Veranstaltungsarchiv

11. März 2014
Aventiuren in Aschkenas
Jüdische Aneignungen nichtjüdischer Texte und Erzählstoffe im vormodernen Europa

Tagung der Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für deutsche Literatur – Ältere deutsche Literatur

Nähere Informationen:   Aventiuren in Aschkenas

Für die weitere Informationen wenden Sie sich bitte per Mail an Astrid Lembke: astrid.lembke@hu-berlin.de

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13. Februar 2014
„Die Reise nach Berlin“
Buchvorstellung

Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Oranienburger Straße 28–30, 10117 Berlin


Die_Reise_nach_Berlin1921 erstmals als Artikelfolge in der Berliner Morgenpost und 1925 als Buch erschienen, war Die Reise nach Berlin für den Autor selbst „ein romantischer Baedeker und Führer aus dem neuen Berlin ins alte“. Der Berliner Schriftsteller Georg Hermann urteilte, es sei „ein Buch, so reizend geschrieben, dabei ganz leicht und instruktiv, voller Wissen um die Dinge steckend“.
Heilborn spaziert plaudernd und reminiszierend durch das Berlin seiner Jugend und holt aus seinem Gedächtnis interessante Begebenheiten und bisweilen köstliche Anekdoten hervor. Immer wieder macht er klar, in welcher Tradition er sich sieht, wenn er Adolf Glaßbrenner, Wilhelm Raabe und Theodor Fontane zitiert. Heilborn verklärt jedoch nicht die bürgerliche Lebenswelt des ausgehenden 19. Jahrhunderts, sondern weiß den Charme und die Ästhetik des Berlins der 1920er-Jahre zu schätzen. Er erfreut sich am dichten Verkehr, an der Leuchtreklame, am weltstädtischen Flair. So beschreibt er den Potsdamer Platz als Inbegriff der modernen Großstadt.

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30. Januar 2014
»Fluchten. Wie ein junges Mädchen den Holocaust überlebte«
Buchpräsentation und Zeitzeugengespräch mit Eva Erben und Günther Jauch

Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Oranienburger Straße 28–30, 10117 Berlin

Eva Erben (*1930) stammt aus dem Sudetenland. Ihre Eltern, Jindrich und Marta Löwidt, beschlossen 1936, in die tschechoslowakische Hauptstadt Prag zu ziehen. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht am 15. März 1939 änderte sich ihr Leben schlagartig. Im Dezember 1941 wurden die Löwidts in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Der Vater wurde 1944 nach Kaufering verschleppt und ermordet. Eva und ihre Mutter kamen nach Auschwitz-Birkenau, dann in ein Außenkommando des KZ Groß-Rosen. Im Februar 1945 trieb die SS sie auf einen ›Todesmarsch‹, den die Mutter nicht überlebte. Eva gelang die Flucht und wurde von einer tschechischen Familie versteckt. 1948 wanderte sie mit ihrem Ehemann über Frankreich nach Israel aus.

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12. Dezember 2013
»Eine unglaubliche Reise. Von Ostpreußen nach New York« – Zeitzeugengespräch mit Jerry (Gerd) Lindenstraus

Jerry (Gerd) Lindenstraus kam 1929 im ostpreußischen Gumbinnen zur Welt. Die jüdische Familie besaß seit 1883 das zweitgrößte Kaufhaus der Stadt. 1933 waren die Lindenstraus’ gezwungen, nach Danzig zu ziehen. Die »Kristallnacht« erlebte Gerd in Königsberg. Im Sommer 1939 gelang die Flucht nach Schanghai. 1947 ging es nach Kolumbien und 1951 in die USA, wo er in New York eine erfolgreiche Firma gründete. Erst 1992 konnte Jerry seine seit 1945 russische Heimatstadt besuchen.

Das Zeitzeugengespräch war eine Kooperationsveranstaltung im Rahmen des Berliner Themenjahres 2013 Zerstörte Vielfalt. Berlin 1933 – 1938 mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung, der Stiftung Topographie des Terrors und der Stiftung Neue Synagoge – Centrum Judaicum.

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Dienstag 10. Dezember 2013
„Wir haben es doch erlebt…“ Das Ghetto von Riga
Film-Tour 2013-Abschlussveranstaltung

Schirmherr: Wolfgang Tiefensee, Vorsitzender des Vereins Gegen Vergessen – Für Demokratie.

