Veranstaltungen

6. Mai 2014
Was ist christlicher Zionismus? – Eine kritische Darstellung
Vortrag von Dr. Andreas Goetze

Ort: Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, Oranienburger Straße 28 – 30, 10117 Berlin
Seminarraum
Veranstalter: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin in Zusammenarbeit mit dem Berliner Missionswerk/ Ökumenisches Zentrum

Der Zionismus wird in der Regel als politische Bewegung aus dem Judentum betrachtet. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass es auch einen christlichen Zionismus gibt. Viele der etwa 100 Mio. Evangelikalen in den USA sehen sich selbst als sog. »Christliche Zionisten «. Diese Bewegung hat auch in Deutschland in verschiedener Ausprägung Zulauf. Ihre Anhänger unterstützen in der Regel uneingeschränkt den Staat Israel als Erfüllung der biblischen Verheißung Gottes auf Land für das jüdische Volk. Nicht selten verbinden sich diese Vorstellungen mit radikaler Ablehnung palästinensischer Interessen sowie jeglicher Kritik an konkreter israelischer Politik. Kritiker sehen in der Bewegung eine religiöse Ideologie, die letztendlich die Bekehrung der Juden am Ende der Zeiten zum Ziel hat und den Staat Israel nur als notwendigen Schritt sieht, um die Wiederkehr Jesu zu forcieren. Wie ist dieses Phänomen entstanden und wie einzuschätzen?

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27. April 2014
»Alles brannte« – Jüdisches Leben und seine Zerstörung in den preußischen Provinzen Hannover und Ostpreußen
Ausstellungseröffnung

Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, Oranienburger Straße 28 – 30, 10117 Berlin

Die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, das Centrum Judaicum und das Ostpreußische Landesmuseum Lüneburg präsentierten gemeinsam die Sonderausstellung »Alles brannte!«.
Die Ausstellung bot auf Grundlage zahlreicher bisher unveröffentlichter Dokumente erstmals einen vergleichenden Einblick in die jüdische Geschichte zweier deutscher Regionen, der ehemaligen preußischen Provinzen Hannover und Ostpreußen. Sie dokumentierte Verfolgung und Vernichtung während des Nationalsozialismus und Formen der Erinnerung.

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24. April 2014
„Von Berlin nach Buenos Aires.
Ellen Marx – deutsch-jüdische Emigrantin und Mutter der Plaza de Mayo“
Buchpräsentation und Lesung

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1939 gelang Ellen Marx mit ihrer jüdischen Pfadfindergruppe die Flucht nach Argentinien, wo sie eine Familie gründete und ihr Leben in der wachsenden jüdischen Gemeinde von Buenos Aires verbrachte. Als nach dem Putsch der Militärs 1976 ihre 28-jährige Tochter Nora verschwand, begann für sie eine lebenslange Suche.

Jeanette Erazo Heufelder (Potsdam) stellte die Geschichte dieser Gründerfigur der deutsch-jüdischen Gemeinde von Buenos Aires vor, aus der eine „Mutter der Plaza de Mayo“ wurde. Der Menschenrechtsanwalt Wolfgang Kaleck (European Center for Constitutional and Human Rights e.V.), der eng mit Ellen Marx zusammenarbeitete, sprach ergänzend über die Fälle des „Verschwindenlassens“ von Nachkommen deutsch-jüdischer Flüchtlinge, die er als Sprecher der Koalition gegen Straflosigkeit 1999 im Auftrag ihrer Angehörigen bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg Fürth einreichte.
Moderator: Carsten Hueck

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Veranstaltungshinweis – 07. April 2014
Sicherheit für jüdisches Leben in Europa: Herausforderungen für Politik und Gesellschaft

Veranstaltungsort:
Konferenzsaal im Haus 1
der Friedrich-Ebert-Stiftung
Hiroshimastraße 17 10785 Berlin-Tiergarten

Das Projekt „Gegen Rechtsextremismus“ der Friedrich-Ebert-Stiftung und das AJC Berlin Ramer Institute luden zu einem European Forum on Anti-Semitism ein. Antisemitische Erscheinungsformen verbaler, aber auch gewalttätiger Art haben europaweit zu einer Verunsicherung innerhalb der jüdischen Gemeinden geführt. Für rechtsextreme Parteien in West- wie Mittelosteuropa gehört Antisemitismus zum festen Bestandteil ihrer Ideologie und äußert sich zunehmend offen und aggressiv. Eine unmittelbare Bedrohung stellen darüber hinaus jihadistische Gruppen dar, die ebenfalls in und von Europa aus operieren. Kurz vor der Wahl zum Europäischen Parlament, bei der laut Umfragen mit einem Erstarken rechtsradikaler Parteien zu rechnen war, widmete sich dieses Forum den Herausforderungen für Politik und Gesellschaft im Hinblick auf die Sicherheit jüdischen Lebens in Europa.
Die Veranstaltung richtete sich an die interessierte Fachöffentlichkeit und wurde simultan deutsch-englisch übersetzt. Mehr Informationen Organisation: Hans Komorowski forum.hk@fes.de Telefon: 030 26 935-7303

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07. April 2014
Erzähl es deinen Kindern – Die Torah in fünf Bänden
Band 1 – Bereschit – Am Anfang
Buchpräsentation

