Veranstaltungen

10. März 2016
Öffentliche Präsentation einer NS-Raub- und Beutegutdatenbank

im Repräsentantensaal der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Oranienburger Str. 28-30, 10117 Berlin.

Es wurde eine Datenbank über Raub- und Beutegut aus der Zeit des Nationalsozialismus vorgestellt. Sebastian Finsterwalder (Mitarbeiter Referat Provenienzforschung der Zentral- und Landesbibliothek Berlin) und Sina Latza (Mitarbeiterin Stabsstelle NS-Raub- und Beutegut der Universitätsbibliothek der Freien Universität) präsentierten die interaktive Sammlung Looted Cultural Assets. Die Veranstaltung eröffnete der Gründungsdirektor der Stiftung Neue Synagoge Berlin, Dr. Hermann Simon. Medienvertreter und andere Interessierte konnten den Zugang zur Datenbank im Rahmen der Veranstaltung testen und die Ausstellung „geraubt und genutzt – Bücher von verfolgten und ermordeten Juden in Berliner Bibliotheken“ besuchen.

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3. März 2016
Überlebende und ihre Nachkommen
Gespräche mit der zweiten Generation

©Helena Schätzle für AMCHA Deutschland e.V.

©Helena Schätzle für AMCHA Deutschland e.V.

Ein persönliches Gespräch mit der zweiten Generation über die innerfamiliären Herausforderungen, moderiert von der Filmemacherin Britta Wauer.
Es nahmen teil: Gabriel Berger, Nea Weissberg und Marguerite Marcus

Ort:
Neue Synagoge Berlin, Großer Saal (3.OG)
Oranienburger Str. 28-30, 10117 Berlin.


Kinder von Überlebenden verinnerlichen oftmals die unterdrückten Gefühle der Eltern im Prozess der transgenerationellen Übertragung. Sie tragen die Last des Holocaust und der für die Eltern damit verbundenen Trauer in sich. Sie zeigen eine Mischung aus besonderen Stärken und extremer Verwundbarkeit in belastenden Situationen.
Wie wirkt sich die traumatisierende Vergangenheit der Eltern oder Großeltern auf die nachfolgenden Generationen aus? Dieser Frage ging Britta Wauer in einem persönlichen Gespräch nach.

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Am 27. Februar 1943 fand die »Fabrik-Aktion« statt, bei der Tausende Jüdinnen und Juden an ihren Zwangsarbeitsstätten verhaftet und anschließend nach Auschwitz deportiert wurden. In Berlin waren auch viele in sogenannter Mischehe Lebende darunter, die im Sammellager in der Rosenstraße 2-4, dem ehemaligen Wohlfahrtsamt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, interniert wurden. Als ihre Angehörigen, vorwiegend Frauen, erfuhren, wo sie sich befanden, harrten sie tagelang vor dem Gebäude aus – bis zur Freilassung der Inhaftierten.

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23. Februar 2016
Buchpräsentation
Edition »Judenverfolgung 1933–1945«
Band 8: Sowjetunion mit annektierten Gebieten II

Veranstaltungsort
Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Oranienburger Str. 28–30, 10117 Berlin

PROGRAMM
Begrüßung: Dr. Anja Siegemund, Direktorin der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Einführung: Prof. Dr. Ulrich Herbert
Lesung: Anette Daugardt, Schauspielerin
Gespräch: Katja Petrowskaja, Buchautorin (Ingeborg-Bachmann-Preis 2013) mit Prof. Dr. Wolfgang Eichwede
Diskussion: Prof. Dr. Ulrich Herbert, Dr. Bert Hoppe, Katja Petrowskaja, Prof. Dr. Andreas Wirsching

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Sonntag, 31. Januar 2016 – „Berlin sagt Danke“
Ganztägig freier Eintritt im Centrum Judaicum

Berlin sagt Danke!

Als Dankeschön an alle Berlinerinnen und Berliner, die Flüchtlingen geholfen haben, in unserer Stadt anzukommen, öffneten mehr als achtzig Orte in Berlin am 31. Januar ihre Türen. Im Centrum Judaicum hatten an diesem Tag die Berlinerinnen und Berliner freien Eintritt.

Ausführliche Informationen zum Aktionstag finden Sie hier:

www.berlin.de

www.berlin.de

Veranstaltungshinweis:
LOUIS LEWANDOWSKI FESTIVAL 2015
17. – 20. Dezember 2015


Berlin 17. – 20. Dezember 2015

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erreichte die Musik von Sulzer und Lewandowski viele Kantoren in Osteuropa. Infolge dessen öffnete sich die osteuropäisch-jüdische Kultur zunehmend dem Westen. Das fünfte Louis Lewandowski Festival war der Musik einiger der herausragendsten Chor Shul Komponisten gewidmet.
Weitere Informationen
louis-lewandowski-festival.de

