Veranstaltungsarchiv

27. Februar 2018, 16.00 Uhr
Gedenken an die »Fabrik-Aktion« und
den Protest in der Rosenstraße

Der Initiativkreis und die Ständige Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum
laden herzlich zu der Gedenkveranstaltung am Dienstag, 27. Februar 2018, ein.

Zum Thema
Am 27. Februar 1943 fand die »Fabrik-Aktion« statt, bei der Tausende Jüdinnen und Juden an
ihren Zwangsarbeitsstätten verhaftet und anschließend nach Auschwitz deportiert wurden. In
Berlin waren auch viele in sogenannter Mischehe Lebende darunter, die im Sammellager in der
Rosenstraße 2–4, dem ehemaligen Wohlfahrtsamt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, interniert
wurden. Als ihre Angehörigen erfuhren, wo sie sich befanden, versammelten sie sich vor dem
Gebäude; es waren vor allem Frauen und Kinder, die dort tagelang ausharrten – bis zur Freilas-
sung der Festgenommenen.

weiterlesen

22. Januar 2018, 18.00 Uhr
Das Schicksal deutscher Juden im Zeichen der Globalisierung

Moderierte Lesung und Gespräch mit Prof. em. Dr. h. c. Alfred Grosser und
Dr. mult. Manfred Osten (Moderator) 
Musik mit dem Diplomatischen Streichquartett Berlin
mit Werken von Caceres, Bloch, Mendelssohn Bartholdy und Bacewicz im Rahmen der
Internationalen Tage Jüdischer Musik (21. – 24.01.2018)


Ort: Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

        Oranienburgerstr. 28-30, 10117 Berlin
        Repräsentantensaal

Anmeldung: presse@centrumjudaicum.de / Tel.: 030/ 880 28 316 

Alfred Grosser, der sowohl mit der deutschen als auch mit der jüdischen Identität
tief vertraut ist, geht in seinen Büchern „Le Mensch“ und „Von Ausschwitz nach
Jerusalem“ der Frage nach der Entstehung und Moral sozialer Identitäten nach.
Im Gespräch mit Manfred Osten, ehemaliger Diplomat und Generalsekretär der
Alexander von Humboldt-Stiftung, zeichnet er das Schicksal des Judentums in der
deutschen Geschichte bis in die Gegenwart weltoffener Willkommenskultur nach.
Angesichts hunderttausender, zum Teil offen antisemitisch auftretender Geflüchteter
aus dem Vorderen Orient, stellt sich die Frage nach der Verantwortung Deutschlands
dringender denn je.
Die Musik des Abends nimmt das Thema mit Werken jüdischer, deutscher und
polnischer Komponisten vom Barock bis in die Gegenwart auf.
Es spielt das Diplomatische Streichquartett Berlin.

weiterlesen

22. November 2017, 18.30 Uhr
Podiumsdiskussion Tradition und Erneuerung
Die Rolle progressiver RabbinerInnen und KantorInnen in Europa im 21. Jahrhundert

Am Mittwoch, dem 22. November 2017, findet im Centrum Judaicum ab 18:30 Uhr eine öffentliche Podiumsdiskussion mit dem Titel Tradition und Erneuerung – Die Rolle progressiver RabbinerInnen und KantorInnen in Europa im 21. Jahrhundert statt.

Das Abraham Geiger Kolleg veranstaltet im November seine erste Alumni-Konferenz. Dr. Anja Siegemund, Direktorin der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, eröffnet den Abend mit einem Grußwort. Rabbinerin Denise L. Eger (Immediate Past President, Central Conference of American Rabbis, Los Angeles) hält danach ein englischsprachiges Impulsreferat. Im Anschluss wird Rabbinerin Dr. Yael  Deusel (Liberale Jüdische Gemeinde Mischkan ha-Tfila Bamberg) ein Grußwort im Namen der Allgemeinen Rabbinerkonferenz Deutschland (ARK) sprechen.

weiterlesen

17. November 2017, 11.00 Uhr
Bundesweiter Vorlesetag
 „Zerstörte Kindheit und Jugend.
Mein Leben und Überleben in Berlin“
von Regina Steinitz

Am 17. November 2017 um 11 Uhr findet im Centrum Judaicum in Kooperation zwischen der Stiftung Neue
Synagoge Berlin und der Szloma-Albam-Stiftung eine Buchlesung statt, zu der Schulklassen ab Jahrgang 7
im Rahmen des Bundesweiten Vorlesetags der Stiftung Lesen sehr herzlich eingeladen sind.