11. März 2014
Aventiuren in Aschkenas
Jüdische Aneignungen nichtjüdischer Texte und Erzählstoffe im vormodernen Europa

Tagung der Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für deutsche Literatur – Ältere deutsche Literatur

Nähere Informationen:   Aventiuren in Aschkenas

Für die weitere Informationen wenden Sie sich bitte per Mail an Astrid Lembke: astrid.lembke@hu-berlin.de

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13. Februar 2014
„Die Reise nach Berlin“
Buchvorstellung

Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Oranienburger Straße 28–30, 10117 Berlin


Die_Reise_nach_Berlin1921 erstmals als Artikelfolge in der Berliner Morgenpost und 1925 als Buch erschienen, war Die Reise nach Berlin für den Autor selbst „ein romantischer Baedeker und Führer aus dem neuen Berlin ins alte“. Der Berliner Schriftsteller Georg Hermann urteilte, es sei „ein Buch, so reizend geschrieben, dabei ganz leicht und instruktiv, voller Wissen um die Dinge steckend“.
Heilborn spaziert plaudernd und reminiszierend durch das Berlin seiner Jugend und holt aus seinem Gedächtnis interessante Begebenheiten und bisweilen köstliche Anekdoten hervor. Immer wieder macht er klar, in welcher Tradition er sich sieht, wenn er Adolf Glaßbrenner, Wilhelm Raabe und Theodor Fontane zitiert. Heilborn verklärt jedoch nicht die bürgerliche Lebenswelt des ausgehenden 19. Jahrhunderts, sondern weiß den Charme und die Ästhetik des Berlins der 1920er-Jahre zu schätzen. Er erfreut sich am dichten Verkehr, an der Leuchtreklame, am weltstädtischen Flair. So beschreibt er den Potsdamer Platz als Inbegriff der modernen Großstadt.

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30. Januar 2014
»Fluchten. Wie ein junges Mädchen den Holocaust überlebte«
Buchpräsentation und Zeitzeugengespräch mit Eva Erben und Günther Jauch

Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Oranienburger Straße 28–30, 10117 Berlin

Eva Erben (*1930) stammt aus dem Sudetenland. Ihre Eltern, Jindrich und Marta Löwidt, beschlossen 1936, in die tschechoslowakische Hauptstadt Prag zu ziehen. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht am 15. März 1939 änderte sich ihr Leben schlagartig. Im Dezember 1941 wurden die Löwidts in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Der Vater wurde 1944 nach Kaufering verschleppt und ermordet. Eva und ihre Mutter kamen nach Auschwitz-Birkenau, dann in ein Außenkommando des KZ Groß-Rosen. Im Februar 1945 trieb die SS sie auf einen ›Todesmarsch‹, den die Mutter nicht überlebte. Eva gelang die Flucht und wurde von einer tschechischen Familie versteckt. 1948 wanderte sie mit ihrem Ehemann über Frankreich nach Israel aus.

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12. Dezember 2013
»Eine unglaubliche Reise. Von Ostpreußen nach New York« – Zeitzeugengespräch mit Jerry (Gerd) Lindenstraus

Jerry (Gerd) Lindenstraus kam 1929 im ostpreußischen Gumbinnen zur Welt. Die jüdische Familie besaß seit 1883 das zweitgrößte Kaufhaus der Stadt. 1933 waren die Lindenstraus’ gezwungen, nach Danzig zu ziehen. Die »Kristallnacht« erlebte Gerd in Königsberg. Im Sommer 1939 gelang die Flucht nach Schanghai. 1947 ging es nach Kolumbien und 1951 in die USA, wo er in New York eine erfolgreiche Firma gründete. Erst 1992 konnte Jerry seine seit 1945 russische Heimatstadt besuchen.

Das Zeitzeugengespräch war eine Kooperationsveranstaltung im Rahmen des Berliner Themenjahres 2013 Zerstörte Vielfalt. Berlin 1933 – 1938 mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung, der Stiftung Topographie des Terrors und der Stiftung Neue Synagoge – Centrum Judaicum.

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Dienstag 10. Dezember 2013
„Wir haben es doch erlebt…“ Das Ghetto von Riga
Film-Tour 2013-Abschlussveranstaltung

Schirmherr: Wolfgang Tiefensee, Vorsitzender des Vereins Gegen Vergessen – Für Demokratie.

Rund 25.000 Juden aus dem Deutschen Reich wurden während des Zweiten Weltkriegs nach Riga, im von deutschen Truppen besetzten Lettland, verschleppt. Zwischen November 1941 und Oktober 1942 fuhren 25 Züge aus 14 Städten nach Riga – darunter acht Züge mit 8.251 Juden aus Berlin. Unmittelbar zuvor waren die bis dahin im Ghetto von Riga internierten ca. 27.000 lettischen Juden und Jüdinnen in einem Massaker ermordet worden, um Platz für die Neuankömmlinge aus Deutschland zu schaffen. Auch Tausende Deportierte aus dem Deutschen Reich wurden direkt nach der Ankunft erschossen. Diejenigen, die das Ghetto lebend erreichten, mussten ein Martyrium erleiden, an dessen Ende auf die meisten Menschen ebenfalls der Tod wartete.

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