, die ihren Eigentümern während der NS-Herrschaft geraubt wurden.
Das Thema NS-Raubgut wird in der öffentlichen Diskussion meist nur mit Rückgaben von wertvollen Gemälden in Verbindung gebracht. Geraubte Bücher hingegen scheinen wertlos – für die Beraubten und deren Familien sind sie jedoch unersetzliche, ja unschätzbare Erinnerungsstücke.
Nach den Deportationen blieben die Bücher meist in den verlassenen Wohnungen zurück, wurden zusammen mit dem übrigen Hausrat beschlagnahmt und danach verwertet. Auch die Bibliotheken verbotener Parteien, Logen und Vereine wurden von den NS-Behörden eingezogen. In den besetzten Ländern plünderten Rauborganisationen systematisch. Deutsche Bibliotheken profitierten davon unmittelbar, indem sie das Raubgut wie selbstverständlich in ihre Bestände einfügten.
Der Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung zeigt an ausgewählten Beispielen die Wege geraubter Bücher und erzählt die Geschichten ihrer rechtmäßigen Eigentümer und deren Nachkommen. Zudem gibt der Band einen Einblick in das noch junge Arbeitsfeld der Provenienz-Recherche zu NS-Raubgut in deutschen Bibliotheken.

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Moses Mendelssohn – Freunde, Feinde & Familie

Eva-Maria Thimme (Hg.), 14,90 €

mendelssohnMoses Mendelssohn – an ihm schieden und scheiden sich, wie kaum an einer anderen Persönlichkeit der neueren jüdischen Geschichte, die Geister.
Verehrten ihn die einen als Wegbereiter von Emanzipation und bürgerlicher Gleichberechtigung der deutschen Juden sowie deren Teilhabe am kulturellen, intellektuellen und politischen Leben ihres Landes, so verachteten ihn die anderen als Totengräber des traditionellen Judentums, seiner Identität und Wertevorstellungen.
Im Rückblick zeigt sich, dass Mendelssohn den schmalen Grat zwischen gesetzestreuem Judentum und säkularer bürgerlicher Existenz beschritt – nicht alle vermochten ihm auf diesem Weg zu folgen.

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Untergetaucht – Eine junge Frau überlebt in Berlin 1940-1945

Marie Jalowicz Simon
Gebundene Ausgabe: 22,99 €
Taschenbuch: 10,99 €

untergetauchtBerlin 1942: Die Verhaftung durch die Gestapo steht unmittelbar bevor. Die junge Marie Jalowicz will leben und taucht unter.

Über 50 Jahre danach erzählt Marie Jalowicz Simon erstmals ihre ganze Geschichte. 77 Tonbänder entstehen – sie sind die Grundlage dieses einzigartigen Zeitdokuments.
Offen und schonungslos schildert Marie Jalowicz, was es heißt, sich Tag für Tag im nationalsozialistischen Berlin durchzuschlagen: Sie braucht falsche Papiere, sichere Verstecke und sie braucht Menschen, die ihr helfen. Vergeblich versucht sie, durch eine Scheinheirat mit einem Chinesen zu entkommen oder über Bulgarien nach Palästina zu fliehen. Sie findet Unterschlupf im Artistenmilieu und lebt mit einem holländischen Fremdarbeiter zusammen. Immer wieder retten sie ihr ungewöhnlicher Mut und ihre Schlagfertigkeit – der authentische Bericht einer außergewöhnlichen jungen Frau, deren unbedingter Lebenswille sich durch nichts brechen ließ.

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Feldrabbiner in den deutschen Streitkräften des Ersten Weltkrieges

Sabine Hank, Uwe Hank, Hermann Simon, 48,00 €

Feldrabbiner spiegeln die Präsenz deutscher jüdischer Soldaten an den Fronten des Ersten Weltkriegs wider. Die jüdischen Gemeinden und Organisationen verbanden damit die Hoffnung auf eine weiter zunehmende Anerkennung der jüdischen Gemeinschaft und ihrer Religion durch die Umgebungsgesellschaft. Zu den zentralen Aufgaben der Feldrabbiner gehörten, neben der eigentlichen religiösen Seelsorge, die Verteilung von religiöser Lektüre und „Liebesgaben“ aus der Heimat, die Durchführung von Unterhaltungsabenden und Vorträgen und der Dienst in Lazaretten. Nach der sogenannten Judenzählung 1916 widmeten sie sich auch verstärkt dem Kampf gegen den Antisemitismus in den deutschen Streitkräften. In diesem Buch werden erstmals die durch umfassende Recherchen ermittelten Feldrabbiner und Feldhilfsrabbiner der deutschen Streitkräfte mit ihren Biographien vorgestellt sowie umfangreiche Dokumente ihrer Tätigkeit abgebildet und kommentiert.
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