Rund 25.000 Juden aus dem Deutschen Reich wurden während des Zweiten Weltkriegs nach Riga, im von deutschen Truppen besetzten Lettland, verschleppt. Zwischen November 1941 und Oktober 1942 fuhren 25 Züge aus 14 Städten nach Riga – darunter acht Züge mit 8.251 Juden aus Berlin. Unmittelbar zuvor waren die bis dahin im Ghetto von Riga internierten ca. 27.000 lettischen Juden und Jüdinnen in einem Massaker ermordet worden, um Platz für die Neuankömmlinge aus Deutschland zu schaffen. Auch Tausende Deportierte aus dem Deutschen Reich wurden direkt nach der Ankunft erschossen. Diejenigen, die das Ghetto lebend erreichten, mussten ein Martyrium erleiden, an dessen Ende auf die meisten Menschen ebenfalls der Tod wartete.

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Veranstaltungshinweis 21. November 2013
Veranstaltung des Förderkreises Holocaust Mahnmal:
Curt Bois „So schlecht war mir noch nie“ – Lesung mit Gerd Wameling

17. August 2013
Lange Nacht der Synagogen

In diesem Jahr fand die beliebte Lange Nacht der Synagogen erstmals auch im Rahmen der Langen Nacht der Religionen statt. Berliner Synagogen öffnen wieder ihre Türen – Berliner und ihre Gäste waren herzlich eingeladen, das religiöse Leben in den Synagogen kennenzulernen, an der Hawdala-Zeremonie zum Schabbat-Ausgang teilzunehmen und ein vielfältiges Programm zu entdecken. Die Berliner Einheitsgemeinde bot in ihren Synagogen viele verschiedene Riten an. Die Gäste ließen sich von Haus zu Haus treiben und erlebten, wie vielfältig die Synagogen der Stadt sind – von aschkenasisch-orthodox, sefardisch-orthodox , liberal-egalitär bis hin zu konservativ. Musik und Vorträge, Diskussionen, Führungen und Essen – jede Synagoge präsentierte sich in ihrer ganz eigenen Form und Geschichte. Es gab Raum für Fragen und Antworten, Austausch und Entdeckungen. Und so bot sich die seltene Gelegenheit, einen Einblick in den religiösen jüdischen Alltag in Berlin zu gewinnen.

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16. & 23. August 2013
Schau in meine Welt!
Kinderworkshop

Warum beginnt das jüdische Neujahr schon im Herbst? Warum soll man zu Rosch ha-Schana Süßes essen und was hat es mit dem Schofar auf sich?

Zum ersten Mal boten die Jüdischen Kulturtage auch ein spezielles Programm von Kindern für Kinder an. Jüdische und nichtjüdische Kinder waren eingeladen, mehr über die jüdische Geschichte in Berlin sowie jüdische Feste und Traditionen zu erfahren. Zu Rosch ha-Schana im September 1866 eröffnet, war die Neue Synagoge Berlin einst die größte Synagoge Deutschlands. Auch heute ist sie mit Ihrer weithin sichtbaren goldenen Kuppel wieder ein Wahrzeichen der Stadt Berlin und mindestens so berühmt wie der Berliner Bär. An diesem besonderen Nachmittag erklärten Kinder „ihre Synagoge“.

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26. Juni 2013, 11 Uhr: Buchvorstellung und Lesung: Ein Pogrom im Juni. Fotos antisemitischer Schmierereien in Berlin, 1938

26. Juni 2013, 11 Uhr

Im Juni 1938 fand in Berlin ein fast vergessener Pogrom statt, der in der Rückschau als Generalprobe zu den Ereignissen im November des gleichen Jahres gedeutet werden kann. In der gesamten Stadt wurden jüdische Geschäfte beschmiert, teils auch geplündert. Hiervon sind im Archiv des Centrum Judaicum zwei umfangreiche Fotoserien bewahrt, die hier erstmals vollständig abgebildet und sowohl in ihrem weiteren Entstehungskontext als auch einzeln sorgfältig analysiert werden.

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13. Juni 2013, 11 Uhr: Buchvorstellung: Marianne Awerbuch: Ausgewählte Schriften

Buchpräsentation

13. Juni 2013, 11 Uhr

Marianne Awerbuch: Ausgewählte Schriften

Unpublizierte und publizierte Texte der Berliner Historikerin für Jüdische Geschichte

Herausgegeben von Clarissa Busse und Hartmut Zinser

Berlin: AphorismA Verlag 2013

Marianne Awerbuch wurde 1917 in Berlin geboren wo sie auch im Jahre 2004 starb. Obwohl sie aus einem großbürgerlichen, ‚assimilierten‘ jüdischen Elternhaus stammte, hat sie sich zur Kennerin jüdischer Geschichte und Literatur entwickelt – dies allerdings spät und auf verschlungenem Pfade, der sie von Berlin nach Palästina/ Israel und wieder zurück nach Berlin geführt hat.

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