Veranstaltungsarchiv

17. November 2017, 11.00 Uhr
Bundesweiter Vorlesetag
 „Zerstörte Kindheit und Jugend.
Mein Leben und Überleben in Berlin“
von Regina Steinitz

Am 17. November 2017 um 11 Uhr findet im Centrum Judaicum in Kooperation zwischen der Stiftung Neue
Synagoge Berlin und der Szloma-Albam-Stiftung eine Buchlesung statt, zu der Schulklassen ab Jahrgang 7
im Rahmen des Bundesweiten Vorlesetags der Stiftung Lesen sehr herzlich eingeladen sind.

Die 1965 geborene Schauspielerin Birge Schade, Trägerin des Deutschen Fernsehpreises 2005, wird aus den
spannenden Lebenserinnerungen der Berliner Jüdin Regina Steinitz lesen, die in der Zeitzeugenreihe der
Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas erschienen sind. Zusammen mit ihrer Zwillingsschwester
hat es Regina Steinitz an verschiedenen Zufluchtsorten in Berlin geschafft, Naziterror und Holocaust zu überleben.

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16. November 2017, 18.00 Uhr
Zeitzeugengespräch
mit Leon ›Henry‹ Schwarzbaum und Anne Will

Leon ›Henry‹ Schwarzbaum (*1921) stammt aus Hamburg und zog im Alter von zwei Jahren mit seiner polnisch
-jüdischen Familie in das oberschlesische Bendzin. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht im September 1939
mussten die Schwarzbaums in das Getto ziehen und Zwangsarbeit leisten. Leon floh 1943, wurde jedoch
festgenommen und nach Auschwitz deportiert. Dort war er Zeuge, wie SS-Angehörige in der Nacht auf
den 3. August 1944 die fast 3.000 verbliebenen Sinti und Roma ermordeten. Im Januar 1945 wurde er in die
Lager Buchenwald, Haselhorst in Berlin-Siemensstadt und Sachsenhausen verschleppt. Im April 1945 trieb die
SS ihn auf einen Todesmarsch, bis amerikanische Soldaten Leon Schwarzbaum und seine Leidensgenossen
kurz vor Schwerin befreiten. Er lebt in Berlin.

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17. Oktober 2017
Gedenkakt zum 10. Todestag
von Ernst Ludwig Ehrlich

Gedenkakt des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk in Kooperation mit der
Stiftung Neue Synagoge und der Jüdischen Gemeinde zu Berlin zum
10jährigen Todestag seines Namensgebers.

26. September 2017, 18.00 Uhr
Buchpräsentation
Neues Judentum – altes Erinnern?

 Herausgegeben von Dmitrij Belkin, Lara Hensch und Eva Lezzi (Hentrich & Hentrich Verlag).

Begrüßung:
Dr. Anja Siegemund (Direktorin Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum),
Jo Frank (Geschäfts- führer ELES), Dr. Nora Pester (Hentrich & Hentrich Verlag),
Miki Hermer (Amadeu-Antonio-Stiftung, Projekt »Aktionswochen gegen Antisemitismus«).

Es diskutieren:
Die Herausgeber*innen des Bandes, sowie die Autor*innen
Alissa Maxmann (Kulturwissenschaftlerin, ELES-Stipendiatin),
Hannah Peaceman (Philosophin, ELES-Alumna) und
Oleg Pronitschew (Ethnologe, ELES-Alumnus).

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12. September 2017, 18.00 Uhr
Ausstellungseröffnung
#Babel 21.
Migration und jüdische Gemeinschaft

Die Ausstellung #Babel 21. »Migration und jüdische Gemeinschaft« porträtiert zwölf junge Menschen
mit ihren vielfältigen, internationalen Migrationsbiographien. Die Porträtierten erzählen von ihren
unterschiedlichen Herkünften und Identitäten und reflektieren zugleich über ihr jüdisches Selbstverständnis
– in Deutschland und in Europa. Die Ausstellung gruppiert sich mit zahlreichen Texten und Bildern
um die fünf Gedankenräume Familie, Migration, Heimat, Religion und Vielfalt. Die meisten Porträtierten
sind Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie Alumnae des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks,
das begabte jüdische Studierende und Promovierende fördert.