17. November 2015
“The Presence and Absence of Women in the Intellectual History of the Jewish Community”

Eröffnungsveranstaltung der internationalen Konferenz „The Role of Women’s Leadership in Faith Communities. Marking 80 Years of Women in the Rabbinate“

Porträt Regina Jonas 1939©CentrumJudaicum

Porträt Regina Jonas 1939©CJ

Centrum Judaicum (Großer Saal, 3rd floor),
Oranienburger Str. 28-30, 10117 Berlin

Greetings
Dr. Anja Siegemund
Direktorin der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

Keynote Speech
Prof. Dr. Rachel Elior
(John and Golda Cohen Professor of Jewish Philosophy and Jewish Mystical Thought at the Hebrew University of Jerusalem)
“The Presence and Absence of Women in the Intellectual History of the Jewish Community”

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5. November 2015
Buchvorstellung von Thomas B. Schumann, Köln
Max Osborn – Der bunte Spiegel
Erinnerungen aus dem Kunst-, Kultur- und Geistesleben der Jahre 1890 bis 1933

Max Osborn_Portrait

Max Osborn_Portrait_©Edition Memoria


Max Osborn – Der bunte Spiegel.
Erinnerungen aus dem Kunst-, Kultur- und Geistesleben der Jahre 1890 bis 1933

Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Oranienburger Straße 28-30
10117 Berlin – Mitte

Seminarraum 1.OG

Max Osborn, 1870 in einer jüdischen Bankiersfamilie in Köln geboren, war bis 1933 einer der maßgeblichsten deutschen Kunstkritiker. So schrieb er als Erster positiv z.B. über Matisse und Picasso und verhalf Künstlern wie Max Pechstein oder Christian Schad zum Durchbruch. Als Mitglied der Ankaufskommission der Nationalgalerie und der Kunstkommission der Stadt Berlin sowie als Präsident der Vereinigung der deutschen Kunstkritiker spielte er eine wichtige Rolle im Kulturleben. Das änderte sich schlagartig nach der nationalsozialistischen Machtergreifung. Zwar konnte sich Osborn noch an der Gründung und Programmgestaltung des Jüdischen Kulturbunds beteiligen, doch musste er 1938 emigrieren, zunächst nach Paris und 1941 nach New York. Dort arbeitete er für den Aufbau und starb 1946. Im Jahr zuvor hatte er in einem kleinen Exilverlag sein Buch Der bunte Spiegel. Erinnerungen aus dem Kunst-, Kultur- und Geistesleben der Jahre 1890 bis 1933 veröffentlicht, das erst rund siebzig Jahre später im deutschen Sprachraum erschien und große Resonanz fand. In einer Mischung aus persönlicher Verbundenheit und Sachlichkeit vergegenwärtigt Osborn darin die kulturelle Blüte der Wilhelminischen Ära und der Weimarer Republik. Anschaulich, packend und lebendig reiht er in seinen Künstlerporträts etwa über Adolph Menzel, Max Liebermann, Lesser Ury, Max Slevogt oder Max Reinhardt zahlreiche interessante Beobachtungen und teils sehr skurrile Anekdoten aneinander.

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30. September 2015
»›Wer bin ich, dass ich über Leben und Tod entscheide?‹ Hans Calmeyer – ›Rassereferent‹ in den Niederlanden 1941–1945«
Buchvorstellung und Zeitzeugengespräch

im Haus der Commerzbank, Pariser Platz 1, 10117 Berlin

Der Anwalt Hans Calmeyer (1903 –1972) war während des Zweiten Weltkriegs an die deutsche Besatzungsverwaltung in Den Haag abkommandiert. Er hatte die Aufgabe, in »rassischen Zweifelsfällen« zu entscheiden, ob jemand Jude oder »Arier« sei. In 3.700 von 6.000 Fällen deklarierte Calmeyer Juden zu »Ariern« oder »Mischlingen« um, so auch Jacqueline van Maarsen (*1929), die beste Schulfreundin Anne Franks (1929–1945). Yad Vashem erklärte ihn 1992 zu einem »Gerechten unter den Völkern«. Dennoch blieb die Frage: War Calmeyer Retter oder Mittäter, Schindler oder Schwindler?, der Mathias Middelberg in seinem Buch an ganz konkreten Fällen nachgeht.

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6. September 2015
286. Geburtstag Moses Mendelssohns
Studienexkursion Mendelssohn – Orte in Berlin

Von der Meierei Bartholdy zu den IG Farben: „Mendelssohn-Orte in Berlin“
Studienexkursion am Sonntag 6. September 2015 von 10 bis 18 Uhr

Führung von Heide Bergfeld, Eva Ghosh, Thomas Lackmann,
Claudia Malzfeldt und Sebastian Panwitz zu Wohn-, Wirkungs- und
Grabstätten der Familie Mendelssohn aus drei Jahrhunderten

Tel.: 030-817047 – 26
Fax: 030-817047– 27

Veranstalter: Mendelssohn-Gesellschaft, Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
und Evangelischer Friedhofsverband Berlin Stadtmitte

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