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Veranstaltungshinweis
03.11.2019,11.00 -13.00 Uhr
Der Papst und die Kirchen, die zum Völkermord schwiegen. Rolf Hochhuths Theaterstück
„Der Stellvertreter“ [1963–1965]

Aus der Reihe:
Der Skandal als vorlauter Bote. Die großen deutschen Geschichtsdebatten 1956 bis 2014

Papst Pius XII. weigerte sich während des Krieges, gegen die Verbrechen Nazideutschlands öffentlich zu protestieren. Er schwieg selbst dann noch, als die römischen Juden 1943 nach Auschwitz deportiert wurden. Rolf Hochhuth macht in seinem Stück einen jungen italienischen Jesuiten, der durch einen hohen, von seinem Gewissen geplagten SS-Führer über die Massenmorde in den Vernichtungslagern informiert wird, zum Gegenspieler des „Stellvertreters Gottes auf Erden“: Das 1963 in Westberlin uraufgeführte Stück, stürzte beide Kirchen wegen deren Anpassung ans „Dritte Reich“ in eine tiefe Glaubwürdigkeitskrise. Aber das Thema des Wegsehens und Tolerierens betraf auch jeden einzelnen Deutschen – das war der eigentliche Kern des Skandals.

// Filmausschnitte: HR, rbb

Konzeption der Reihe: Dr. Hannes Heer

Ort: Urania Berlin – Kleist-Saal An der Urania 17, 10787 Berlin

Eintritt frei!

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