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11. September 2017, 17.00 Uhr
Politischer Diskussionsabend
 »Migration und die Zukunft der jüdischen Gemeinschaft«

im Rahmen der Ausstellung  #Babel 21 »Migration und jüdische Gemeinschaft«

Teilnehmer:
Thomas Krüger (Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung)
Daniel Botmann (Geschäftsführer des Zentralrats der Juden in Deutschland)
Dr. Dmitrij Belkin (Kurator der Ausstellung, ELES) und
Meytal Rozental (Kulturwissenschaftlerin, ELES-Stipendiatin)

Begrüßung:
Dr. Anja Siegemund (Direktorin Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum)

Moderation:
Jo Frank (Geschäftsführer ELES)
Greta Zelener (Sozialwissenschaftlerin, ELES-Stipendiatin)

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20. Juni, 20.15 Uhr
„Die Frau und die Stadt“
Theateraufführung

Gertrud Kolmar (1894-1943), Tochter einer akkulturierten jüdischen Familie in Berlin, war zu ihren Lebzeiten relativ unbekannt. Heute gilt sie als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Dichterinnen. Seit 1917 schuf sie ein lyrisches Werk, das tiefer Verwundung Ausdruck gibt. Ab 1941 musste sie Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie leisten, im Februar 1943 wurde sie nach Auschwitz deportiert und ermordet.

„Die Frau und die Stadt“, verfasst von Gerhild Reinshagen, dringt mit einem fiktiven Monolog zu den Seelenqualen und der Zerrissenheit Kolmars vor, die sich das Leben nehmen will, dann aber doch entscheidet, an ihrem Leben bis zum letzten Augenblick festzuhalten.

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24. Mai 2017, 19.00 Uhr
LernNacht – Laila Lawan

Neue Synagoge Berlin(c) Centrum Judaicum Foto Margit Billeb

„Tikkun Lail Shawuot“ heißt die Tradition, am Vorabend des jüdischen Wochenfestes Shawuot (das die Gabe der Tora am Sinai feiert) aus der Tora zu lesen und zu lernen, oft die ganze Nacht hindurch. „Laila Lawan“ bedeutet in Israel eine „weiße Nacht“, die mit Darbietungen, Musik und anderem „durchgemacht wird“.

Inspiriert von beiden Varianten, fassen wir diese in einem neuen Format zusammen: zu einer Nacht des Sich-Treffens und Lernens, des Miteinander-Redens und der Einblicke in die Vielfalt des Judentums. Verschiedene jüdische Institutionen Berlins bieten – zum Teil parallel, zum Teil hintereinander – Veranstaltungen für alle Interessierten an. Ein gemeinsamer Ausklang beendet die Nacht.

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19. Mai 2017, 11.00 Uhr
Marisha – Das Mädchen aus dem Fass
Kinderbuchlesung mit Hannah Herzsprung

Es war kein Versteckspiel, aber ein verdammt gutes Versteck. Wo andere Kinder beim Spielen abenteuerlustig für ein paar Minuten hineinkriechen, muss Marisha eineinhalb Jahre ausharren. In einem dunklen Fass! Marisha ist Jüdin und darf nicht gefunden werden.

Dieses Buch erzählt die wahre Geschichte der kleinen Marisha, die ohne Vater und Mutter ganz tapfer sein muss. Wie schafft man das? Und wer hat ihr dabei geholfen?

In kindgerechter Sprache erzählt Gabriele Hannemann von Marishas Flucht aus dem Ghetto, vom Hunger, von der Angst, vom Tod und vom Überleben bis hin zu ihrer Überfahrt auf der Exodus nach Palästina, dem späteren Israel.

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14. Mai 2017, 09.45 Uhr Studienexkursion
Mendelssohn – Orte in Berlin

Führung von Eva Ghosh, Thomas Lackmann, Claudia Malzfeldt und Sebastian Panwitz
zu Wohn-, Wirkungs- und Grabstätten der Familie Mendelssohn aus drei Jahrhunderten

Startpunkt:    9.45 Uhr am Friedhof Große Hamburger Straße 26
Anmeldung:   reservierung@mendelssohn-remise.de

Tickets:   25,-€ pro Person
………   .. 45,-€ für Hamburger Teilnehmer, inkl. An- und Rückreise Bahnfahrt Berlin-Hamburg

Veranstalter:
Mendelssohn – Gesellschaft
Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum,
Ev. Friedhofsverband  Berlin Stadtmitte,
Institut für die Geschichte der deutschen Juden,
Fanny – und Felix-Mendelssohn-Gesellschaft Hamburg

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