Veranstaltungsarchiv

Veranstaltungshinweis
29. Januar 2019, 19.30 Uhr
Filmvorführung – Schwarzer Honig.
Das Leben und die Poesie des Abraham Sutzkever

 

 


Ort: 
Kino Hackesche Höfe / Rosenthaler Str. 40-41, 10178 Berlin

Inhalt:

Kindheit in Sibirien, das Ghetto in Wilna überlebt, von Stalin zum Zeugen in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen berufen, in Tel Aviv Anwalt des Jiddischen als Literatursprache – die Biografie des Schriftstellers Abraham Sutzkever ist paradigmatisch für die schicksalhafte Geschichte Osteuropas und der osteuropäischen Juden. Die beeindruckende, mahnende Lebensgeschichte eines Mannes, der als Künstler aufwuchs und in den Überlebenskampf gezwungen wurde. Der aktuelle Film des israelischen Kultregisseurs Uri Barbash portraitiert einen Menschen, dem die innere Kraft der Poesie allen Schicksalsschlägen zum Trotz zum Überlebenswerkzeug wurde.

Hintergrund:

Sutzkever (1913 – 2010) etablierte sich zwischen den beiden Weltkriegen als Schriftsteller im damals polnischen Wilna. Er galt als einer der bedeutendsten Gegenwartsdichter in jiddischer Sprache, liebäugelte in den frühen 1930er-Jahren mit dem Avantgardismus, dokumentierte in seinen Arbeiten nach dem deutschen Einmarsch die Gräuel der NS-Herrschaft und rettete zahlreiche Schriften vor der Vernichtung. Im Wilnaer Ghetto sah er, wie seine Mutter und sein Sohn ermordet wurden. Nach seiner Flucht aus dem Ghetto lebte er in Moskau und berichtete über die Vernichtung der Juden in seiner Heimat.

1947 emigrierte er nach Israel, wo er eine Literaturzeitschrift in jiddischer Sprache gründete, einer Sprache, die damals im neu gegründeten Israel zu Gunsten des Hebräischen marginalisiert wurde.

Quelle: Filmfestival Cottbus

In Kooperation mit dem Jüdischen Filmfestival Berlin und Brandenburg.

Programm

Grußwort

Nicola Galliner, Jüdisches Filmfestival Berlin-Brandenburg

Einführung:
Dr. Anja Siegemund, Direktorin der Stiftung Neue Synagoge- Centrum Judaicum

Film ab !

Der Film läuft im Original mit Deutschem Untertitel.

Anschließend Filmgespräch mit dem Produzenten Yair Qedar und
Frau Dr. Lihi Nagler / FU Berlin in englischer Sprache

 

Zum Film:

Ort/Jahr/Dauer: Israel, 2018, 76 Min

Drehbuch: Uri Barbash

Filmformat: DCP | Doc | Farbe/ Colour


Zum Regisseur Uri Barbash

geboren 1946 in Tel Aviv, Israel. Er studierte zunächst Hebräische Literatur an der Universität Tel Aviv, bevor er für ein Produktionsstudium nach London ging, wo er 1973 an der London Film School graduierte. Danach kehrte er nach Israel zurück und realisierte seitdem zahlreiche Spiel-, Dokumentar- und TV-Filme. Für seinen Film BEYOND THE WALLS war er 1984 für den Auslands-Oscar nominiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

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