Veranstaltungsarchiv

17. September 2014
Vortrag und Gespräch
Dora Diamant – Kafkas letzte Liebe

mit Kathi Diamant, der Autorin der Biografie Dora Diamants, (dem Kafka-Biografen Reiner Stach) und dem Verleger und Hörbuch-Sprecher Axel Grube

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Kathi Diamant forschte in deutschen, englischen, polnischen, russischen und israelischen Archiven, machte Familienangehörige auf mehreren Kontinenten ausfindig. Plötzlich entstand vor den Augen des Lesers eine lebendige, differenzierte, widerspruchsvolle Figur mit farbigem Hintergrund, wo es zuvor nur eine Skizze, ja beinahe nur ein Gerücht gegeben hatte. Und nun erst zeigte sich, wie unzulänglich, ja irreführend alle bisherigen Vorstellungen über Kafkas letzte Lebenszeit gewesen waren. Kafka hatte keine Muse getroffen, alles andere als das. Er war einer jungen Frau begegnet, die schon seit ihrer Kindheit eben jenen Zwiespalt gleichsam körperlich durchlebte und durchlitt, der für ihn selbst ein ethisches und intellektuelles Problem war: den Zwiespalt zwischen einer jüdischen Tradition, deren Vitalität mit Unwissen und Unfreiheit erkauft war, und dem Reichtum westlicher Bildung, der nur um den Preis von Individualismus, Abstraktion und sozialer Kälte zu haben war.

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14. September 2014
Margarete Susman (1872-1966).
Lebensweg einer kontroversen Denkerin
Buchvorstellung und Lesung

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Sie ist in einer Reihe zu nennen mit ihren Freunden Georg Simmel, Martin Buber, Gustav Landauer, Ernst Bloch, Franz Rosenzweig oder Paul Celan: die jüdische Religionsphilosophin Margarete Susman (1872–1966). Ihre Gedanken zur geistigen Bedeutung des Judentums für Europa, über die Revolution, die Frauenemanzipation, das Verhältnis von Religion und Staat und nicht zuletzt über die Beziehung zwischen Judentum und Christentum enthalten wichtige Anstöße für aktuelle Diskussionen.
Die Frankfurter Rabbinerin Elisa Klapheck hat eine Biographie über sie geschrieben und führt in Leben und Werk der religiösen Denkerin ein. Die Schauspielerin Esther Zimmering liest aus Susmans Texten.

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Lange Nacht der Synagogen
Samstag, 06. September 2014
Einlass bis 23 Uhr

Die beliebte Lange Nacht der Synagogen fand 2014 wieder im Rahmen der Langen Nacht der Religionen statt. Berliner Synagogen öffneten ihre Türen – Berliner und ihre Gäste waren herzlich eingeladen, das religiöse Leben in den Synagogen kennenzulernen, an der Hawdala-Zeremonie zum Schabbat-Ausgang teilzunehmen und ein vielfältiges Programm zu entdecken.

28. August 2014
Markus und der Golem
Buchpremiere mit dem Autor Bodo Schulenburg

25 Jahre nach dem Mauerfall: Die Wiederentdeckung eines berührenden DDR-Kinderbuchklassikers über den Holocaust nach der wahren Geschichte eines jüdischen Kinderheimes in Berlin-Pankow

Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Oranienburger Straße 28-30, 10117 Berlin

Markus und der Golem, Hentrich & Hentrich Verlag Berlin

Markus und der Golem, Hentrich & Hentrich Verlag Berlin

Im Gespräch: Jürgen Schulz, Vorsitzender von Kinderhilfe e.V. und Dr. Hermann Simon, Direktor des Centrum Judaicum, über die Geschichte des Heimes, das Schicksal seiner Kinder und Betreuer und wie heute die Erinnerung daran bewahrt und an nachfolgende Generationen weitergegeben werden kann

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20. August 2014
„Nachkriegswege nach Volkswagen.
Jüdische Überlebende zwischen Befreiung und neuer Identität“
Buchpräsentation

Band 5 der Reihe „FORSCHUNGEN POSITIONEN DOKUMENTE. Schriften zur Unternehmensgeschichte von Volkswagen“

Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Seminarraum, 1.OG
Oranienburger Straße 28-30
10117 Berlin

In dem Essay-Dokumentenband „Nachkriegswege nach Volkswagen. Jüdische Überlebende zwischen Befreiung und neuer Identität“ werden vier Lebenswege vorgestellt, anhand derer deutlich wird, dass Überlebende des Holocaust nach 1945 versuchten, sich mit Unterstützung der Alliierten einen Weg zurück ins Leben zu bahnen. Dokumente aus dem Archiv des International Tracing Service (ITS) illustrieren diese Neuanfänge ebenso wie die davor erlittene Verfolgung. Die Historische Kommunikation der Volkswagen Aktiengesellschaft und der ITS kamen überein, die Nachkriegswege dieser vier Jüdinnen und Juden exemplarisch für den Neuanfang nach der Befreiung zu rekonstruieren. Dabei sollte das Hauptaugenmerk der drei vorgeschalteten Aufsätze auf dem verwaltungstechnischen Umgang im Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit, dem Leben im Transit und der Subjektivierung der vormaligen Opfer durch Betonung ihrer aus den dokumentarischen Unterlagen ersichtlichen Entscheidungen liegen.