Die 1965 geborene Schauspielerin Birge Schade, Trägerin des Deutschen Fernsehpreises 2005, wird aus den
Lebenserinnerungen der Berliner Jüdin Regina Steinitz lesen, die in der Zeitzeugenreihe der
Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas erschienen sind. Zusammen mit ihrer Zwillingsschwester
hat es Regina Steinitz an verschiedenen Zufluchtsorten in Berlin geschafft, Naziterror und Holocaust zu überleben.

weiterlesen

16. November 2017, 18.00 Uhr
Zeitzeugengespräch
mit Leon ›Henry‹ Schwarzbaum und Anne Will

Leon ›Henry‹ Schwarzbaum (*1921) stammt aus Hamburg und zog im Alter von zwei Jahren mit seiner polnisch
-jüdischen Familie in das oberschlesische Bendzin. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht im September 1939
mussten die Schwarzbaums in das Getto ziehen und Zwangsarbeit leisten. Leon floh 1943, wurde jedoch
festgenommen und nach Auschwitz deportiert. Dort war er Zeuge, wie SS-Angehörige in der Nacht auf
den 3. August 1944 die fast 3.000 verbliebenen Sinti und Roma ermordeten. Im Januar 1945 wurde er in die
Lager Buchenwald, Haselhorst in Berlin-Siemensstadt und Sachsenhausen verschleppt. Im April 1945 trieb die
SS ihn auf einen Todesmarsch, bis amerikanische Soldaten Leon Schwarzbaum und seine Leidensgenossen
kurz vor Schwerin befreiten. Er lebt in Berlin.

weiterlesen

17. Oktober 2017
Gedenkakt zum 10. Todestag
von Ernst Ludwig Ehrlich

Gedenkakt des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk in Kooperation mit der
Stiftung Neue Synagoge und der Jüdischen Gemeinde zu Berlin zum
10jährigen Todestag seines Namensgebers.

26. September 2017, 18.00 Uhr
Buchpräsentation
Neues Judentum – altes Erinnern?

 Herausgegeben von Dmitrij Belkin, Lara Hensch und Eva Lezzi (Hentrich & Hentrich Verlag).

Begrüßung:
Dr. Anja Siegemund (Direktorin Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum),
Jo Frank (Geschäfts- führer ELES), Dr. Nora Pester (Hentrich & Hentrich Verlag),
Miki Hermer (Amadeu-Antonio-Stiftung, Projekt »Aktionswochen gegen Antisemitismus«).

Es diskutieren:
Die Herausgeber*innen des Bandes, sowie die Autor*innen
Alissa Maxmann (Kulturwissenschaftlerin, ELES-Stipendiatin),
Hannah Peaceman (Philosophin, ELES-Alumna) und
Oleg Pronitschew (Ethnologe, ELES-Alumnus).

weiterlesen

12. September 2017, 18.00 Uhr
Ausstellungseröffnung
#Babel 21.
Migration und jüdische Gemeinschaft

Die Ausstellung #Babel 21. »Migration und jüdische Gemeinschaft« porträtiert zwölf junge Menschen
mit ihren vielfältigen, internationalen Migrationsbiographien. Die Porträtierten erzählen von ihren
unterschiedlichen Herkünften und Identitäten und reflektieren zugleich über ihr jüdisches Selbstverständnis
– in Deutschland und in Europa. Die Ausstellung gruppiert sich mit zahlreichen Texten und Bildern
um die fünf Gedankenräume Familie, Migration, Heimat, Religion und Vielfalt. Die meisten Porträtierten
sind Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie Alumnae des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks,
das begabte jüdische Studierende und Promovierende fördert.

weiterlesen

11. September 2017, 17.00 Uhr
Politischer Diskussionsabend
 »Migration und die Zukunft der jüdischen Gemeinschaft«

im Rahmen der Ausstellung  #Babel 21 »Migration und jüdische Gemeinschaft«

Teilnehmer:
Thomas Krüger (Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung)
Daniel Botmann (Geschäftsführer des Zentralrats der Juden in Deutschland)
Dr. Dmitrij Belkin (Kurator der Ausstellung, ELES) und
Meytal Rozental (Kulturwissenschaftlerin, ELES-Stipendiatin)

Begrüßung:
Dr. Anja Siegemund (Direktorin Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum)

Moderation:
Jo Frank (Geschäftsführer ELES)
Greta Zelener (Sozialwissenschaftlerin, ELES-Stipendiatin)

weiterlesen

20. Juni, 20.15 Uhr
„Die Frau und die Stadt“
Theateraufführung

Gertrud Kolmar (1894-1943), Tochter einer akkulturierten jüdischen Familie in Berlin, war zu ihren Lebzeiten relativ unbekannt. Heute gilt sie als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Dichterinnen. Seit 1917 schuf sie ein lyrisches Werk, das tiefer Verwundung Ausdruck gibt. Ab 1941 musste sie Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie leisten, im Februar 1943 wurde sie nach Auschwitz deportiert und ermordet.

„Die Frau und die Stadt“, verfasst von Gerhild Reinshagen, dringt mit einem fiktiven Monolog zu den Seelenqualen und der Zerrissenheit Kolmars vor, die sich das Leben nehmen will, dann aber doch entscheidet, an ihrem Leben bis zum letzten Augenblick festzuhalten.

weiterlesen

Seite 1 von 1012345...10...Letzte »