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9. Juli 2014
Konzert im Centrum Judaicum
New Songs – Neue Lieder

Oranienburger Str. 28/30, Großer Saal
10117 Berlin

Im Rahmen der FUBiS – Freie Universität Berlin Internationale Sommer- und Winteruniversität haben 14 junge Komponisten/-innen unter der Leitung von Prof. Samuel Adler (The Juilliard School, NY) ihre eigenen Werke geschaffen.

Der sechswöchige Kompositionskurs unter der Leitung von Professor Samuel Adler (The Juilliard School, New York) bietet jedes Jahr talentierten jungen Komponisten die Möglichkeit, eigene Werke zu komponieren und uraufzuführen. Fachliche Anleitung erhalten die Studierenden im wöchentlichen Einzelunterricht sowie durch Meisterklassen, die von international renommierten Komponisten abgehalten werden. Die dabei entstandenen Werke für Gesang und Klavier wurden in dem Konzert erstmalig vorgetragen.

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Veranstaltungshinweis – 06. Juli 2014
„Bis der Krieg uns lehrt, was der Friede bedeutet“ – Juden im ersten Weltkrieg
Vortrag und Führung

auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee
Herbert-Baum-Straße 45 | 13088 Berlin

Anlässlich des 100. Jahrestages des Beginns des Ersten Weltkrieges wurde aus einigen ausgewählten Feldpostbriefen ehemaliger Zöglinge an Sigmund Feist, Direktor des Reichenheimschen Waisenhauses der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, vorgelesen. Anschließend erfolgte ein kurzer historischer Abriss zum Ehrenfeld für die jüdischen Gefallenen des Ersten Weltkrieges auf dem Friedhof der Berliner Jüdischen Gemeinde. Ebenso wurde die Biographie eines dort beigesetzten jüdischen Soldaten vorgestellt. Zum Abschluss wurde über Feldrabbiner in den deutschen Streitkräften des Ersten Weltkrieges referiert und in diesem Rahmen das Leben eines Berliner Feldrabbiners dargestellt. Im Anschluss an den Vortrag erfolgte eine gemeinsame Begehung des Ehrenfelds für die jüdischen Gefallenen des Ersten Weltkrieges.

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18. Juni 2014
»Der König von Midian. Paul Friedmann und sein Traum von einem Judenstaat auf der arabischen Halbinsel«
Buchpräsentation

18. Juni 2014»Der König von Midian. Paul Friedmann und sein Traum von einem Judenstaat auf der arabischen Halbinsel«Buchpräsentation

mit dem Autor Julius H. Schoeps

Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Oranienburger Straße 28/30; 10117 Berlin

Lange vor Theodor Herzl, dem Begründer des politischen Zionismus, trieb den 1840 geborenen Paul Friedmann die Idee, verfolgte Juden am Küstenstrich Midian auf der arabischen Halbinsel anzusiedeln.
Seine abenteuerliche Expedition im Winter 1891/92 scheiterte und sorgte für diplomatische Verwirrungen ebenso wie für weltweite Schlagzeilen.
Das Buch »Der König von Midian. Paul Friedmann und sein Traum von einem Judenstaat auf der arabischen Halbinsel« von Julius H. Schoeps bettet die Schilderung der Expedition in eine Biografie Paul Friedmanns ein, beleuchtet dessen Briefwechsel, u. a. mit einem der ersten amerikanischen Zionisten, Richard Gottheil und schildert die Debatten um den »König von Midian«.

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16. Juni 2014
Johannes Czwalina
Die Gedenkstätte für Flüchtlinge Riehen (Schweiz)

Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, Seminarraum (1.OG)
Oranienburger Straße 28 – 30, 10117 Berlin

Wer es unternimmt, 2011 die einzige und privat finanzierte Gedenkstätte in der Schweiz zu gründen, die an die Schicksale jener Flüchtlinge erinnert, die zwischen 1933 und 1945 in dem neutralen Land Schutz und Asyl suchten – nicht selten vergeblich, was viele heute gern verschweigen würden – muss zuerst einmal ein unverbesserlicher Idealist sein, der genau wissen sollte, dass er mit solch einem Unternehmen keinen Gewinn machen wird. Johannes Czwalina ist einer, der unbeirrt seinen Weg geht, denn: »Schweigen ist kein Ausweg.«

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17. Mai 2014
Lange Nacht der Museen

PROGRAMM

20.30, 21.30, 22.30 Uhr
Führung durch die Dauerausstellung „Tuet auf die Pforten“

9 p.m. – Guided tour in English:
Permanent Exhibition “Open Ye the Gates”

21 Uhr, Seminarraum (1.OG)
Buchvorstellung mit Vortrag

Felicitas Grützmann/Matthias Albert Koch: Synagogen in Brandenburg (Verlag Hentrich & Hentrich)
Jüdische Spuren im heutigen Brandenburg in Wort und Bild
Spurensuche und mehr Informationen über die Geschichte, Traditionen und Rituale jüdischen Gemeindelebens in Brandenburg sowie über die Synagoge als Ort der Versammlung, der Lehre, des Lernens und des Gebetes.

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